Übersexualisierung effektiv entgegen wirken

11896349_937031769687908_2993832890506306555_oWie du von klein auf der Übersexualisierung deiner Tochter entgegen wirken kannst.

Es ist eben nicht so ganz egal, was du zum Anziehen kaufst und welche Brotdose deine Tochter für den Kindergarten hat. Du findest es vielleicht total süß, wenn deine kleine Tochter in die ‚Rosa‘ Zeit kommt und die Prinzessin Lilly Fee Phase beginnt, wenn sie Barbie Puppen sammeln und dieses und jene Klamotte haben wollen, weil ein sexy Star sie trägt. Wenn sie ein Schulmäppchen mögen, weil alle anderen das auch haben. Wenn sie schon mit 3 beginnen wollen sich die Fußnägel zu lackieren, oder sich mit 7 die Haare färben wollen.

Durch diese Zeiten bin ich mit allen meinen Töchtern gegangen, aber ich war auch achtsam, ich habe das auch kritisch gesehen, aus meiner heutigen Sicht vielleicht auch ein wenig zu kritisch.  Oder vielleicht doch nicht?

Wenn wir als Mütter nicht sehr achtsam und bewusst sind in dieser Zeit, dann lernen unsere  kleinen Töchter  von klein auf schon folgendes:

  • Du benötigst ganz tolle Klamotten, genau wie dieser Star, dann erst bist du gut.
  • Dein Aussehen und Körpergewicht ist das aller wichtigste an dir.
  • Dein Körper ist nie gut genug in seiner natürlichen und einzigartigen Form.
  • Du musst auf eine ganz bestimmte Art und Weise aussehen, bestimmte Dinge haben, um dazu zu gehören.
  • Sex ist etwas, dass du eintauscht für Zugehörigkeit, Liebe und Macht. (siehe die übersexualisierten Kinderklamotten und das Aussehen der Puppen…)

Sie lernen es nicht nur durch unsere Anschaffungen und „Selbstverständlichkeiten“, die sie im TV und den anderen Medien wahrnehmen, sondern auch auch in ihrer Wahrnehmung der eigenen Mutter. Hören sie mich über mein Körpergewicht jammern? Nehmen sie wahr, dass ich meinen Körper wertschätze und achte?  Können sie eintauchen, in eine natürliche Selbstverständlichkeit von Körperlichkeit, oder ist da immer ein tool oder ein Ding oder eine Notwendigkeit vorgeschaltet, die der Körper benötigt, um angemessen, geliebt und wertgeschätzt zu sein: „Wie süß du in diesem Kleidchen aussiehst“?

Wie kannst du deine kleinen Töchter stärken, damit sie kraftvoll bei sich bleiben können, während sie von den Medien als großer Markt ins Visier genommen werden?

  • Im Alter 0-2 halte ich es für besonders Wichtig, dass sie erfahren können, dass sie geliebt sind,  so wie sie sind. Achte auf neutrale, zweckmäßige und bequeme Kleidung. Mache sie nicht zum verlängerten Arm deines Modebewusstseins. In dieser Zeit, ist es von großer Bedeutung sich sicher mit sich selbst zu fühlen und nicht von Erwachsnen auf eine Bühne gestellt zu werden.
  • Im Alter von 2-5 heisst das Stichwort Erfahrungen machen dürfen, den eigenen Körper erfahren dürfen durch Bewegung, Freies Spielen, Klettern, in Matsch hopsen, sich schmutzig machen dürfen. Das Bewusstsein und die Achtsamkeit der Erwachsenen entscheidet schon hier so früh über die eigene Selbstwahrnehmung und Wertschätzung des eigenen, natürlichen Körpers und nicht der Hülle, die wir darüber stülpen, um etwas zum Ausdruck zu bringen.
  • Im Alter 5-10 spielen die Freude eine vermehrte Rolle und schon hier zeigt sich, ob dein Kind sein Eigenbild leben darf und kann, oder ob es der Masse folgt, um sich dazu gehörig zu fühlen. Es spielt eine große Rolle, wie du für deine Tochter da bist, wenn sie hin und her fallen zwischen zur Masse gehören wollen und ihren eigenen Stil entwickeln dürfen. Eine sehr  wertvolle Zeit, die längst schon darüber entscheidet, wie sie ihre eigenen Vorstellungen leben, wenn sie dann später Jugendliche sind.
  • indem ich Bewusstheit darüber entwickele, wie und ob ich mich achte und wertschätze. Die Töchter nehmen sehr genau wahr, wie ich mich selbst wohlwollend betrachte.

Hast du je darüber nachgedacht, dass du in deiner Familie schon von Anfang den Samen legst, welches Bild deine Tochter von sich selbst trägt, wenn sie dann mal Jugendliche ist?

Durch meine Impulse möchte ich immer wieder darauf aufmerksam machen, wie unsere Kinder lernen und wie wichtig es für uns Eltern und Pädagogen ist, die Augen zu öffnen und zu erkennen, dass die Kinder so viel zwischen den Zeilen lernen, während wir meinen ihre Ausbildungen zu gestalten. Was für ein Irrsinn!

Hier ist ein kleiner Film von einer Frau in Tasmanien, die eher aus Versehen eine  Bewegung losgetreten hat. Sie hat aus einer Leidenschaft heraus alte Puppen erworben und dann die Schminke und die Kleidung ersetzt. Sie hat auf ihre Art der Übersexualisierung von Kindern entgegen gewirkt. Ich finde das inspirierend und interessant. Schau dir an, welche Wirkung die Puppen vorher und nachher haben und entscheide, welche Wirkung das Spielzeug hat, dass deine Tochter hat? Wie unterstützt du die Selbstwahrnehmung deiner Tochter? Welches Bild von deiner Tochter trägst du in dir, wenn  du daran denkst, dass sie groß ist? Wie siehst du sie? Durch welche deiner Entscheidungen unterstützt du welches Bild.  Wie gehst du mit dem Thema um?

https://youtu.be/lG-7e1vaB18

Wenn ich die Zeit noch einmal zurück schrauben könnte, dann würde ich heute noch mehr Wert auf noch achtsamere und wertschätzendere Körperberührungen legen. Ich würde noch mehr Ruhe und Stille einbringen. Ich würde selbst mehr Spaß und Freude in Bewegung und Berührung mit den Mädels teilen. Ich würde mehr mit den Kindern tanzen und lachen. Ich würde den Körper bunt bemalen. Ich würde mehr Spass, Genuss und Freude teilen?

Ich würde  Angst und Sorge und Ablehnung bezüglich des eigenen Körpers in Spass und Freude und Wertschätzung verwandeln.

Was würdest du tun, um deinem Kind ein gesundes und freudvolles Körpergefühl zu erhalten?

 

Ich freue mich, wenn du dich gleich auf dieser Seite in meinen Newsletter einträgst. Mir ist es ein Anliegen zu inspirieren und Impulse zu geben, dass Lernen weit mehr bedeutet, als wir für gewöhnlich meinen.


Warum unsere Kinder Angler sind.

IMG_7771In meinem Audio erkläre ich dir, warum unsere Kinder Angler sind und warum es für sie existentiell wichtig ist, ab und an einen "Erwachsenen Fisch" an der Angel zu haben. Du bekommst Info darüber, dass das 'Lernen/Leben' mit unseren Kindern in gewissen Kreisläufen stattfindet und das wir uns gegenseitig nähren und stärken, wenn wir es nur zulassen. Lernen ist wundersam. Gerne lese ich deinen Kommentar, gleich hier unten auf der Seite.

Lieben Gruß

Uta Henrich

 

 


Präsent sein im eigenen Körper, ein Tip

phil 038Kennst du das auch, dass du Runde um Runde in deinem Hamsterrad drehst und auf allen Ebenen unzufrieden bist. Du hörst eigentlich nicht richtig zu, wenn die Kinder dir etwas erzählen oder du beschäftigst dich mit allerhand nebensächlichen Tätigkeiten, nur um die Betriebsamkeit, die deinen Gedankenmotor in Gang hält, nicht zu verlangsamen.
Hier kommt mein kleiner Tip für dich: Halte über den Tag verteilt immer mal wieder für einen Moment inne und verbinde dich mit deinem  Körper - Innen(raum). Das kannst du tun, indem du immer mal wieder für einige Sekunden die Augen schließt, tief aus und ein atmest, oder einige male kräftig mit den Füssen aufstampfst. Das wird dir helfen wieder präsent zu sein und mit neuer Bewusstheit deine Aufgaben zu erledigen. Es wird dir mit der Zeit helfen wieder eine größere Präsenz zu entwickeln, um für dich und damit auch für die Kinder da zu sein.
Diese Sekunden gebe ich mir immer wieder über den Tag verteilt. (…an der Ampel, zu Wartezeiten, am Telefon, in Gesprächen, am Computer…)

Falls du eine guten Tip hast, wie du dich immer wieder mit dir selbst verbindest, so lese ich ihn gerne, gleich hier unten auf der Seite.

www.wundersameslernen.de


Kopffüssler, wie wir sie erziehen

UnknownKopffüssler, wie wir sie erziehen und was Bewusstheit der Erwachsenen für Kinder hervorbringen könnte.

Unsere derzeitigen Ideen von Erziehung und Bildung machen aus unseren Kindern Kopffüssler und das leider von Anfang an. Dabei wäre es so wichtig als Erwachsener alles, was möglich ist zu tun, damit mein Kind seinen Körper und seine Körperlichkeit erfahren kann und langsam darauf aufbauen kann. Statt dessen sind wir Erwachsenen unaufhörlich damit beschäftigt die Kinder aus ihrem eigenen Rhythmus, aus ihren eigenen Empfindungen heraus zu holen.

Das ich als Eltern und Betreuerin weiß, was für das Kind richtig ist, steckt noch immer sehr tief in unseren Wurzeln. Langsam, ganz langsam dringt es zu uns durch, dass Kinder von Anfang an ein inneres Wissen haben, ihrem eigenen, inneren roten Faden zu folgen.

Je mehr ich in der Lage bin zu vertrauen, zu spüren, in Beziehung zu sein, desto mehr ermögliche ich dem Kind sein eigenes Potential zu schöpfen und zu entfalten. Dazu ist es oftmals notwendig einen kleinen Schritt zurück zu treten und demütig zu beobachten, statt zu wissen. In den Gruppen rede ich oftmals davon, wie wichtig es ist, „aus dem Kind heraus zu treten“, damit es selbst seine Erfahrungen machen kann. Viel wichtiger noch, dem Kind Zeit zu geben, bis seine eigenen Erfahrungen überhaupt in ihm ankommen dürfen. So schnell sind wir als Erwachsene und Pädagogen oft, mit dem Bewerten und Kommentieren, dass Kinder kaum Zeit bekommen, dass Erfahrungen im eigenen System ankommen dürfen. (Kinder SEIN dürfen)

Hier nun einige Beispiele, sie sollen dir einfach Inspiration geben , dich selbst zu beobachten. In keinem Fall sind sie dazu gedacht, dich schlecht fühlen zu lassen. Sie sind einfach Bestandteil, von der Unzahl an Fehlern, die wir als Eltern und Pädagogen sowieso täglich begehen. Gedacht sind sie, um Aufmerksamkeit und Bewusstheit und ein kleines Schmunzeln zu erzeugen. Es geht darum bewusst Mensch zu sein und die  Anzahl der Fehler, die wir sowieso machen ein wenig zu reduzieren. Nobody is perfect. Sei lieb zu dir:

-Du lässt das Neugeborene schreien, um es zu erziehen, damit es lernt, dass es mit dir nicht machen kann, was es will

-Du fütterst/stillst den Säugling, wenn du meinst, dass er jetzt essen sollte, du fütterst/ stillst es jetzt nicht, weil du meinst, dass es doch nicht schon wieder Hunger haben kann

-Du manipulierst den Schlaf des Kindes, wenn du was vor hast. Du lässt es nicht schlafen, oder meinst ,es müsste doch jetzt müde sein

-Du willst dein Kind möglichst lange stillen und gibst ihm keine andere Nahrung, obwohl es längst danach eifert

-Du bestimmst, wann es zu essen hat, was und wie viel (gestern hat es doch auch ein ganzes Schälchen gegessen...?)

-du vergleichst dein Kind ständig mit seinen Geschwistern oder den Kindern deiner Nachbarin(Julia war doch auch schon mit 2, 5 sauber, Max ist schon mit 10 Monaten gelaufen)

-Du bestimmst was genau dein Kind anziehen soll, weil es dir peinlich sein könnte, wie dein Kind seine Kleidung zusammen stellt

-Du redest in Anwesenheit deines Kindes oft über dein Kind

-Du erklärst und kommentierst vor anderen Erwachsenen dein Kind, als ob es sich nicht selbst zeigen könnte....

-Du bittest dein Kind auf der Strasse vor XY zur Seite zu treten, als ob das Kind nicht als Person wahrnehmbar wäre und von XY selbst angesprochen werden könnte.

-Dein Kind kann kaum eine Aktivität vollenden, ohne das du es nicht kommentierst. Du lässt es die Spülmaschine nicht einräumen, ohne Bemerkungen. Es kann keine Mahlzeit zu sich nehmen, ohne. Es kann sich nicht anziehen, ohne. Es kann nicht mit Freunden sein, ohne. Es kann seinen freie Zeit nicht verbringen, ohne. Es kann nicht über seine Gesundheit entscheiden, ohne. Es kann seine Freunde nicht wählen, ohne.

-…

Notiere dir 3 Bespiele, die du für 3 Tage ausprobieren möchtest, um dein Kind in seinem SEIN zu belassen, oder zu experimentieren und dich in deinem Hamsterrad zu beobachten.

Bespiele:

-Für heute kommentiere ich keine Gewohnheiten meines Kindes

-Für heute kontrolliere ich nicht, was mein Kind isst.

-Für heute rede ich nicht vor meinem Kind über mein Kind (auch nicht bei Säuglingen)

-für heute schaue ich, was es mit mir macht, wenn mein Kind am Computer sitzt, ohne zu  agieren.

-Ich berühre mein Kind heute mehrmals liebevoll, ohne etwas zu wollen

-Ich lächele, wenn mein Kind den Raum betritt

-….

Wenn du magst, notiere gleich hier unten auf der Seite, was du für heute einmal ausprobieren möchtest? Einfach so!

 

www.wundersameslernen.de

step by step SEIN dürfen