Lieber authentisch kantig als verkrampft pädagosch wertvoll.

Lieber authentisch kantig als verkrampft pädagosch wertvoll.

Die Sache mit Freiheit und Selbstbestimmung im Leben mit Kleinkindern ist noch immer ein eigenwilliges Thema.
Interessanterweise am wenigsten für die Menschen, die diesen Weg gehen und sich als Erwachsene selbst darin entfalten.
Ja, es ist ein Entfaltungsweg.

 

 

Alleine diese Betrachtungsweise will nicht so recht in unsere gängigen Vorstellungen von Erziehung und Lernen passen. Man wehrt sich stark gegen ein Bild, dass die Erwachsen mit in ein Entfaltungsbild nehmen möchte.
Man muss Kindern ja schließlich eine Ansage machen. Man möchte außerhalb des ‚Bildes‘ stehen und bedeutsamen Einfluss nehmen.

Von vielen kommen kritisierend die ganzen Plattitüden, die du alle kennst.
In dem Zusammenhang fallen unmittelbar die Worte ‚laissez-faire‘ und ‚antiautoritäre Erziehung‘. Das habe ja alles nicht geklappt. Das würde man ja sehen.

Auch hier erkenne ich eine Doppelmoral.

Das, was man als Scheitern im Zusammenhang mit mehr Freiheit und mehr Selbstbestimmung betrachten möchte, ist natürlich auch nicht zu greifen. Wie eine nasse Seife flutschen immerwährende Kritikpunkte durch die Finger.
Welche Kinder sind denn nun gut gelungen?
Die, die sich still einfügen und anpassen oder die, die sich auflehnen und Signale geben, dass etwas Grundsätzliches nicht zu stimmen scheint?

Schau dir alleine die Dynamik an, die ein gedeihliches Aufwachsen der Kinder ausmacht. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde ist die Herausforderung im Leben mit Kindern eine Punktlandung irgendwo zwischen ihrem Bedürfnis nach Bindung und ihrem Streben nach Autonomie zu machen. Jeder Tag fordert letztendlich deine Fähigkeit dynamisch zwischen diesen Bedürfnissen zu gleiten und im selben Moment ein großes Maß an Sicherheit zu geben.
(Dann haben wir noch nicht einmal mit im Bild, dass jeder Erwachsene ja auch diese Grundbedürfnisse hat. Diese Betrachtung macht die Herausforderung noch komplexer)

Diese notwendigen Punktlandungen sagen mir, dass sich jede Methode disqualifiziert. Die Essenz ist, dass es eine Haltung bedarf, die ein gewisses ‚Fließen‘ und ‚Geschmeidigkeit‘ erfordert. So manches mal auch ein klares ‚Stop’.
Im Fluss sein, bedeutet, dass jemand eine Haltung entwickeln konnte, die ganz grundsätzlich von einem Wohlwollen zum Kind geprägt ist.

Jede Methode macht ein Kind zum Objekt, wo sich viele Menschen doch bereits aufgemacht haben mit Kindern eine Subjekt-Subjekt Beziehung leben zu wollen.

Von dort aus, kann ich eine positive Haltung zu den Kindern leben und habe bestenfalls die Freiheit, mich jede Minute neu zu entscheiden.

„Heute mag ich keine ‚gute-Nachtgeschichte‘ lesen. Ich habe keine Lust. Ich möchte gleicht mit meiner Freundin telefonieren. …“
Ich muss auch nicht so verkrampft pädagogisch wertvoll sein, sondern kann den Kleinsten gegenüber durchaus auch zum Ausdruck bringen, dass ich jetzt etwas anderes machen möchte.

Der sichere Hafen, den die Kleinsten abfragen liegt nicht in einer Methode, dem Abendritual oder dem, was eben gerade hipp ist.
Der sichere Hafen liegt darin, sich als Erwachsener selbst mit in dieses Entfaltungsbild zu nehmen. Sich tief in sich selbst zu gründen. Im weitesten Sinn bedeutet es für mich den Anspruch von Integrität zu leben und so authentisch zu sein, wie es mir eben gerade möglich ist.

Spüren, was sich ‚stimmig’ in Übereinstimmung mit dem eigenen Wesen anfühlt.

Was meine Beratung für das Leben mit den Kleinsten so erfolgreich macht, ist meine Stärke, den Eltern sowie Fachpersonen die eigene Fähigkeit zu spüren wieder mehr erfahrbar zu machen. Was dann folgt, ist auch dazu zu stehen. 

Es sieht zunächst nach einem Umweg aus, wo doch Methoden, Fachvorträge, Onlinkurse und Bücher vordergründig eine verstandesmäßige Lösung bieten.

Nach meiner Erfahrung gehen diese Dinge so oft am Wesentlichen vorbei. Sie versprechen schnelle Hilfe, die dem Verstand so naheliegend erscheinen.
Für mich sind die Wege in Erziehung und Lernen andere. Sie sind je individuell, entstehen zumeist aus dem Moment heraus und haben in den meisten Fällen mit einer tiefgreifenden Veränderung der Erwachsenen zu tun.
Werden diese Schritte gegangen, wird vieles leichter. Manchmal einfach schon dadurch, dass man eine Haltung entwickelt und diese dann wundersam wirkt. Die Sichtweise eines gemeinsamen Entfaltungsweges mit den Kindern ist oft wie ein kleiner Durchbruch wahrzunehmen.


Vom Pauken zum Entdecken: Eine 'neue' Perspektive auf das Lernen

Vom Pauken zum Entdecken: Eine 'neue' Perspektive auf das Lernen

Weil es so selbstverständlich ist Lernen mit Pauken für Klassenarbeiten oder Prüfungen zu verwechseln, habe ich dem Wort ‚Lernen‘ das Wort ‚wundersam‘ hinzugestellt.

 

Meine Absicht war es, das Konzept von Lernen aus der Sackgasse des verschulten Paukverständnisses zu befreien.

In Wirklichkeit ist Lernen ein natürlicher Prozess, der geschieht, wenn die Umgebung des Kindes dafür vorbereitet ist.

Die Vorbereitung der Erwachsenen ist wirklich eine Aufgabe, denn die meisten von uns haben ein System durchlaufen, das leider noch immer der Vorstellung folgt, dass Kinder mit einem Trichter gefüllt werden müssten.
Die Trichter sind nicht mehr aus abgeschrammtem Metall, sondern sie sind inzwischen hübscher geworden. Es gibt sie in bunten Farben, mit Blümchen drauf und in unterschiedlichen Größen. Das Vorstellungsbild zum Thema Lernen ist an vielen Orten noch immer das des Trichters.

Was auch geblieben ist, ist die Vorstellung, dass man das eingefüllte Wissen, immer abfragen und kontrollieren muss. Der Füllstand sollte mehr oder weniger bei allen Kindern den gleichen Stand haben.
Darüberhinaus sollte man den Füllstand jederzeit bewerten und auf Knopfdruck abfragen können.

Das dieses Wissen, was den Kindern auf diese Art zugeführt wird, sich dann nur wenige Tagen oder Wochen später wie ein Gas verflüchtigt, wird in Kauf genommen. Ja, man nimmt diesen Umstand dann gerne als Erklärung dafür, dass man ja wieder auffüllen muss.

Die Erwachsenen werden damit in einem Aktivitätstaumel gehalten. Man hat ständig dein Eindruck, dranbleiben zu müssen, damit Kinder lernen. Das ist anstrengend für alle Beteiligten. 

Du siehst also, dass wir Erwachsenen selbst randvoll aufgefüllt wurden. Es fällt uns noch immer ganz schwer, einer anderen Vorstellung von Lernen, Platz zu machen.

Damit wir Kindern freies und selbstbestimmtes Lernen zugestehen können, ist es notwendig wundersam zu VERlernen.
Das bedeutet, dem Raum zu geben, wie Lernen sein könnte, wenn es keine Trichter (Vorstellungen) gäbe.

Dieses Verlernen ist ganz sicher nicht bequem, denn es konfrontiert die Erwachsenen, die sich dafür öffnen, ganz direkt und unmittelbar mit einer großen Unsicherheit. Man weiß ja nicht wirklich, wie es funktioniert mit dem freien und selbstbestimmten Lernen.

Viele unangenehme Emotionen liegen wie dicke Felsbrocken auf dem Weg. Um den Kindern den Weg frei zumachen, ist man selbst gefragt, die wuchtigen Brocken aus Unselbstständigkeit, mangelndem Antrieb und Überforderung aus dem Weg zu räumen.

Unter dem ganzen Geröll ist dann irgendwo die eigene Kreativität und Kraft für den eigenen Antrieb verschüttet. Die meisten Erwachsenen haben eine Vorstellung von Lernen, die sich lediglich aus den eigenen, oftmals eingeschränkten Erfahrungen zum Lernen speisen.

Damit wird also klar, dass es ganz gewiss nicht einfach ist, diesen Weg, des sich selbst ‚deschoolens’ zu gehen.

Glücklicherweise gibt es immer mehr Menschen, die diesen Weg ein gutes Stück gegangen sind.
Inzwischen gibt es auch mehr und mehr junge Menschen, die diesen Umweg nicht gehen brauchten. Sie konnten in alternativen Einrichtungen, vielleicht auch ganz ohne Schule einen selbstbestimmten Lernweg gehen.
Sie haben vielen Erwachsenen einiges voraus.

Sie haben gelernt, sich dichter an der eigenen Innenwelt selbst zu bilden, sie haben eine großes Maß an Eigenverantwortung für ihren Lernweg entwicklen können. Sie haben sich eine Stück Individualität beibehalten können. Sie sind unter Umständen ganz gut auf ihrem Weg, wenn es um das 1x1 des lebenslangen Lernens geht.

In einer bunten Lernwelt treffen also diese unterschiedlichen Menschen aufeinander, die ihr Bewusstsein auf die vielschichtigsten Arten entwickelt haben. Sie stehen alle an den unterschiedlichsten Stellen und möchten doch gemeinsam etwas Neues schaffen.

Diese unterschiedlichen Voraussetzungen dürfen wir nicht vergessen, wenn wir uns zusammentun und für Kinder neue Möglichkeiten schaffen wollen. Die verschiedenen Startpunkte dürfen wir nicht bewerten und uns gegenseitig geringschätzen.
Es geht darum sie zu erkennen, wohlwollend und liebevoll miteinander umzugehen.

Den kleinsten gemeinsamen Teiler als Ausgangspunkt für einen gemeinsamen Weg zu gehen. Auf diese Weise Hand in Hand in eine neue Kultur von Lernbegleitern zu wachsen, scheint mir sehr wertvoll.

Menschen nun in einen Kreis zu bewegen, damit sie von und miteinander lernen können, halte ich für zukunftsweisend.
Genau das tue ich in all den Kreisen, die ich anbiete. Sei es bei den Mühlengesprächen zum WundersamenLernen, den Supervisionen, in Beratungssituationen oder in der Feldenkrais-Gruppe.

Zu Grunde liegt immer die Idee, unterschiedlichste Vorraussetzungen und Standpunkte anzuerkennen, das verbindende zu bergen und miteinander zu wachsen.

Eine kleine Frage zum Schluss:
Was ist der kleinste gemeinsame Teiler, der dich mit den Menschen verbindet, die von Lernen eine andere Vorstellung haben?


Stell dir mal vor Bildung könnte mit Individualtät umgehen.

Stell dir mal vor Bildung könnte mit Individualtät umgehen.

 

Stell dir mal vor, Lernen wäre je individuell und es ginge beim Lernen, (auch in Schulen) um den einzelnen Schüler? Stell dir vor, jeder Schüler würde genau da abgeholt, wo er steht und in seinem je individuellen Prozess nicht kontrolliert und bewertet, sondern begleitet?
Eine Schülerin würde wahrnehmen, dass sie selbst eine Gestalterin wäre, nicht eine Person, die Weisungen entgegennimmt?

Stell dir nur mal vor, einem Schüler würde ermöglicht, dass er entlang der eignen Fragestellungen im Leben lernen könnte. Mal Angenommen er interessiert sich für Raumfahrt, das wäre sein inneren Motor, das was ihm ‚die Luft in die Reifen‘ gibt. Wenn er diesem seinem Antrieb folgen könnte, wäre er zufrieden und würde alles lernen, was ihm das Universum zuspielt. Stell dir darüberhinaus vor, er hätte die Freiheit nach einer gewissen Zeit seine Interessen zu ändern. Plötzlich würde er rausfinden, dass er sich nun mehr für Motoren interessiert.
Langsam würde er sich von dem ersten Feld lösen, dass ihn so sehr inspiriert hat und er würde sich nun diesem Feld widmen. Er würde sich über die Jahre eine unglaublich feines Netz an Wissen knüpfen und man müsste ihn nicht mal dazu antreiben. Ja, es wäre erst möglich, wenn Schule und Eltern nicht bewerten würden und keine Bild von dem hätten, was zu lernen wäre.

Stell dir nur mal vor, Lernprozesse wären im positiven miteinander verwoben. Es gäbe keine Erwachsenen ( Eltern / Lehrer), die miteinander konkurrieren und das Kind im Mittelpunkt stände.
Stell dir nur mal vor, die Schülerin könnte lernen, ohne das die Eltern am einen Ärmchen zerren und die Lehrer am anderen ? Die Erwachsenen hätten verstanden, dass Lernen sich einfach vollziehen könnte, wenn die ‚Pflanzerde‘ eine gute wäre. Eine, die schon alles an Nährstoffen hat, eine, die von Erwachsenen immer wieder aufgehackt und gelockert wird? Stell die vor, wir hätten verstanden, dass es ein gesundes Ökosystem braucht, vielschichtig, natürlich, eingebunden und verstanden? Ein wundersames Spiel zwischen Bindung/ Beziehung und Ablösung und wieder Bindung und Beziehung und wieder Ablösung?

Stell dir nur mal vor, Lernen wäre auch bei den älteren Kindern viel Praxis bezogener? So, wie bei den Kleinsten? Es würde eine Spielfeld für junge Erwachsene entstehen? Ein Feld, in dem sie forschen können uns sich ausprobieren können. Eine Struktur, die jungen Menschen erlaubt, in die Welt zu gehen, sich zu angemessener Zeit auch von den Eltern und ihren Vorstellungen zu entfernen? Ein Struktur, die sie in sich aufnehmen würde, wo sie sicher Schritt für Schritt eine größere Welt betreten könnten?

Widerstand gegen die Welt der Erwachsenen würde nicht so sehr im Vordergrund der jungen Menschen stehen, weil sie diesen nicht etablieren müssten, um gesehen und verstanden zu werden. Vielmehr hätten sie Gelegenheit diese Kräfte in Kooperation, Kreativität und ein neues Miteinander zu legen. Was für eine Welt könnte entstehen.

Ich stelle mir das alles vor und Vieles davon habe ich erfahren dürfen. Das ist ein Bild, dass ich von einer möglichen Zukunft des Lernens trage.

Stell dir vor, wie wunderbar das Lernen in einer solchen Zukunft sein könnte!


Brauchen unsere Kinder das wirklich? Ein kritischer Blick auf die von uns gestaltete Kinderwelt.

Brauchen unsere Kinder das wirklich? Ein kritischer Blick auf die von uns gestaltete Kinderwelt

 

Wenn du meine Arbeit schon eine Weile folgst, dann hast du sicher bemerkt, dass ich vielen Bewegungen im pädagogischen Feld sehr kritisch gegenüber stehe.

Uns Eltern wie Pädagogen wird ein Bild präsentiert, dass glaubhaft vermittelt, dass es gut und sinnvoll ist, all den Produkten und Angeboten zu folgen. Dann wird alles gut in der Familie.
Das Angebot ist riesig und die Möglichkeiten für ‚Selbstmedikamentierung‘ im System sind unerschöpflich.

Vordergründig möchten viele Angebote das Leben der Kinder oder der Familie erleichtern, hintergründig geht es darum, die Kinder passend zu machen. Angepasst sollen sie sich durch das aufgebaute System bewegen.

Das Netz ist voll von Angeboten, die dir alles anbieten. Von der gesunden Ernährung, die gerade hip ist, über hilfreiche Tips zum Suchtverhalten der Kinder im Netz, bis hin zu pädagogischen Lernspielen, damit Kinder noch schneller, noch besser…..
Tröpfchen mit der Bezeichnung ‚Leichter Lernen‘ kannst du ebenfalls kaufen.
In den letzten Jahren ist ein Riesenmarkt entstanden, der eines gemeinsam hat:

Kinder, wie Eltern sind mangelhaft und können ganz sicher durch dieses und jenes verbessert werden.

Es ist der Eindruck entstanden, also ob Eltern wie Kinder nur ein wenig links oder rechts korrigiert werden müssten, dann würde schon alles besser laufen.

Ein nicht enden wollendes Rennen um bessere Kinder / Familien entsteht. Der Optimierungswahn ist uns so vertraut, dass wir das ganze Spiel nicht einmal mehr hinterfragen.

Gesunde Kinder zeigen uns ihre ‚Störungen‘ und wir tun alles, um sie durch unsere Versuche in ein System zu integrieren, was diese ‚Störungen‘ letztendlich verursacht hat.

Ein unglaubliche Maschinerie.

Unser Taumel durch Geschäftigkeit und Hetze als Erwachsene ist so groß, dass wir vermutlich kaum Energie haben, um dieses Hamsterrad der Optimierung in der Familie kritisch zu hinterfragen. Ich bin sicher, dass bei vielen auch keine Kraft da ist, um das Rad anzuhalten.

Ein Großteil der Probleme, die wir mit Kindern haben, ob zu Hause oder in der Einrichtung (man beachte das Wort) sind nicht den Menschen selbst geschuldet, sondern einem nicht artgerechten Leben. Das drückt sich sehr unterschiedlich aus.

Das System, in das wir unsere Kinder ‚einzupassen‘ suchen ist auf vielen Ebenen zerstörerisch und krank machend. Familien leiden.

Wir Erwachsenen nehmen viel Geld, Zeit und ein immer währendes Gefühl der Unzulänglichkeit in Kauf, um vermeintlich Erleichterung oder Besserung zu erwirken.

Einige Menschen beginnen damit, sich in gewisser Weise zu entspannen, durchzuatmen, gängige Gedanken und Herangehensweisen zu hinterfragen.

Beginnst du dann langsam dich quer zustellen und deine Kinder zu schützen, bekommst du eine eine Menge Gegenwind.

Was hilft ist, sich immer wieder mit den Vorstellungen zu verbinden, wie du eigentlich mit der Familie leben möchtest? Was sind Werte, die du den Kindern vermitteln möchtest? Was wäre für euch passend?

Irgendwo zwischen einem völlig überdrehten Familienalltag und diesem Sonntag, bei schönem Wetter, an dem ihr eigentlich nichts vor habt und einfach so in den Tag leben könnt…

…irgendwo dazwischen liegt das Familienleben oder Leben in gewählter Gemeinschaft, was eigentlich gedeihlich für die Kinder wäre.
Kinder heute benötigen oftmals das Gegenteil von dem, was wir mit viel Mühe für sie hervorzubringen suchen.

Wie so oft, braucht es andere Dinge, als man denkt. Nicht unbedingt die marktschreierischen Angebote, die dir alles versprechen und man sich weiterhin im Kreis dreht.

Manchmal sind es nur ein paar wertvolle Gedanken oder ein Richtungswechsel, der gedeihlich ist. Das ganze Gezappel darf sich beruhigen und selbstbestimmte Werte, können dann an ihren Platz rücken. Das ist ganz gewiss nicht leicht, aber mit Sicherheit heilsam für viele Kinder mit ihren Familien.

Bitte schreib hier oder mir persönlich. Ich und andere lesen gerne deine Gedanken dazu.


Ein Loblied an das Nichtwissen. So frei wie Kinder lernen (könnten)

Ein Loblied an das Nichtwissen. So frei wie Kinder lernen (könnten)

 

 

 

Kleine Kinder haben keinerlei Problem mit alldem, was sie nicht wissen. Sie gehen vollkommen in ihrer Forschungswelt auf und alles, was sie nicht wissen, hat in jeder weiteren Sekunde keinerlei Bedeutung für sie. Sie hangeln sich am Nichtwissen entlang, alles was sie noch nicht wissen, bewerten sie nicht. Wie toll ist das denn!

Irgendwann auf dem Weg sind die Erwachsenen Jene, die damit beginnen, ob bewusst oder unbewusst, diese tolle Lernwelt der Kinder zu verstellen.
Ganz plötzlich bekommt all das, was wir als Mensch nicht wissen eine überbordende Bedeutung.

In kleinen, kaum wahrnehmbaren Schrittchen pflanzen wir diesen unsäglichen Gedanken, dass es wichtig sei, viel, wenn nicht alles zu wissen.

Fortan rennt jeder Mensch wie ein Esel der Möhre hinterher. Wir haben damit das Rennen um das große Wissen begonnen. Ein Rennen, dass wir vermutlich nicht gewinnen können.
Ein Riesen Geschäft ist aus dem entstanden, was es angeblich (noch ) zu wissen gilt.
Dabei liegt ein wesentlicher Kern der Zufriedenheit und des Friedens darin begründet, anzuerkennen, dass man nicht alles weiß.

Nichtwissen ist ein wesentlicher Aspekt des Menschseins und wir täten gut daran, Kindern nicht unaufhörlich das Gefühl zu geben, dass sie sich auf einer Rennstrecke befinden.

Es gibt inzwischen so unermesslich viel zu wissen, was angeblich wichtig wäre.
Ich denke, es wäre wichtiger dem Ruhen und Wachsen im Nichtwissen, wie es die Kleinsten hatten, wieder Bedeutung zu geben.
Wer, wenn nicht die Kleinsten, mit ihrer unnachahmlichen Art, sind die wahren Meister im Erlangen von wertvollem Wissen. Ein Vertrauen in der Erkenntnis, dass alles zu seiner Zeit bei dir ist.

 

Ich helfe Erwachsenen dieses unerschütterliche Vertrauen in die Kinder aufzubauen, das  Familien durch die Unwägbarkeiten des derzeitigen Bildungswegs junger Menschen trägt. Es ist die Kraft der Erwachsenen ( Eltern wie Pädagogen ), die die Kinder tragen und stärken kann, auch wenn sie an vielen Orten noch lange nicht in den Bildungsstukturen leben können, die ihr Menschenrecht ist. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.

Foto:susana coutinho/unsplash


Mein Kind will nicht in den Kindergarten oder in die Schule

Kindergarten und Schule verweigern

Mein Kind will nicht in den Kindergarten oder in die Schule

Wenn du nach einem Rezept für ein „Quick-Fix“ suchst, dann besser hier nicht weiterlesen.

 

Dein Kind geht nicht in den Kindergarten oder in die Schule?

Vielleicht sollte es sein Recht haben.

Hat es dort Gelegenheit sein Leben zu leben?

Zu Hause wird dieses Kind unter Umständen auf eine Art erzogen, die den Anspruch hat junge Menschen als gleichwürdig zu betrachten und zu begleiten.
Das bedeutet, dass man es in seinem Wesen wahrnimmt. Man geht auf seine Bedürfnisse ein, so gut es geht. Vielleicht signalisiert dieser junge Mensch, dass er heute nicht in die Kita möchte?
In dieser Familie pflegt man auch eine Art miteinander zu sein, die sich in einer wohlwollenden Sprache, bewussten Berührung und Wahrnehmung ausdrückt. Man ist achtsam und geht respektvoll miteinander um. (Man übt sich zumindest darin, sieht diese Haltung als Lebensweg)

Dieser junge Mensch, der nun auf Kindergarten und Schule trifft, hat es sehr schwer. In vielen Einrichtungen für Kinder hat man schlicht weg diese Haltung noch nicht.

Sie passt nicht ins ‚Betriebssystem‘.

Man sieht sich nicht als lernenden Organismus. Man sieht noch lange nicht die Idee von der Gleichwürdigkeit der Kinder.

Viele Kinder, ob aus bewussten oder weniger bewussten Haushalten, erleben in ihrem Alltag in den Einrichtungen psychische und physische Gewalt. Sie haben Ängste. Wenn sie nicht durch einen überbordenden Bewegungsdrang oder unangemessenes Verhalten auffallen, dann leiden sie oft auf stille Art.

 

  • Da sind die Kleinsten, die in der Kita gezwungen werden zu essen, egal ob sie Hunger haben oder etwas nicht mögen. Sicher werden sie auch aufs Kinderklo gesetzt , wenn sie nicht müssen.
  • Nicht zu vergessen, die Kinder, die mit genervten, gestressten dann mal schnell gewaltvollen Händen gewickelt werden.
  • Da sind ältere Kinder im Schulsystem, die den ganzen Tag in Ängsten leben müssen, weil sie sich vor Noten, Druck, bestimmten Lehrern fürchten. Ebenso wie vor Tobias aus der Nachbarklasse oder Lisa, am Nachbartisch. Diese mobben nämlich von Anfang an ganz bestimmte Kinder in der Klasse.

 

Nein, die meisten Kinder haben da keine Chance ohne beschützende Flügel mit klar zu kommen. Das müssen wir einfach sehen.

Wir Erwachsenen tendieren garantiert dazu, uns diese ganze aufgetakelte Bildungsidee schön zureden.

Wie kann es sein, dass all diese Umstände das Leben eines jungen Menschen bestimmen und wir die Signale des Unwohlseins der Kinder übersehen?
Dein Kind sagt, es will nicht in diese Einrichtung gehen, egal ob Kita oder Schule. Und nun?
Das angemessen zu behandeln, ist wirklich schwer.

  • Es würde bedeuten, dass man die Einrichtung konfrontiert.
  • Man müsste allerhand unangenehme Gespräche führen.
  • Man müsste es aushalten, dass man einfach andere Wege geht, egal was die Schwiegermutter sagt.
  • Man müsste eine Struktur schaffen, die es ermöglicht, dass das Kind immer wieder zu Hause bleiben kann, wenn es da aus seinem Inneren heraus nicht hingehen kann.
  • Man müsste seinen Frieden damit haben, dass das Kind auch außerhalb der Schule lernen kann.
  • Man müsste das Kind als gleichwürdig in seinen Empfindungen ansehen und als Erwachsener alles tun, um einem jungen Menschen den Rücken zu stärken.
  • Man müsste beginnen das ganze Konzept zu hinterfragen.
  • Vielleicht müssen manche jungen Menschen gar nicht 9-13 Jahr ein die Schule gehen, weil sie ganz fix darin sind, andere Wege zu entwickeln?
  • Man müsste diese elende Schulpflicht, du weißt schon….
    Diese Liste kann ich ellenlang weiterführen.

Und weil das so schwer ist im Alltag wirklich aufrichtig zu leben mit den Kindern, winden wir uns lieber. Wir fühlen uns dann so ein bisschen schlecht. Im tiefsten Inneren wissen wir, dass es einfach nicht richtig ist, die Kinder wieder da hinein zu schicken. Wir fühlen uns weiterhin ein bisschen schlecht, weil wir irgendwo tief drin wissen, dass es nicht stimmt, was wir tun.
Daher haben wir bewusst oder unbewusst folgenden Bypass auf den Weg gebracht.

Wir lassen es zu, dass all die kleinen und großen Verweigerer diskriminiert und manipuliert werden. Sie werden pathologisiert und dann wie kleine Verbrecher behandelt. Einfach so, als ob die Kinder noch nicht so weit sind, oder nicht richtig sind.

Dies, obwohl die Wahrscheinlichkeit recht groß ist, das die kleinen Verweigerer einfach nur recht haben. Sie signalisieren im einen oder anderen Fall, dass da ganz was Wesentliches nicht stimmen kann.

Sie sind unter Umständen genau die Kinder, die uns den Weg weisen könnten. Ihr Empfinden für einen notwendigen menschlichen Umgang miteinander könnte uns in eine neue Zeit führen.

Doch wir Erwachsenen machen sie passend für etwas von dem wir lange wissen, das es für Kinder wenig funktioniert.

„Die Schule sollte kindergeeignet gemacht werden und nicht die Kinder schulgeeignet.“

A.S. Neill

Leider ist es noch immer so, dass Eltern wie pädagogische Fachpersonen die eigene Überforderung mit den Gegebenheiten dieser Zeit, über den Rücken der Kinder abwälzen.

Hören oder lesen wollen wir das nicht.

Ein sinnvoller Ausgangspunkt für eine Veränderung für Kinder hinein in eine gedeihliche Zukunft scheint mir ganz schlicht die Fähigkeit der Erwachsenen zu sein, die eigene Ohnmacht wahrzunehmen. Sie zu spüren und von hier aus zu beginnen. Die innere Arbeit ist vermutlich das Einzige, was wahrlich eine Veränderung für die Kinder der Zukunft hervorbringt.

Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn man verstrickt ist und das tiefste Innere eigentlich mutig an die Oberfläche quellen möchte.
Ich kann helfen, damit du dich hier wieder besser fühlst und damit wieder mehr Frieden und Ruhe in die Familie einkehren kann.

Schreib mir gerne einen Kommentar gleich hier untern. Hier findest du meine Kontaktdaten, falls du das Gespräch mit mir suchen möchtest.


Die Sehnsucht des Herzens

Die ‚Sehnsucht des Herzens‘ sich vollends im jungen Menschen entfalten zu können, wird überhört. Ich behaupte einfach mal, dass sich das Herz so gerne mit dem Kopf verbinden würde.

Mich packt es ganz besonders, wenn ich Kinder beobachten kann, wie sie je individuell damit beschäftigt sind ihre Welt aufzubauen, zu steuern und auf ihre Art, Expertise im Lernen zu erreichen. Damit meine ich nicht das ‚schulische Lernen‘, sondern mehr die Art und Weise, wie sie es schaffen das Vermögen zu erlangen, ihre Welt zu steuern.

An dieser Stelle ist die Entwicklung noch lange nicht zu Ende, denn eigentlich geht es nun darum, uns über die Grenzen dieser Welt hinaus zu entfalten. Damit meine ich die Bewegung vom Konkreten zum Abstrakten, von den niederen zu den höheren Zentren des Gehirns, oder die Bewegung vom Rudimentären zum Feinen. Mit anderen Worten, die Fähigkeit Herz und Hirn zu verbinden. Eigentlich ginge es hier los. Hier würde es spannend.
An dieser Stelle tritt das Herz auf die kleine Bühne.

Im Zuschauerraum wenige Gäste. Die Mehrzahl der Menschen sind alle mit den großen Bühnen dieser Welt beschäftigt. Hier läuft die Show.
Bildung und Erziehung gehen größtenteils diese Wege. Wir leben in einer Welt, die uns glauben machen möchte, dass es nur ein Lernen bezogen auf Gehirn und Nervensystem gäbe. Dieser Blick auf die menschliche Entwicklung muss ständig beschallt, aktiviert und gefördert werden.
Die leisen Töne auf der kleinen Bühne interessieren nur wenige.

Mehr denn je habe ich den Eindruck, das die natürliche Entwicklung der Kinder zu scheitern droht. Ohne es zu merken, werden Familien immer mehr Opfer einer technisierten Vorstellung von einem Körper-Geist Modell. Der Sog ist ein Denkkonstrukt, das viel Gedöns benötigt, um messbare Ergebnisse zu erzielen.
Die Idee ist, dass unserer menschliches Grundgerüst nicht gut genug wäre und durch‚Technologie und Tschingderassabum verbessert und verfeinert werden müsste.

Das, obwohl wir die eigenen Bordmittel ( unser einzigartiges, eigenes ‚Instrument‘ ) noch lange nicht ausgereizt haben. Wir Menschen haben unsere Möglichkeiten noch nicht einmal erfasst. Ich habe den Eindruck, sie werden uns regelrecht verschwiegen oder wir werden in einem Dauerstrudel der Verwirrung gehalten.

Zu Beginn dieses Textes habe ich dir beschrieben, wie sehr es mich berührt, wie Kinder ihren Intellekt entfalten. Intellekt forscht, will neue Dinge herausfinden, addiert 1 und 1. Der Intellekt ist immerzu damit beschäftigt Probleme und Fragestellungen zu lösen. Der Intellekt wird gefüttert und liebt das Lineare, das Logische, die Technologie und die Wissenschaft.

Doch damit ist es nicht zu Ende, denn eigentlich möchte sich der Intellekt mit der Intelligenz verbinden. Das Herz ruft. Können wir es noch hören?
Der Intellekt ist der Spielpartner des Gehirns, die Intelligenz ist die Spielpartnerin des Herzens, das, was alles Leben verbindet.

Sie möchte nicht vordergründig forschen, erkunden und Probleme lösen.
Sie möchte wollwollend der Erde dienen. Sie möchte erhalten, teilen, sie sucht nach Gleichgewicht, einem gesunden Maß in allem, sie strebt nach Weisheit.

Die verzwickte Sache ist, dass das Herz von Geburt an seinen Weg durch alle Ritzen sucht. Es will weich und geschmeidig gehalten bleiben im Kinde. Es möchte gefüttert, gesehen und genährt werden. Wird es das in zu geringem Maße in den ersten Lebensmonaten/-jahren, dann verhärtet es und schrumpft.
Ist es verhärtet und etwas eingeschrumpft, dann kann es die volle menschliche Entwicklung nicht vollziehen. Das hat Auswirkungen über alle nächsten Generationen.

Das Herz, im übertragenen Sinne, verliert an Kraft und eine Verbindung von Herz und Kopf wird erschwert.
Das bedeutet für mich, dass der mitfühlenden, emphatische Mensch sich nur schwer entfalten kann.
Hier werden die leisen Töne benötigt, das Stille, das Achtsame, das Unspektakuläre. Das Herz möchte glücklicherweise immerzu Gelegenheit haben, sich nach zu entfalten, falls es als Kind allzu sehr verletzt wurde.

Meine Arbeit durch das ‚WundersameLernen‘ möchte ein paar Gäste in den Zuschauerraum des kleinen Theaters einladen.
Es gibt noch Karten.


Bist du in der Lage ‚richtig‘ Erdbeeren zu pflücken? Wie effizient muss Kind sein?

Bist du in der Lage ‚richtig‘ Erdbeeren zu pflücken? Wie effizient muss Kind sein?

Kürzlich war ich mit meinem Vater (91) auf einem Biolandhof, um Erdbeeren zu pflücken. Ein Riesenacker, voll mit Erdbeerreihen vor meinen Augen.
Mit zwei großen Schüsseln unter den Armen, begebe ich mich zwischen die Reihen und beginne freudig mein Werk. Kaum kann ich es erwarten, bis die erste selbst gepflückte Erdbeere auf meiner Zunge zergeht. Eine in meinem Mund, zwei in die Schüssel, zwei in meinen Bauch, drei Reihen quer gehen. Hier mal naschen, da mal pflücken.

Meine Schüssel füllt sich, in dieser etwas chaotisch, mehr umher tanzenden Art. Mir geht es gut. Ich geniesse die Zeit auf dem Erdbeerfeld und beobachte aus einem Auge heraus meinen Vater, der nun auf einem Stuhl im Schatten angekommen, die Stille und die eine oder andere Hand voll Erdbeeren geniesst.
Ich sehe ihn, es geht ihm gut. Die Finger verklebt, Hose und T-Shirt fleckig vom tropfenden Erdbeersaft, den Sonnenhut im Gesicht.

Es war ein Ausflug in die Erdbeeren, der mehr eine Vater -Tochter Zeit sein sollte, als ein ergebnisorientierter Pflück-Abriss.

Nun erfahre ich von dem jungen Erdbeerfachmann an der Kasse, dass ich gebeten werde, die Erdbeeren strukturiert zu durch pflücken. Er möchte mir eine Reihe zuweisen und bittet mich, das Ende meiner effizienten Pflückung, durch das Markieren mit einem Häufchen Stroh sichtbar zu machen.

Einige Minuten versuche ich mich auch artig daran zu halten. Ich bemühe mich ernsthaft Erdbeeren ‚richtig‘ zu pflücken.
Fachgemäß erklärt mir der junge Mann, dass sich meine Schüsseln dann viel schneller füllen würden. 
Ich verstehe. Ja, es macht Sinn, Erdbeeren genau in dieser Art zu pflücken.

Aber verdammt! Es mag mir nicht so recht gelingen. Es will mir einfach nicht von der Hand gehen, Erdbeeren ‚richtig‘ zu pflücken. Effizient, zielorientiert und strukturiert.
Ich, die ich zu diesen Menschen gehöre, die, wie so manches Kind ein Erdbeerfeld eher durchtanzen würde, fühle mich echt verunsichert und gestört.

Ich verstehe diesen Mann. Aus seiner Sicht eines ‚erdbeerlichen‘ Wirtschaftsunternehmens ist das alles richtig. Ja-stimmt!

Heute aber möchte ich eine Presche schlagen für all die kreativen Chaoten-Pflücker, so wie ich eine bin. Für diese Menschen (vor allem die vielen Kinder), die ihren Weg scheinbar strukturlos tanzen. Für diese Chaoten, die keinen blassen Schimmer davon haben und vermutlich kaum je haben werden, dass sich eine Schüssel schneller anfüllt, wenn man in der Reihe bleibt.
Denen es in diesem Moment auch reichlich egal ist, weil sie Freude, vielleicht sogar den Sinn im Leben, genau zwischen den Erdbeerreihen finden.

Newsletter


  • Ich möchte auch den Newsletter abonnieren.
  • Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.

*Wenn du dich für meinen Newsletter einträgst erhältst du meine News direkt in dein Emailfach. Derzeit schreibe ich sehr unregelmäßig. Es kann also gut möglich sein, dass etwas Zeit vergeht, bis du von mir liest. Neben Informationen und Inspirationen rund um das wundersame Lernen und wundersameVerLernen, weise ich auf meine Beratung, meine Seminare, Einzelbehandlungen, meine Möglichkeiten für Übernachtung in der Mühle sowie aktuelle Angebote hin.


Ich, wie viele Kinder, wir tun uns so entsetzlich schwer in geraden Linien zu pflücken. Wir benötigen das Hopsen zwischen den Reihen. Je älter wir werden, desto besser verstehen wir dann auch das wir die‚ ‚Erwachsenen-gerade-Linien-Erdbeerpflücker’ total aus ihrem Konzept bringen. Durch unser kreatives Chaos verunsichern wir diese mehr strukturierten Wesen. Durch unsere Lebens- und Denkweise bringen wir jede Organisation und jede feste Struktur ins Wanken. (Umgekehrt, sind wir Chaoten-Erdbeerpflücker natürlich ebenso durch die gängigen Denkweisen gestört)

Heute möchte ich dich um Unterstützung und vor allem, um verbindende Gedanken bitten. Ich möchte auch deine Ideen einsammeln, um die Daseinsberechtigung der ineffizienten Erdbeerpflücker zu zementieren.

  • (Er)kennst du sie?
  • Welche Funktionen haben kreative Chaoten-Pflücker?
  • Wo können strukturierte und chaotische Erdbeerpflücker Hand in Hand arbeiten?
  • Wie würde eine Welt ausschauen, in der es Verständnis für Erdbeerpflücker jeder Couleur gäbe?

In einer Welt, die derzeit sehr dazu angehalten ist, junge Menschen dazu zu bewegen, Erdbeeren ausschliesslich nach Effizienz und in der Reihe zu pflücken, gehen (junge) Menschen, die ihr Leben zwischen den Reihen tanzen müssen, unter. Sie sind anders begabt und auf völlig andere Art und Weise effizient.
Sie brauchen unser gutes Auge und unser Wohlwollen, denn sie sind die notwendigen, exotischen Gewürze in der Suppe. Sie sind die erforderlichen, feinen Nuancen, die es verhindern sollen, dass Einheitsbrei entsteht. Sie sind Wächter, damit sich die menschliche Tendenz, Einheitsbrei zu kochen, immer wieder in Möglichkeiten für individuelle Geschmackserlebnisse, verwandeln kann.

Schreib mir gerne, wie du persönlich deine Erdbeeren pflückst und freu’ dich mit mir, dass es auch die jeweils anderen Herangehensweisen gibt.

Hier findest du mein Beratungsangebot. Gerne kannst du auch neuerdings zur Mühle kommen und eine Übernachtung im neuen Scheunen-Loft mit einer Mischung aus Beratung und Behandlung kombinieren. Schreib mich einfach an.


Wo Liebe auch ‚gemacht‘ wird. Begegnung mit kleinen Kindern in deren Zeitblase.

Wo Liebe auch ‚gemacht‘ wird. Begegnung mit kleinen Kindern in deren Zeitblase.

Kannst du dich für einen Moment mit mir einfinden in der Vorstellung eines zauberhaften Augenblickes intimer Zweisamkeit mit einem(r) Liebsten?
Diese berauschenden Momente von körperlicher Nähe. Dieses gemeinsame Eintauchen in Zeitlosigkeit und das Erstaunen beim Blick auf die Uhr. Du kannst nicht glauben, dass gerade vier Stunden vergangen sind. Wie konnte das sein?

Dann bricht der normale Alltag ein. Erste Bemerkungen fallen, über die Erledigungen, die gleich anstehen werden. Plötzlich ist das Thema Steuererklärung im Raum und vielleicht ein unangenehmer Telefonanruf, der zu erledigen ist. Du beobachtest, wie du ganz langsam aus den Tiefen der Grenzenlosigkeit auftauchst, nur um im nächsten Moment wieder auf dem Boden, der von dir geschaffenen Alltagsrealität zu stehen.

Ein etwas ruppiger Landeanflug im Alltag läßt dich etwas sehnsüchtig zurückblicken, aber das wundersame Zeitfenster hat sich verschlossen. Etwas ‚grummelig‘ gehst du dem Rest des Tages entgegen, leicht verträumt, doch die ‚To-do-Liste‘ ruft.

Dieses Wort ‚grummelig‘ ist es, dass ich heute im Bezug auf das Leben mit Kleinkindern mit dir untersuchen möchte. Ich kann sehr  gut verstehen, warum viele Kinder oft ‚grummelig‘ mit dem Leben der Erwachsnen sind.

Oben im Text habe ich versucht, diese Momente der Zeitlosigkeit und innigen Verbundenheit zu beschreiben, die auch unsere Kleinsten erleben. Durch eine unsichtbare Nabelschnur fühlen sie sich mit uns verbunden. Sie kennen dieses Schweben in der Zeit- und Bedingungslosigkeit aus dem Mutterleib, dem Ort, dem sie kürzlich entschlüpft sind.

‚Dort‘ wollen sie sich mit uns verbinden. ‚Dort‘ fühlen sie sich sicher und ‚dort‘ wollen sie sein. Dorthin wollen sie uns bewegen. Vielleicht etwas die Tatsache verleugnend, dass sie sich nun in einem neuen Raum auf der Erde befinden. Der Wohnstatt, die sie nun neu in ihrem Leben ‚einrichten‘ müssen, sie sich zu eigen machen müssen.
Die einen haben eine zartere Landung auf diesem Plateau ihrer Entwicklung, andere haben die oben beschriebene ruppige Landung und es gibt sicher auch die Kinder, die eine verheerende Bruchlandung, vielleicht sogar einen Absturz erlebt haben.

Ich umschreibe dir heute dieses Bild, damit du ein wenig Verständnis dafür haben kannst, dass die Kleinsten oft ‚grummelig‘ sind oder werden, weil die gestressten Erwachsenen so wenig in der Lage sind, mit ihnen gefühlvolle Landungen im Alltagsbewusstsein hinzulegen. Viel zu oft erwarten wir von ihnen, dass sie diese Wechsel in Bewusstseinszuständen, mit ihrem rationalen Verstand versehen müssten (den sie ja noch gar nicht haben), so wie Erwachsene es tun.
Wir erwarten von ihnen, dass sie bei allem Stress der Erwachsenen, sanft in den Schlaf gleiten und jeder Aktivität im Supermarkt, im Autostau, im Wartezimmer beim Arzt verdauen müssten, wie wir es aus dem Erwachsenenbewusstsein heraus meinen verarbeiten, ja auch akzeptieren zu müssen. (dabei sind wir ja selbst gestresst durch mangelndes Verbundensein in die Natur der Dinge)

Gerade in letzter Zeit habe ich viel mit jungen Müttern zu tun. Junge Frauen, die durch das Leben mit einem Baby gestresst sind, noch mehr vielleicht, wenn ein Geschwisterkind dazu kommt und diese mühsam aufgebauten starren Familienrituale (Versuch von Zeitmanagement) kräftig ins Wanken geraten.

Neben den ganz individuellen Herausforderungen, die jede junge Mutter, aufgrund ihrer eigenen Verstrickungen hat, möchte ich heute mein Augenmerk auf ZEIT legen.

Junge Familien haben keine Zeit. Und es ist eine seltsame Tugend, geschäftig zu sein. Als ob der Grat von Geschäftigkeit in irgendeiner Weise eine Aussage zu geben scheint, über die Wichtigkeit eines bestimmten Menschen. Je beschäftigter jemand ist, desto mehr Bedeutung scheint er zu haben. Ja gewisse Sachzwänge sind auch da, aber eben auch viel unnötiger, gemachter Stress.

Es gibt aber auch so viel zu tun, meint man. So einiges, was in gewisse Zeitfenster hineingepackt werden müsste? Das pure Zusammenleben mit einem Baby oder Kleinkind scheint heutzutage keinen Wert mehr zu haben. Viele Mütter meinen sich verteidigen zu müssen, wenn sie nicht Arbeiten gehen oder das Kleinkind nicht in die Krippe geben. Dieses Verschwinden der Mütter in der Zeitblase der Kinder wird irgendwie nicht gerne gesehen. Man hat kein Verständnis dafür.

Babies werden so ‚geplant’, dass das zweite Kind kommt, wenn das erste in den Kindergarten gehen kann. Man erhofft sich eine Erleichterung der Dinge, nicht wissend, dass die einzuhaltenden Zeitstrukturen den kleinen Kindern nur um so mehr entgegen weht. Kinder operieren in einem ganz anderen Zeitempfinden und benötigen auch diese ‚nicht Taktung‘ im Äußeren.

Newsletter


  • Ich möchte auch den Newsletter abonnieren.
  • Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.

*Wenn du dich für meinen Newsletter einträgst erhältst du meine News direkt in dein Emailfach. Derzeit schreibe ich sehr unregelmäßig. Es kann also gut möglich sein, dass etwas Zeit vergeht, bis du von mir liest. Neben Informationen und Inspirationen rund um das wundersame Lernen und wundersameVerLernen, weise ich auf meine Beratung, meine Seminare, Einzelbehandlungen, meine Möglichkeiten für Übernachtung in der Mühle sowie aktuelle Angebote hin.


Es gibt die jungen Mütter, die sich nicht vorstellen können, einige Tage mit zwei Kindern zu verbringen, ohne, dass sie die angebliche Notwendigkeit einer Fremdbetreuung haben. In unserer Kultur scheint es inzwischen so gewöhnlich zu sein, schon mit ein oder zwei Kleinkindern einen so getakteten Alltag zu haben, dass diese Momente der Muße und des Nichtstuns, als Langeweile, Leere und damit Stress empfunden werden. Mütter scheinen zu verlernen, mit Kindern Zeit verbringen zu können, die jenseits einer gemachten Geschäftigkeit liegt. Es fällt schwer zu sagen: „Ich habe heute den Tag (oder die Stunden)  mit dem Kind verbracht und es war einfach schön. Wir haben einfach nur dies und das gemacht.“

Die Taktung des Lebens ist normal geworden und die Stille und Muße und Zeitlosigkeit stressen uns. Das ist doch seltsam, oder?

Unsäglicherweise sind dies genau die ‚Zeiten‘, in denen die Kleinsten gute Gelegenheit hätten mit uns in Verbindung zu sein. Wir würden ihnen auf ihrem Plateau in ihrem gewohnten, entspannten ‚Paralleluniversum‘ begegnen können. Wir hätten Gelegenheit einfach mit Ihnen zu SEIN.
Dieser Zustand eben, von dem wir so angestrengt beim Yoga, bei der Meditation oder beim Hobby versuchen uns selbst zu begegnen.

Die Kinder würden gerne ein wenig davon mit uns haben. Wir übersehen ihre ungezählten Einladungen über den Tag. Sie wünschen sich mit uns in genau diese Welt, die uns ähnlich nähren würde, wie die vielleicht verlorene, intime Zweisamkeit mit einem(r) Liebsten.

Wenn wir doch alle genährt sind durch dieses Eintauchen in Zeitlosigkeit, sei es mit dem(r) Liebespartner(in) und/ oder dem Kind? Warum nur, stellen wir immer die Geschäftigkeit und die Betriebsamkeit an erste Stelle? Warum suchen wir das Genährt sein immer in den äußeren Aktivitäten? Warum nur haben wir keine feineren Antennen für dieses ‚grummelig‘ sein und wie man ihm SINNvoll begegnen könnte? Zum Wohle aller.

Warum?

 

Mindestens eine Geschichte, die genau dieses Thema der gestressten jungen Familien aufgreift, findest du in meinem Buch ‚Jenseits aller Erziehungsvorstellungen‘. Eine junge Mutter hat hier Gelegenheit auf höchst eigenwillige Art und Weise wieder positive, stärkende Erfahrungen in einer anderen Zeitqualität zu machen. Wenn das Leben mit den Kleinkindern gerade im Moment auch dich an deine Grenzen bringt, dann kannst du hier nähere Informationen zu meinem Angebot finden.


Wie kann man Selbstbestimmung in gesundheitlichen Angelegenheiten ermöglichen?

Aufnahme: www.zahnarztpraxis-baldus.de

Wie kann man die Selbstbestimmung der Kinder in gesundheitlichen Angelegenheiten ermöglichen?

Wie lernt man, den Kindern die eigenen Entscheidungen beim Arzt zuzugestehen. Wie kann man verantwortlich sein und sich im selben Moment raus halten, beim Arzt?

Eine grundlegende Haltung von mir ist die Freiheit und die Selbstbestimmung der Kinder, auch in gesundheitlichen Belangen.

Heute erzähle ich dir eine Geschichte, die sich vor einigen Wochen zugetragen hat. Sie soll dir verdeutlichen, wie ich ich im Alltag mit den Kindern lerne und im selben Moment Umstände navigiere, wenn sie mir ins Auge springen.

Ich habe einen wundervollen Zahnarzt. Was ich an ihm schätze, ist seine Haltung und sein Dialog im Umgang mit den Kindern und mir. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle aber auch bleiben, dass ich die Qualität seiner Arbeit und seiner ‚Berührung‘ im Mund sehr schätze. Sie ist professionell, dabei achtsam und fein. Wenn wir einen Termin haben, so kommen wir meist innerhalb von 10 Minuten dran. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit, für mich aber ein Zeichen seiner Haltung gegenüber der Patienten. Ich mag es, mich mit Menschen zu umgeben, die eine Haltung vertreten, die den Bedürfnissen der Menschen zugewandt ist. Dafür fahre ich gerne 60 Minuten.

Vergangene Woche hatte mein Sohn ein Anliegen und benötigte einen kurzfristigen Zahnarzttermin.
Als er auf dem Stuhl im Behandlungszimmer saß, hat der Zahnarzt sich dafür entschieden, den fragwürdigen Zahn nochmal ein paar Monate unter Beobachtung zu stellen. Er hat meinem Sohn erklärt, dass der Zahn damit nochmal die Gelegenheit habe, sich zu remineralisieren. Wenn das nicht klappen würde, dann könne man diesen Zahn später immer noch behandeln.

Mein Sohn fragte nun, ob er irgendetwas dazu tun könne, um dem Zahn zu ‚helfen‘. Der Zahnarzt fing also an, etwas zu grinsen und sprachlich zu ‚eiern‘. Mit einen lächelnden Blick in meine Richtung nahm ich wahr, dass er in gewisser Weise im Konflikt war, weil er nicht recht wusste, wie er meinem Sohn vermitteln konnte, dass er eine fluoridhaltige Zahnpasta benutze solle.

Er wusste von mir, dass ich keine Freundin von Zahnpasta mit Fluorid bin und bei den kleinen Kindern auch das Versiegeln mit Fluoridlack verweigert habe.

Nun saß ich in dieser Situation beim Zahnarzt und in dieser Sekunde wurde mir klar, dass ich den Zahnarzt ‚freisprechen‘ musste, damit er meinen Sohn vollumfänglich beraten konnte. (Mein Sohn hatte mich gebeten mit in den Behandlungsraum zu gehen.)

Im selben Moment war ich in der Situation meinem 12 jährigen Sohn vermitteln zu müssen, dass er ebenfalls frei in den Entscheidungen über seinen Körper ist. Ich möchte ja, dass die Kinder mehr und mehr in die getragene Verantwortung für den eigenen Körper wachsen. Das wiederum bedeutet, dass ich mich, je nach Alter mehr und mehr dezent zurückziehen muss, damit sie auch zu ihren eigenen Erkenntnissen kommen. Laufen diese mir noch so sehr zu wider.

Newsletter


  • Ich möchte auch den Newsletter abonnieren.
  • Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.

*Wenn du dich für meinen Newsletter einträgst erhältst du meine News direkt in dein Emailfach. Derzeit schreibe ich sehr unregelmäßig. Es kann also gut möglich sein, dass etwas Zeit vergeht, bis du von mir liest. Neben Informationen und Inspirationen rund um das wundersame Lernen und wundersameVerLernen, weise ich auf meine Beratung, meine Seminare, Einzelbehandlungen, meine Möglichkeiten für Übernachtung in der Mühle sowie aktuelle Angebote hin.


Nachdem ich also wahrnahm, dass wir hier eine Herausforderung in Fragen der Integrität hatten. Der Zahnarzt bezüglich seiner Integrität, ich bezüglich meiner Integrität und ein junger Mensch auf dem Weg herausfinden zu müssen, was für ihn stimmt, sagte ich mit freundlichem Lächeln zum Zahnarzt, : „Tun sie einfach so, als ob ich nicht dabei wäre!“
Er fing die Vorlage auf, nickte verstehend und bestätigend, dann begann er seinerseits damit, dem Sohn seine Sicht auf die Dinge zu erklären. Und das hat er dann richtig gut gemacht.

Danach war ich gespannt, was nun passieren würde.

Auf dem Nachhauseweg im Auto kam irgendwann die Rede auf die Sache mit der Zahnpasta. Ich nun, von meinen Kindern als „Ökomutti“ eingestuft, die immer diese alternativen Zahnpasten im Haus hat, wurde nun gefragt, ob wir nicht diese vom Zahnarzt empfohlene Zahnpasta kaufen könnten.

Ich teilte ihm mit, dass wir sowieso noch in den Drogeriemarkt fahren müssten und dann könne er ja da schauen, ob er die empfohlene Zahnpasta dort finden würde.

Gesagt, getan. Er hat sich die entsprechende Zahnpasta gekauft und damit einen weitern Schritt in die Verantwortung über seinen eigenen Körper getan.

Ich habe einen weiteren Schritt ‚raus aus seinem Leben‘ getan. Vielleicht sind das Kleinigkeiten für dich, für mich sind diese kleinen Beispiele aber immer wieder Möglichkeiten, wie ich ganz bewusst die Kinder in die „Freiheit“ gebe. Das tue ich, in dem ich mich an ganz bestimmten Stellen aus deren Leben und deren Entscheidungen hinausschleiche.

In der Summe und von Anfang an durchgeführt, sind diese kleinen und vielleicht unspektakulären „Returns“ an die Kinder aber die kleinen Tropfen, die irgendwann das Glas anfüllen, das eine gute Grundlage für selbstbestimmte Entscheidungen der Kinder wird. Wenn sie daraus trinken, so ist es dann ihr eigener Weg.
Allen diesen kleinen ‚Returns’ gemein ist, das dieses Herausnehmen aus den Lebens- und Entscheidungsfindungen der Kinder immer etwas mit einer gewissen Demut zu tun hat. In den meisten Fällen sind es kleine Ego-Tode für mich.
Ich muss bei diesen vielleicht kleinen und mehr oder weniger wichtigen Entscheidungen des Alltags daher kommen und meine persönlichen Meinung ganz hinten anstellen. Ist es auch manchmal noch so schwer.
So, haben die Kinder die Gelegenheit in ihre eigenen Belange hineinzuwachsen. So werden sie in die Lage versetzt, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, die sie persönlich tragen und bewältigen können.

Diese Situationen kann man nicht nach einem Sachbuch oder Ratgeber erlernen. Sie entstehen immer aus dem Moment heraus. Wie hier, in dieser Situationen im Behandlungszimmer des Zahnarztes. Was man dafür braucht ist, ist so manches mal, den Willen den Kindern den Ball zu überlassen und die Fähigkeit, die eigene Meinung für nicht allzu bedeutsam zu halten. In anderen Fällen kann es auch geschehen, dass wir wirklich ein Thema diskutieren müssen und ich aber auch zum Ausdruck bringe, was mir wichtig wäre.

Gerade in gesundheitlichen Angelegenheiten ist das ein ganz feiner Grat, auf dem ich mich da bewegen muss, um die Bestimmung über den eigenen Körper zu erhalten oder zu ermöglichen. Je kleiner die Kinder, um so feinere Sensoren bedarf es.

Gerne lese ich dazu, welche Fragen der heutige Beitrag bei dir aufwirft. Ich freue mich auch, wenn du diesen Beitrag teilst. Ich berate dich gern auf den verschlungenen Wegen der Kinder in eine selbstbestimmte und zufriedene Lebensart. Hier findest du meine Angebote.