Stell dir mal vor Bildung könnte mit Individualtät umgehen.

Stell dir mal vor Bildung könnte mit Individualtät umgehen.

 

Stell dir mal vor, Lernen wäre je individuell und es ginge beim Lernen, (auch in Schulen) um den einzelnen Schüler? Stell dir vor, jeder Schüler würde genau da abgeholt, wo er steht und in seinem je individuellen Prozess nicht kontrolliert und bewertet, sondern begleitet?
Eine Schülerin würde wahrnehmen, dass sie selbst eine Gestalterin wäre, nicht eine Person, die Weisungen entgegennimmt?

Stell dir nur mal vor, einem Schüler würde ermöglicht, dass er entlang der eignen Fragestellungen im Leben lernen könnte. Mal Angenommen er interessiert sich für Raumfahrt, das wäre sein inneren Motor, das was ihm ‚die Luft in die Reifen‘ gibt. Wenn er diesem seinem Antrieb folgen könnte, wäre er zufrieden und würde alles lernen, was ihm das Universum zuspielt. Stell dir darüberhinaus vor, er hätte die Freiheit nach einer gewissen Zeit seine Interessen zu ändern. Plötzlich würde er rausfinden, dass er sich nun mehr für Motoren interessiert.
Langsam würde er sich von dem ersten Feld lösen, dass ihn so sehr inspiriert hat und er würde sich nun diesem Feld widmen. Er würde sich über die Jahre eine unglaublich feines Netz an Wissen knüpfen und man müsste ihn nicht mal dazu antreiben. Ja, es wäre erst möglich, wenn Schule und Eltern nicht bewerten würden und keine Bild von dem hätten, was zu lernen wäre.

Stell dir nur mal vor, Lernprozesse wären im positiven miteinander verwoben. Es gäbe keine Erwachsenen ( Eltern / Lehrer), die miteinander konkurrieren und das Kind im Mittelpunkt stände.
Stell dir nur mal vor, die Schülerin könnte lernen, ohne das die Eltern am einen Ärmchen zerren und die Lehrer am anderen ? Die Erwachsenen hätten verstanden, dass Lernen sich einfach vollziehen könnte, wenn die ‚Pflanzerde‘ eine gute wäre. Eine, die schon alles an Nährstoffen hat, eine, die von Erwachsenen immer wieder aufgehackt und gelockert wird? Stell die vor, wir hätten verstanden, dass es ein gesundes Ökosystem braucht, vielschichtig, natürlich, eingebunden und verstanden? Ein wundersames Spiel zwischen Bindung/ Beziehung und Ablösung und wieder Bindung und Beziehung und wieder Ablösung?

Stell dir nur mal vor, Lernen wäre auch bei den älteren Kindern viel Praxis bezogener? So, wie bei den Kleinsten? Es würde eine Spielfeld für junge Erwachsene entstehen? Ein Feld, in dem sie forschen können uns sich ausprobieren können. Eine Struktur, die jungen Menschen erlaubt, in die Welt zu gehen, sich zu angemessener Zeit auch von den Eltern und ihren Vorstellungen zu entfernen? Ein Struktur, die sie in sich aufnehmen würde, wo sie sicher Schritt für Schritt eine größere Welt betreten könnten?

Widerstand gegen die Welt der Erwachsenen würde nicht so sehr im Vordergrund der jungen Menschen stehen, weil sie diesen nicht etablieren müssten, um gesehen und verstanden zu werden. Vielmehr hätten sie Gelegenheit diese Kräfte in Kooperation, Kreativität und ein neues Miteinander zu legen. Was für eine Welt könnte entstehen.

Ich stelle mir das alles vor und Vieles davon habe ich erfahren dürfen. Das ist ein Bild, dass ich von einer möglichen Zukunft des Lernens trage.

Stell dir vor, wie wunderbar das Lernen in einer solchen Zukunft sein könnte!


Brauchen unsere Kinder das wirklich? Ein kritischer Blick auf die von uns gestaltete Kinderwelt.

Brauchen unsere Kinder das wirklich? Ein kritischer Blick auf die von uns gestaltete Kinderwelt

 

Wenn du meine Arbeit schon eine Weile folgst, dann hast du sicher bemerkt, dass ich vielen Bewegungen im pädagogischen Feld sehr kritisch gegenüber stehe.

Uns Eltern wie Pädagogen wird ein Bild präsentiert, dass glaubhaft vermittelt, dass es gut und sinnvoll ist, all den Produkten und Angeboten zu folgen. Dann wird alles gut in der Familie.
Das Angebot ist riesig und die Möglichkeiten für ‚Selbstmedikamentierung‘ im System sind unerschöpflich.

Vordergründig möchten viele Angebote das Leben der Kinder oder der Familie erleichtern, hintergründig geht es darum, die Kinder passend zu machen. Angepasst sollen sie sich durch das aufgebaute System bewegen.

Das Netz ist voll von Angeboten, die dir alles anbieten. Von der gesunden Ernährung, die gerade hip ist, über hilfreiche Tips zum Suchtverhalten der Kinder im Netz, bis hin zu pädagogischen Lernspielen, damit Kinder noch schneller, noch besser…..
Tröpfchen mit der Bezeichnung ‚Leichter Lernen‘ kannst du ebenfalls kaufen.
In den letzten Jahren ist ein Riesenmarkt entstanden, der eines gemeinsam hat:

Kinder, wie Eltern sind mangelhaft und können ganz sicher durch dieses und jenes verbessert werden.

Es ist der Eindruck entstanden, also ob Eltern wie Kinder nur ein wenig links oder rechts korrigiert werden müssten, dann würde schon alles besser laufen.

Ein nicht enden wollendes Rennen um bessere Kinder / Familien entsteht. Der Optimierungswahn ist uns so vertraut, dass wir das ganze Spiel nicht einmal mehr hinterfragen.

Gesunde Kinder zeigen uns ihre ‚Störungen‘ und wir tun alles, um sie durch unsere Versuche in ein System zu integrieren, was diese ‚Störungen‘ letztendlich verursacht hat.

Ein unglaubliche Maschinerie.

Unser Taumel durch Geschäftigkeit und Hetze als Erwachsene ist so groß, dass wir vermutlich kaum Energie haben, um dieses Hamsterrad der Optimierung in der Familie kritisch zu hinterfragen. Ich bin sicher, dass bei vielen auch keine Kraft da ist, um das Rad anzuhalten.

Ein Großteil der Probleme, die wir mit Kindern haben, ob zu Hause oder in der Einrichtung (man beachte das Wort) sind nicht den Menschen selbst geschuldet, sondern einem nicht artgerechten Leben. Das drückt sich sehr unterschiedlich aus.

Das System, in das wir unsere Kinder ‚einzupassen‘ suchen ist auf vielen Ebenen zerstörerisch und krank machend. Familien leiden.

Wir Erwachsenen nehmen viel Geld, Zeit und ein immer währendes Gefühl der Unzulänglichkeit in Kauf, um vermeintlich Erleichterung oder Besserung zu erwirken.

Einige Menschen beginnen damit, sich in gewisser Weise zu entspannen, durchzuatmen, gängige Gedanken und Herangehensweisen zu hinterfragen.

Beginnst du dann langsam dich quer zustellen und deine Kinder zu schützen, bekommst du eine eine Menge Gegenwind.

Was hilft ist, sich immer wieder mit den Vorstellungen zu verbinden, wie du eigentlich mit der Familie leben möchtest? Was sind Werte, die du den Kindern vermitteln möchtest? Was wäre für euch passend?

Irgendwo zwischen einem völlig überdrehten Familienalltag und diesem Sonntag, bei schönem Wetter, an dem ihr eigentlich nichts vor habt und einfach so in den Tag leben könnt…

…irgendwo dazwischen liegt das Familienleben oder Leben in gewählter Gemeinschaft, was eigentlich gedeihlich für die Kinder wäre.
Kinder heute benötigen oftmals das Gegenteil von dem, was wir mit viel Mühe für sie hervorzubringen suchen.

Wie so oft, braucht es andere Dinge, als man denkt. Nicht unbedingt die marktschreierischen Angebote, die dir alles versprechen und man sich weiterhin im Kreis dreht.

Manchmal sind es nur ein paar wertvolle Gedanken oder ein Richtungswechsel, der gedeihlich ist. Das ganze Gezappel darf sich beruhigen und selbstbestimmte Werte, können dann an ihren Platz rücken. Das ist ganz gewiss nicht leicht, aber mit Sicherheit heilsam für viele Kinder mit ihren Familien.

Bitte schreib hier oder mir persönlich. Ich und andere lesen gerne deine Gedanken dazu.


Jungs, lernen anders. Von der kreativen Kraft der Zerstörung.

Jungs, lernen anders. Von der kreativen Kraft der Zerstörung.

 

Einer meiner Söhne hat gestern diese XXL Streichhölzer auf der Fensterbank entdeckt. Inzwischen, die Kinder sind groß, kann ich sie in der Tat irgendwo liegen lassen.

Er sieht die Hölzer, drückt mit einigen Worten und dieser ganz bestimmten Stimmlage sein Interesse an den Riesendingern aus.
Nur Sekunden später sehe ich ihn auf dem Sessel sitzen und er fackelt das lange, dünne Hölzchen ab.
Er beobachtet genau, was passiert. Das lange Zündholz dreht sich ein, wie interessant für ihn. Seine Interesse entnehme ich einer Bemerkung, die er eher beiläufig macht, während er ganz vertieft mit dem Feuer konferiert.
Sekunden später steht er auf und geht. Geraume Zeit danach finde ich dieses abgefackelte, verdrehte Hölzchen auf meinem Küchentisch wieder. Dort wurde es abgelegt, das Leben geht weiter.

Ich habe sechs Kinder, drei Jungen und drei Mädchen. Das hat mir über Jahrzehnte die Gelegenheit gegeben, zu beobachten, wie unterschiedlich sie ‚verdrahtet‘ sind. Bitte verzeih’ diese etwas technische Formulierung.

Ich kann dir gar nicht sagen, wieviele Kugelschreiber ich in den letzten Jahrzehnten habe wegschmeissen müssen. Die Müllberge dieser Welt sind alleine durch die inneren Forschungsaufträge der Jungs gestiegen.

Sie finden einen Kugelschreiber und er muss sofort in seine Einzelteile zerlegt werden. Man muss dort hinein schauen und ergründen, wie das Ding funktioniert. Diese Kugelschreiber werden aufgeschraubt und im einen oder anderen Fall springt dann die Feder heraus und wird nie wieder gesehen.
Das wars.
Das reicht aber nicht, denn irgendwann liegt da dieser andere Schreiber, der etwas anders zu funktionieren scheint. Natürlich muss dieser auch geöffnet werden, denn er hat vermutlich eine ganz andere Technik? Was da wohl anderes ist?

Alles muss in seine Einzelteile zerlegt werden.

Bei den Kleinsten wird der Schrank ausgeräumt, der Mülleimer untersucht, die Handtasche. Etwas später der Kugelschreiber, dann die Hausgeräte, die zerlegt werden.
Danach wird der Computer aufgeschraubt. Gefolgt vom Motor des Rasenmähers. Wenn sie Glück haben, hat Mutter auch ein altes Moped im Schuppen stehen. Hier muss man den Motor zerlegen und zig mal ein und ausbauen, vielleicht kann man etwas mehr Leistung heraus kitzeln?

Aus der Sicht einer manchmal mehr, manchmal weniger verzweifelten Mutter versuche ich dir die Einzigartigkeit von Jungs zu beschreiben. Sie sind so oft damit beschäftigt, diese Welt in ihrer Tiefe zu ergründen. Sie wollen wissen, wie etwas funktioniert. Sie zerlegen und ergründen. So forschen sie.
Und was sie mit Sicherheit auch benötigen sind ganz fixe und allezeit aufmerksame Schutzengel. Bei diesen unsichtbaren Helfern habe ich mich schon viele male bedankt, das kannst du mir glauben.

Und auch heute komme ich zu dem Schluss, das Jungs (heute beipielhaft in den Vordergrund gestellt) in unserem gegenwärtigen Bildungssystem extrem behindert werden ihren ‚Lebenslernfaden’ aufzugreifen und zu bespielen.

Jungs, (wie Mädchen) bräuchten in bestimmten Fällen ganz andere Umgebungen, um wirklich lernen zu können, wie es aus ihnen heraus kommen möchte.

Auch diesen Betrag habe ich geschrieben, damit die Einzigartigkeit der jungen Menschen nicht im Einheitsbrei der allgemeinen Vorstellung vom Lernen verloren geht.
Bei all den derzeitigen Bestrebungen hin zur ‚Gleichmacherei’ darf die Einzigartigkeit eines jeden jungen Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
Wir sind nun mal Individuen und benötigen daher auch je individuelle Dinge, um uns optimal zu entfalten.

„Je individuelle Dinge“ kann ich dir auch mit meiner Beratung im Leben mit Kindern anbieten. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.


Ein Loblied an das Nichtwissen. So frei wie Kinder lernen (könnten)

Ein Loblied an das Nichtwissen. So frei wie Kinder lernen (könnten)

 

 

 

Kleine Kinder haben keinerlei Problem mit alldem, was sie nicht wissen. Sie gehen vollkommen in ihrer Forschungswelt auf und alles, was sie nicht wissen, hat in jeder weiteren Sekunde keinerlei Bedeutung für sie. Sie hangeln sich am Nichtwissen entlang, alles was sie noch nicht wissen, bewerten sie nicht. Wie toll ist das denn!

Irgendwann auf dem Weg sind die Erwachsenen Jene, die damit beginnen, ob bewusst oder unbewusst, diese tolle Lernwelt der Kinder zu verstellen.
Ganz plötzlich bekommt all das, was wir als Mensch nicht wissen eine überbordende Bedeutung.

In kleinen, kaum wahrnehmbaren Schrittchen pflanzen wir diesen unsäglichen Gedanken, dass es wichtig sei, viel, wenn nicht alles zu wissen.

Fortan rennt jeder Mensch wie ein Esel der Möhre hinterher. Wir haben damit das Rennen um das große Wissen begonnen. Ein Rennen, dass wir vermutlich nicht gewinnen können.
Ein Riesen Geschäft ist aus dem entstanden, was es angeblich (noch ) zu wissen gilt.
Dabei liegt ein wesentlicher Kern der Zufriedenheit und des Friedens darin begründet, anzuerkennen, dass man nicht alles weiß.

Nichtwissen ist ein wesentlicher Aspekt des Menschseins und wir täten gut daran, Kindern nicht unaufhörlich das Gefühl zu geben, dass sie sich auf einer Rennstrecke befinden.

Es gibt inzwischen so unermesslich viel zu wissen, was angeblich wichtig wäre.
Ich denke, es wäre wichtiger dem Ruhen und Wachsen im Nichtwissen, wie es die Kleinsten hatten, wieder Bedeutung zu geben.
Wer, wenn nicht die Kleinsten, mit ihrer unnachahmlichen Art, sind die wahren Meister im Erlangen von wertvollem Wissen. Ein Vertrauen in der Erkenntnis, dass alles zu seiner Zeit bei dir ist.

 

Ich helfe Erwachsenen dieses unerschütterliche Vertrauen in die Kinder aufzubauen, das  Familien durch die Unwägbarkeiten des derzeitigen Bildungswegs junger Menschen trägt. Es ist die Kraft der Erwachsenen ( Eltern wie Pädagogen ), die die Kinder tragen und stärken kann, auch wenn sie an vielen Orten noch lange nicht in den Bildungsstukturen leben können, die ihr Menschenrecht ist. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.

Foto:susana coutinho/unsplash


Warum wir das Recht auf Kindheit nicht verwirken dürfen.

Uta Henrich (1)Warum wir das Recht auf Kindheit nicht verwirken dürfen.

Tja, irgendwie ist es unterwegs verloren gegangen, dass die Kinder ein Recht auf ihre Kindheit haben. Vor einigen Tagen hatte ich in einem Text im Internet von ‚unseren Kindern‘ geschrieben und ein Leser hatte mich umgehend darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht unsere Kinder sind, sondern die Kinder sich selbst gehören. Ja, er hatte Recht damit. Ich wollte zwar etwas Bestimmtes damit zum Ausdruck bringen, aber ja - ich habe verstanden, was er meinte. Umgehend kam mir der Text von Kahlil Gibran in den Sinn. Du kennst ihn sicherlich, aber es lohnt sich immer und immer wieder ihn zu lesen.

 

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein; denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.
Khalil Gibran
(geb. 1883 gest. 1931) libanesisch-amerikanischer Dichter
(aus: Der Prophet)

In diesen Zeiten vergessen wir nur all zu schnell, dass die Kindheit ein Persönlichkeitsrecht ist.
Was haben wir daraus gemacht?

Irgendwie haben wir die Idee gebildet, dass diese Kindheit in einem Blitztempo zu durchlaufen sei. Alles wird organisiert und getaktet. Und wir haben auch glaubwürdige Erklärungen dafür heranzogen.

Die meisten Erklärungen haben etwas mit Arbeit und Beruf zu tun.

Sowohl bezogen auf den Fakt, dass wir als Eltern ja arbeiten müssen, damit….,
als auch auf die Idee, dass die Kinder eine straffe Ausbildung benötigen, damit….
Auf eine eigentümliche Art verschwindet das Natürliche an der Kindheit, dass, was man nicht so leicht in Worte fassen kann. Das, was sich nicht organisieren lässt, das was seine eigen Zeit erfordert, das, was träumen und spielen will, das was sich nicht messen lässt - du verstehst bestimmt.

Mir scheint, dass wir überall Leistung, Konkurrenz, Anforderungen, Bedingungen, Erfordernisse und Druck sehen, mit dem wir zu rechtfertigen suchen, dass wir diese Kindheit in die Hand nehmen und organisieren und optimieren und ausrichten müssen.
Zu viel im Leben der Kinder orientiert sich am Thema Schule, Beruf und einer bestimmten Art erfolgreich zu sein. Mir geht hier das Individuelle verloren, das Einzigartige, das, was im Kinde verborgen ist und was sich aus sich selbst heraus zum Ausdruck bringen möchte. Dieses ‚Etwas‘ wird von Strukturen, Plänen und sich immer schneller drehenden angeblichen Erfordernissen aufgefressen.

Wir tun so, als ob diese Kindheit eine Art Vorspiel des eigentlich ‚wahren’ Lebens als Erwachsener sei.

Mir scheint hier die Frage angebracht, ob es nicht an der Zeit sein könnte, dass du für dich als Eltern heraus findest, wo in diesem ganzen Spiel du dich aufstellen möchtest.
Gehörst du zu den Eltern, die den Kindern ihre Kindheit erhalten möchte, die Umgebungen kreieren, in denen Kinder Kind sein dürfen oder gehörst du zu den Eltern, die in die Kita laufen und sich hier sogleich erkundigen, ob hier Chinesisch schon in der Vorschule angeboten wird. Wo in diesem Spannungsfeld würdest du dich sehen und warum?

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*Wenn du dich für meinen Newsletter einträgst erhältst du meine News direkt in dein Emailfach. Derzeit schreibe ich sehr unregelmäßig. Es kann also gut möglich sein, dass etwas Zeit vergeht, bis du von mir liest. Neben Informationen und Inspirationen rund um das wundersame Lernen und wundersameVerLernen, weise ich auf meine Beratung, meine Seminare, Einzelbehandlungen, meine Möglichkeiten für Übernachtung in der Mühle sowie aktuelle Angebote hin.


Dem allen zu Grunde liegt in meinen Augen eine verständliche Verunsicherung und in manchen Fällen auch Angst der Eltern. Wir selbst sind ja auch durch unsere eigenen Geschichten gegangen und wollen im Grunde nur gut.
Was aber fehlt, ist eine Menge Selbstvertrauen, Stärke und vor allem Mut, damit wir den Kindern ein Stück von dem zurückgeben können, was ihnen eigentlich gehört.
Für mich ist dieses Recht auf die eigene, möglichst unverstellte Kindheit von so unermesslicher Bedeutung, weil sie für mich genau die Basis ist, die Kinder benötigen, um in ihren Zeiten kraftvoll die Erfordernisse ihrer Zeit bewältigen zu können. Sie ist im Grunde die tragende Kraft, die sie benötigen, um die Herausforderungen ihrer Generation stemmen zu können.

Sprich mit anderen Erwachsenen, lies Biographien und du wirst herausfinden, dass es ganz individuelle Dinge waren, die die Einzelpersonen in schwierigen Zeiten gestärkt haben. Es waren solche Dinge, wie der besondere Kontakt zu dieser Großmutter, oder die Begegnung mit jenem Menschen, oder ein Gegenstand, den man von jemanden bekommen hat. Oder eine besonders schwierige Situation oder Krankheit, die man schon in der Kindheit stemmen musste. Ich wette, in vielen Fällen, war es nicht die Fremdsprache in der Vorschule oder das Abitur. Es waren Begegnungen, Beziehungen oder Ereignisse, die den Erwachsenen auf lange Sicht die Kraft gegeben haben, dass sie etwas schaffen und daraus gestärkt hervorgehen.
Ich will das Augenmerk in Erziehung und Lernen wieder mehr auf die Persönlichkeit der Kinder richten und die kann sich nun mal besser entfalten, wenn die Kinder ihr Recht auf ihre Kindheit behalten dürfen, denn darin liegt für sie ein unermesslicher Schatz verborgen.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupéry

Bitte nimm meinen Text hier zum Anlass und finde heraus, was eigentlich du gerne in deinem Kind stärken und erhalten möchtest. Wo vertraust du und wo selbst bist du heute verunsichert und kannst selbst eine gute Unterstützung benötigen. Wenn das der Fall ist, dann ruf mich einfach an.

Ich stärke Eltern, ihren Weg mit den Kindern selbstbestimmt und freudvoll zu gehen und unterstütze in dem Spannungsfeld, indem sie jeweils unterwegs sind.

In diesem Zusammenhang schau dir bitte meine Angebote offline oder online an. Hier kannst du Kontakt mit mir aufnehmen.