Pädagogischer Tag auf der Mühle

IMG_3544Pädagogischer Tag auf der Mühle

Eine weitere Teamsitzung für Pädagogen auf der Mühle, dem Ort für Entfaltung. Auch gestern trafen sich wieder einige Pädagogen und Erzieher auf der Mühle, um in dieser besonderen Atmosphäre ihre Visionen und Themen im Leben mit Kindern voran zu bringen. Arbeit und Entspannung, gutes Essen und wohlige Atmosphäre konnten zusammen fließen. Es hat mir Freude bereitet, diese Art von „produktiver Entspannung“ zu begleiten. Danke!

 

 

 

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In Wohlgefühl baden...noch mal…noch mal

111127 (177)In Wohlgefühl baden ….noch mal….noch mal….noch mal …

Kennst du das? Du spielst mit deinem Kind und es fragt unaufhörlich  , dass ihr das Spiel wiederholt. Oh, das hat gut getan und Spass gemacht…..noch mal!

Wie mit einem  Schalter betätigt das Kind gemeinsam mit dir sein inneres Drogenlabor (vielleicht auch deines), damit ohne Ende genau diese Hormone ausschüttet, die das Nervensystem in Wohlgefühl baden. Diesen Drogencocktail benötigen die Kinder zum gesunden Lernen und wachsen.

Mit Angst, Druck und Stress werden ganz andere Hormone im internen Drogenlabor ausgeschüttet. All zu sehr sind wir diese Hormone „gewohnt“ , merken nicht mehr den feinen, zufriedenen Geist , der offen ist und wachsen will, der still sein kann und aktiv zu gleichen Zeit.

Das innere Wohlgefühl , dass unser Geist zum Lernen und wachsen benötigt, wo ist es hin?

Wie können wir dafür sorgen, dass Kinder sich wohl fühlen? Wie kann ich für mich sorgen?

Diese Fragen erscheinen so verdammt zweitrangig, wo doch zuerst mal der Ernst des Lebens betrachtet sein will.  Haben wir doch alle ganz andere Probleme  im Umgang  mit Kindern, Schulprobleme, Zwistigkeiten, Trennungen und Ökonomische Herausforderungen?

Und doch sind das für mich die wesentlichen Fragestellungen, die Grundlage, die Basis für eine Lern- und Entwicklungskultur die dem gesunden Wachstum der Kinder dient.

Spass, Freude, nach oben gezogene Mundwinkel, wenn das gute Voraussetzungen für Lernen sind, dann frage ich mich, was Erwachsene wohl tun müssten, damit sie mit Kindern immer wieder über diese magische Lernbrücke wandeln können.

Gerne lese ich deine Ideen und Anregungen dazu?

Dazu gefällt mir auch dieser schöne kleine Film (3,5 min) :

http://www.dailymotion.com/video/x150edx_wollen-wir-tanzen-bailamos-deutsche-untertitel_shortfilms

 

 


Was ich möchte bezüglich Lernen....

IMG_2796Was ich möchte bezüglich Lernen, Erziehung,  Eltern und Pädagogen ?

Lernen  als „Grundnahrungsmittel“  und Nahrung für die Seele.

Ich möchte Begegnungen, die uns verbinden. Ich möchte einen Lern- und Erfahrungsraum öffnen, der sich langsam über „richtig“ und „falsch“ erhebt. Ich möchte stärkende und nährende Begegnungen. Ich möchte Möglichkeiten schaffen über den Tellerrand zu schauen. Ich möchte, dass Kinder mit ihren individuellen, einzigartigen Fähigkeiten gesehen werden. Ich möchte ein sicheres Treppengeländer bieten, um menschengerechtes Lernen zu ermöglichen. ich möchte mehr zu Tage bringen von dem, was bezüglich der Entwicklung des menschlichen Geistes möglich ist….Das und noch viel mehr will ich….und ich freue mich über Kontakt zu jedem, der das auch mit erforschen und voran bringen möchte ….Ich freue mich auf deine Bemerkungen und Anregungen auf dieser Seite oder wir sehen uns am kommenden Samstag zum Tagesworkshop, nähere Info siehe unter:

https://wundersameslernen.de/termine/


...wie wunderbar (anstrengend), oder?

IMG_3377EIGENartige  Kinder, wie wunderbar („anstrengend“), oder?

Kennst du das auch? Dein erstes Kind ist ja so anders als dein zweites Kind. Das erste Kind ist still, das zweite ist laut und aufgedreht. Das erste mag kein Fleisch, das zweite Kind liebt Fleisch. Das erste Kind ist organisiert und aufgeräumt, das zweite verwandelt seine Umgebung in Chaos.

Das erste Kind hat keine Schulschwierigkeit, flutscht da überall problemlos durch und du verstehst überhaupt nicht, warum so viele Eltern einen solchen Wind über das Thema Schule machen. Mit dem zweiten Kind wird das Thema Schule nun zu einer echten Herausforderung in deiner Familie.

Du stehst in dem ganzen Gewirr und fragst dich, was du wohl falsch gemacht hast?

Was wäre, wenn das alles so bestens wäre und du gar nichts falsch gemacht hast und das Bonbon für dich an einer anderen Stelle zu finden wäre?

Was wäre, wenn es das gute und das schlechte Kind nicht gäbe?

Was wäre, wenn es gar nicht darum ginge diese Kinder zu vergleichen und sie uns Erwachsenen anzugleichen?

Was wäre, wenn es genau diese EIGENartige  Kindermischung bräuchte, um uns Erwachsenen darauf aufmerksam zu machen, das die Kinder ihre eigene „destination“ haben, die wir Eltern schon mal gar nicht einsehen können?

Was wäre, wenn wir den Kindern in einem möglichst großen Umfang die Freiheit geben könnten, sie selbst zu sein?

EigenARTig ?

Ich lade dich ein diese Fragen zu untersuchen und du wirst feststellen, welchen entspannenden Effekt, das auf deine Alltagssituation in deiner Familie hat.

Wenn du das vertiefen möchtest und auf diesem besonderen Weg zu Entspannung in deiner Familiensituation beitragen möchtest, dann lade ich dich zu einer dazu passenden Veranstaltung hier auf der Mühle ein.

 

Tagesworkshop :EIGENartige Kinder - EIGENartige Erziehung, So 30.03.14   10-17 Uhr

nähere Info, siehe link unten:

https://wundersameslernen.de/termine/

 


Konsum und Kids

Clara 1.2 jpg.Was Kinder eigentlich lernen, wenn sie pausenlos mit Informationen gefüttert werden, ist  in jeder Hinsicht Konsum. Fragst du dich auch, wo das noch enden soll mit dem Konsumrausch im Umgang mit Kindern? Ist es möglich, dass wir die Kinder mit Informationen füttern, die sie in der Form längst nicht mehr benötigen?  Ist es möglich, dass Konsumieren erlernt ist?

Wir bringen den Kindern von Klein auf bei, dass die Aufnahme von Information sehr wichtig sei und wir haben (noch schlimmer) die Vorstellung, dass dies Lernen sei. Damit verramschen wir den fabelhaften Geist der Kinder und limitieren damit von Anfang an deren Möglichkeiten ihre eigentlichen, menschlichen Fähigkeiten heran zu bilden.

Kinder sollen ständig Informationen konsumieren. Sie werden in häuslicher Umgebung, Kindergarten, Schule, in den Medien ohne Unterlass mit Input gefüttert. Sie werden gelehrt Konsument zu sein. Sie werden gelehrt Verbraucher zu sein. Wir verbrauchen die Welt.

Wie man wirklich lernt? Wie man den menschlichen Geist heranbildet, die Tugenden von helfen, teilen, geben, heilen, Mitgefühl zeigen etc., heranbildet ist uns der Zeit abhanden bekommen.

- Was können wir als Erwachsene tun, um Kindern ihr volles Potential zu ermöglichen ?

-Was ist das überhaupt?

Wundersames Lernen bietet ein Gegengewicht, möchte informieren, aufwecken, sinnvolle Fragestellungen für Erwachsene untersuchen.

-Wie siehst du dich und deine Kinder in den Konsum Fragen?

-Was kosten die Weihnachtsgeschenke deiner Kinder?

-Hat dir dein Kind einmal gesagt, dass es eigentlich alles hat und nichts benötigt?

 

 


Immer Ergebnisse produzieren müssen.

Wie wir Kindern Lernen „aus trichtern“.

Digital StillCameraDie Tätigkeiten der Kleinkinder und Kinder sind sich selbst genug. Wenn kleine Kinder spielen und schöpfen dürfen, ist ihr Schaffen in der Regel nicht ergebnisorientiert. Es ist sich selbst genug. Der Wert dieser schöpferischen Momente liegt im Jetzt-Moment, im nächsten Jetzt-Moment, Jetztzeit-Moment, Jetzt-Moment, Jetzt-Moment, Jetzt-Moment, Jetzt-Moment, Jetzt-Moment, Jetzt-Moment….

Dieses Sein dürfen, was ihr alle kennt, wenn ihr die Kinder beim Spielen beobachtet, ist Nahrung für die Seele, ist Leben, ist Lernen.

Das Element der Selbststeuerung wird, wenn wir es zulassen, zum wesentlichen Teil des Lernens. 

Worin liegt also der Wert, für Mama und Papa bestimmte Bastelarbeiten herstellen zu sollen? Ah, die Kinder sollen erlernen Stifte und Scheren zu benutzen? Sie sollen lernen kreativ zu sein? Wir sollen sie beschäftigen, damit sie etwas lernen? Sie sollen…… Sie sollen…..Doch leider lässt sich so Vieles nicht in der Art erlernen, wie wir Erwachsenen uns das immer so pädagogisch wertvoll ausgedacht haben. Kreativität kann sich nur entfalten, wenn sie aus dem eigenen, inneren Antrieb des Kindes entsteht, wenn das Kind seinen eigenen Fragestellungen und Ideen folgen kann. Ganz nebenbei ist das Kind dann auch zu 100% konzentriert, denn das kann es auch nicht „lernen“.

Damit Kinder ihr volles Potential auch nur ansatzweise entfalten können, ist es in meinen Augen erforderlich, dass wir Erwachsenen komplett umlernen müssen. Es bedeutet Erfahrungsfelder für Kinder zu schaffen, in denen sie spielen und sein dürfen unzensiert und freudvoll und Erwachsene, die das ebenfalls zu großen Teilen leben. Die sogenannten Ergebnisse, die sie produzieren sind den Kindern von Bedeutung, du kannst ihren Wert für dich nicht unbedingt erkennen. Hast du schon einmal etwas in den Mülleimer geworfen, was du für unwichtig gehalten hast, deinem Kind war es sehr wichtig?

Erwachsene können wieder lernen diese schöpferische Spiel der Kinder als permanenten Lernprozess wahrzunehmen und gemeinsam mit ihnen in diesen nährenden Momenten zu baden. Denn gerade diese sind es, die Groß und Klein gut tun.

Beobachte einmal, wie oft am Tag du diese schöpferischen Prozesse, die insbesondere auch in ganz ruhigen, stillen und verträumten Momenten, stattfinden können störst, oder unterbrechen musst?  Welchen Wert gibst du den Tätigkeiten deines Kindes? Was erachtest du als wichtig oder unwichtig? Woran bemisst du das?

Welche Momente an einem Tag nähren dich? Wann genau bist du in deinem Element?

 

Hier findest du Informationen zum nächsten 'Schlaf mal drüber – WundersamesLernen-Camp' im Oktober. Ich finde es klasse, wenn du dabei bist.

 

 


Pflaumenmus kochen

oder Lernen entfaltet sich aus der Beziehung und im „unsichtbaren“ Raum zwischen Menschen (oder Tieren)

Jul (7) möchte Pflaumenmus herstellen und fragt mich, ob ich ihm helfen würde Pflaumen zu pflücken. Soeben waren wir bereits am Baum und die guten Pflaumen waren nicht mehr in   Reichweite. Er organisierte Werkzeuge, mit deren Hilfe wir Äste zu uns herunter ziehen konnten.

Schnell waren die Jackentaschen angefüllt und wir gingen ins Haus, um Pflaumenmus für das Abendessen zu kochen, dachte ich?

Er nun wollte die Pflaumen nehmen und zermatschen. Vor meinem geistigen Auge gab es Milchreis mit warmem Pflaumenmus.

Das war ein sehr brisanter Moment, denn das Projekt wäre für ihn an dieser Stelle zu Ende gewesen, wenn ich ihm mit seinem Vorhaben an dieser Stelle keinen Raum gegeben hätte. Auch er hatte ein konkretes Bild von Pflaumenmus. Er verfolgte die Idee seines Pflaumenmuses, ich die meine.

Meine Frage lautete also:

„Ok, wie viel Pflaumen benötigst du, alle?“

„Nein,“ war seine Antwort, „...nur ein paar“

Er nahm sich also die Pflaumen, ich durfte nicht zuschauen, will dir aber an dieser Stelle schildern, was nun geschehen ist.

Mit allerhand Gerät aus meiner Küche wurde versucht dieses Obst zu zermatschen, dann wurde Pfeffer, Salz, Schokolade, Brause dazu gefügt, ich will nicht genau wissen, was sonst noch...

Ich unterdessen koche Milchreis mit Pflaumenmus. Wir sind beide in unseren Vorhaben tätig.
Nach ca. 30 min deckt er den Tisch, wir stellen alles Essen auf den Tisch und essen zu Abend.

Er meinte, dass es eigentlich ganz lecker schmecken würde, verzieht dabei kräftig das Gesicht, ich esse auch von seinem Gericht, verziehe auch ein wenig meine Mundwinkel und wir haben unseren Spaß.

Warum erzähle ich dir diese kleine Geschichte:

Nun -, sie soll verdeutlichen, dass wir an jedem Tag, zu jeder Minute mit den Kindern die Gelegenheit haben, die Beziehungen und die grandiosen Lernmomente für Erwachsen und Kinder zu sabotieren, indem ich nur Raum für meinen Pflaumenmus gebe, indem ich in Konzepten stecken bleibe (mit Essen spielt man nicht...), oder diese kleinen Anregungen und Ideen der Kinder für nicht wichtig halte. Das, was ich Lernen nenne, geschieht aus diesen wundersamen „Jetzt“-Momenten mit den Kindern.

So oft es mir in den stressigen und durchorganisierten Zeiten möglich ist, gebe ich Raum für diese Arten von Miteinander, die Kinder  und mich nähren, denn ich weiß, dass genau das Lernen ist. Und ganz neben bei, quasi unmerklich, lernen sie zu kochen oder was auch immer sie lernen müssen....

Zu welchen Situationen in deinem Alltag hättest du Gelegenheit den Konzepten deines Kindes Raum zu geben?

Ist das wohl auch mit einem Säugling oder Kleinkind möglich?

Ist Beziehung und Lernen dieser Art überhaupt möglich, in meinem stressigen und durchgeplanten Alltag?

Uta Henrich Oktober 2013
www.wundersameslernen.de