Begegnungen, die dem Leben Form geben.

Kennst du es auch, dass es ganz bestimmte Menschen gibt, deren Begegnung deinem Leben  schicksalhafte Bedeutung gibt? Auch im Leben meiner Kinder kann ich diese eigenwilligen Freundschaften beobachten und schätzen lernen.

Kürzlich habe ich die Frau besucht, die ich als meine erste Lehrerin bezeichne. Linda Tellington Jones (81 Jahre) ist die Frau, die mein Leben sehr stark geprägt hat. Ich fühle mich ihr sehr verbunden. Es fühlt sich irgendwie an, als ob diese Verbindung zeitlos wäre. 

Ich kenne Sie nun fast 40 Jahre, in unregelmäßigen Abständen, aber zumeist im richtigen Moment, ‚flattert’ sie immer wohlwollend und oft auch aufrüttelnd und konfrontierend durch mein Leben. 

Wenn ich zurückdenke, dann basiert so vieles von dem, was ich heute zu bewegen suche, aus meinen ersten Begegnungen mit ihr. Sie haben meinen Blick auf die Dinge und mein Weltbild gedehnt und geweitet. 

Allem voran der Gedanke, dass Lernen weit mehr ist, als man mir immer weiß machen wollte. Daneben die tiefe Erkenntnis, dass Lernen, Angst und Druck wenig kompatibel sind. Ich wünsche jedem jungen Menschen eine Person an der Seite, die ihn/sie nicht an Defiziten mißt und bewertet, sondern sich an diesen Satz hält: „See the Perfektion!“ (Linda) "Nimm im anderen die Perfektion wahr".

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In einer Welt, die es so unglaublich eilig hat und Kindern kaum Zeit gibt, ein guter Freund mit dem eigenen Körper zu werden ist, ist die Achtsamkeit im Körper und die Aufmerksamkeit für den Körper unschätzbar wichtig. Es bedeutet für mich, dass wir uns ein Stück ‚zurück‘ bewegen müssen dahin, dass wir Kindern die eigenen körperlichen Erfahrungen zugestehen, ihnen ihre innere Welt zu erhalten suchen, bevor wir sie viel zu schnell und vollkommen unbedacht, in den Verstand zu heben suchen. Bis dahin sollten sie zumindest die Chance haben, einem inneren Lernprozess zu folgen, den (ihre) Zellintelligenz ihnen vorgibt. Wird diese Chance durch den Ehrgeiz und die falschen Vorstellungen der Erwachsenen verbogen, so rächt sich das in meinen Augen auf lange Sicht.

Was daraus entsteht, sind Kinder, die nicht in ihrem Gleichgewicht sein können, ihr eigenes ‚Haus‘ nicht in der Qualität bewohnen könnten, wie es eigentlich notwendig wäre, damit sie viel später dann, den Verstand optimal nutzen können. 

Was daraus auch entsteht, sind Erwachsene, die bei ihren pausenlosen Versuchen, die Kinder zu belehren, zu unterrichten, zu kontrollieren und zu fördern ( die Kinder in den Verstand zu heben suchen), Überanstrengung erfahren. Unnötiger Stress wird in Familien und Institutionen injiziert. 

So viel Leid und Stress in Erziehung und Lernen baut schlicht und ergreifend auf völlig falschen Grundannahmen auf. 

Wir erziehen die Kinder in einer Kultur, die von Angst geprägt ist. Sie breitet sich in alle Lebensbereiche aus. Ein großes Maß an Wut ist oft schon in den Kleinsten wahrzunehmen. Grundlegende Bedürfnisse werden nicht wahrgenommen. So viel Mißtrauen kann ich manchmal in den Augen eines, im Kinderwagen vorbeifahrenden Kindes, erkennen. Feindbilder werden an allen Ecken und Enden geschürt und da ist es dann auch selbstverständlich, dass man sich gegen alles und jeden verteidigen muss. Hierarchische Strukturen und Kontrollmechanismen werden damit angeblich erforderlich, eine unnatürliche Autorität wird mit dem Schrei nach Disziplin und Gehorsam heraufbeschworen. Kinder können nicht mehr ihre natürlichen Seinsqualitäten leben, sondern reagieren emotional und fordernd. Sie werden auf die falsche Fährte des Haben wollen gesetzt.

So vieles könnte anders sein mit der Erkenntnis, dass der Mensch (ein Teil der) Natur ist. Wenn unsere kulturellen Vorstellungen zu Erziehung und Lernen nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen aufbauen würden, dann müssten nicht schon die Jüngsten lernen, dass man sich gegen andere verteidigen muss und immer besser, schneller, klüger, schöner oder berühmter sein muss. Man würde dann vielleicht feststellen, dass man nicht so viel ‚Zeugs‘ braucht, man müsste nicht so viel an sich raffen und haben.

Kooperation und ein herzgetriebenes Miteinander würde eine viel größere Rolle spielen, nicht Wettbewerb und falscher Ehrgeiz. Sichtbar und spürbar gemachte Liebe würde bedeutsam sein und vor allem könnten Kinder Respekt erfahren und damit auch später weitergeben. 

Im Grunde sind die notwendigen Voraussetzungen für ein gesundes Wachsen von Kindern in unserem gegenwärtigen Bild von Erziehung und Lernen sehr unpopulär. Würden diese Voraussetzungen nach einer gesunden, natürlichen Entfaltung, ohne Druck und Stress, mit Respekt und Wohlwollen dem Kind gegenüber, doch unmittelbar Reibung mit wirtschaftlichen Interessen hervorrufen. 

Wir müssten  Bildung und Arbeit grundsätzlich hinterfragen, Betreuungseinrichtungen komplett überdenken, die Idee zur Kleinfamilie hinterfragen, Frauen, Mütter…

...1000 Themen würden auftauchen, die gesellschaftlich eine Haltung erforderlich machen würden, die gesunde Entfaltung ermöglichen könnte. Das alles politisch und gesamtgesellschaftlich zu regeln, dauert viel zu lange. Ich weiß nicht genau, ob Menschheit diese Zeit hat?

Da ich das in diesen Umbruch in diesem Umfang nicht kommen sehe, baue ich auf die einzelnen Eltern und Fachleute im pädagogischen Bereich. Ich wünsche mir, dass Einzelne ihre Haltung zu Erziehung und Lernen in der Form weiterentwickeln können, die auf Vertrauen und nicht auf Angst baut. Diese Einzelnen werden auf Sicht gesehen, mit all ihrem Einsatz für Kinder, eine Veränderung schaffen, die sich aus unzähligen, kleinen ‚Keimzellen‘ entwickeln wird. Ich kenne so viele tolle Leute, die sich in ihrer individuellen Weise aufmachen und aufgemacht haben.

Aus Lindas Arbeit weiß ich, dass jede ‚Körperzelle‘ in gewisser Form die Information von allem trägt. Was fehlt, sind nährende und geeignete Felder, die es Kindern gestatten sich mit Wohlwollen zu entfalten. Dafür möchte ich weiterhin ein Umfeld schaffen, das Kinder sich in der Art entfalten können, die eigentlich in ihnen angelegt ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass viele Erwachsen ein Wissen davon haben. Es braucht Ermutigung und Miteinander.

Doch dazu vielleicht ein anderes mal mehr. 

Ich danke dir, dass du bis hierhin gelesen hast und freue mich, wenn du meine Arbeit teilst. 

Vielleicht bist du bei meinem nächsten WundersamesLernen-Camp im Oktober dabei. Wir werden uns als Eltern und/oder Pädagogen weiter in diesen Themen bewegen, wie es geht, dass man im Leben mit Kindern mehr und mehr die Angst durch Vertrauen ersetzt. Du erfährst, wie man seine Haltung und Wahrheit zu Erziehungsfragen stärkt und den Alltag mit Kindern mehr aus den Körperzellen navigiert.

 

Hier findest du weitere Informationen zur Tellington-Methode in ihren unzähligen Anwendungen für Mensch und Tier. Hier ein wundervolle Biographie, die dich darin unterstützen will, auf deine Intuition zu vertrauen. Alleine schon die Bilder sind wundervoll.


Die alltäglichen Dramen. Wie wir sie mit den Kindern bühnenreif machen.

Die alltäglichen Dramen. Wie wir sie mit den Kindern bühnenreif machen.

Kleine Analogie, damit Liebe zwischen Groß und Klein leichter fließen kann.

Kennst du es, wenn Kinder etwas 'überdreht' sind, weil sie gerade im Moment, eine Biene auf der Haut sitzen haben? Ein Flecken auf das T-Shirt bekommen haben? Ein Lieblingsspielzeug kaputt gegangen ist? Oder im Moment gerade irgendetwas geschehen ist, dass sie kaum aushalten können. (gilt auch für Erwachsene)

Sie geraten dann in gewisser Weise in Panik. Sie treten auf der Stelle, machen quietschende Geräusche, zappeln oder rennen. Manchmal findest du sie auch in einer gewissen Starre, die es ihnen unmöglich macht, sich von der Stelle zu bewegen.

In diesen Fällen sind sie vielleicht in ihrem Drama gefangen und es braucht etwas Zeit und liebevolle Unterstützung, bis sie wieder von der Identifizierung mit dieser Situation loslassen können wieder bei sich selbst ankommen können.

Ich empfinde es so, als ob ihr Schmerz- oder Stresskörper sie übernommen hat und sie für größere oder kleinere Momente nicht in der Lage sind, zu sich zu finden und bei sich zu sein. Sie sind durch diese intensive Erleben, dass sie im Moment haben, wie fremdgesteuert.

Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung einer alltäglichen Situation dieser Art.

Wenn Erwachsene in diesen Sekunden selbst in einer ähnlichen Lage sind und für diese Sekunden von ihrem eigenen Stress- oder Schmerzkörper gesteuert sind, dann kreiert Groß und Klein ein größeres Drama miteinander. Das Bühnenstück bekommt einen neuen Vorhang und das nächste Kapitel im Drama wird aufgeführt.

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So lernen wir in gewisser Weise, Erwachsene, wie Kinder unser Drama weiter aufzuführen. Wir sind gefangen, in den Rollen, die uns ergriffen und übernommen haben.

Es braucht immer wieder gute Kraft und Aufmerksamkeit, um die Dramabühne zu verlassen und sich wieder im eigenen SEIN zu verbinden.

Kinder brauchen da so manches mal etwas Zeit für gute Beziehung, eine Menge Wohlwollen, Verständnis, Körperkontakt, um sich wieder verbinden zu können. Wenn das gut gelingt, dann kann die Liebe wieder fließen und allen Beteiligten geht es bald besser.

Wenn es nicht gelingt, dann wird das nächste Stück im Drama aufgeführt. Der Vorhang hebt sich wieder. Weiter gehts.

Kennst du auch diese Tage, wo du in der Familie den Eindruck hast, dass es allen Beteiligten nicht recht gelingen will, die Bühne zu verlassen?

Wenn diese Stess- und Schmerzkörper lange Zeit und ständig präsent sind und es wenig Gelegenheit gibt, wieder den entspannten Zustand des Seins zu erlangen, dann staut sich meist soviel in den Kindern (oder Erwachsenen) an, dass jede Kleinigkeit das Drama verstärkt und alle zurück auf die Bühne bringt.

In den modernen Familien staut sich das meistens gegen Abend an. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Drama der Stress- und Schmerzkörper sogar in der Nacht weiter aufgeführt werden kann. Ich kenne diese Situationen noch, in denen die Kleinkinder alle Stunde wach werden und die Brust einfordern oder Kinder krank werden, genau in den Momenten, wo die Familie sowieso schon stark belastet ist.

Damit die Kinder von der Dramabühne runterkommen können, ist es bedeutsam ihre genauen Bedürfnisse zu erkennen und ihnen mit den oben genannten Anregungen wieder dazu zu verhelfen, dass sie wieder den Zustand des SEIN s betreten können. Den Zustand des SEIN s erkennst du in diesen Momenten, in denen es ihnen gut geht, in denen sie ungestört spielen können, in denen du die Kinder beobachtet und du nicht anders kannst, als zu lächeln. Und schon seid ihr beide wieder im Sein verbunden. Die Dinge entspannen sich.

Hast du schon mal erlebt, wie sich das anfühlt. Es geschieht in Sekundenschnelle.

Was hilft dir aber als Erwachsene(r)? Zunächst ist es hilfreich zu erkennen, wann du selbst auf der Bühne des Drama s stehst, wann du mitspielst. Es ist wichtig, wenn du es einfach nur schon mal mitbekommst. Das ist die halbe Miete.

Der nächste Schritt ist vielleicht, dass du dich selbst beobachten kannst, wie du selbst auf der Bühne stehst und eine bemerkenswerte Performance hinlegst.
Wenn du diese Dinge schon mal mitbekommst, dann kannst du, als Erwachsener beginnen gut für dich selbst zu sorgen, deine Bedürfnisse zu erkennen. Du tust dann im Grunde nichts anderes mit dir selbst, als was du deinem Kind geben würdest, wenn du es aus der zu Anfang beschriebenen Situation retten möchtest. Du brauchst dann Zeit und Wohlwollen und gute Gelegenheit wieder bei dir selbst, d.h. in deinem SEIN anzukommen. Den eigenen Körper zu spüren und wahrzunehmen kann in dem Moment sehr hilfreich sein, um den sicheren Treppenweg zu finden, der dich von der Bühne gehen läßt.

Ich gehe davon aus, dass diese vielen kleinen Dramen, die wir täglich mit unseren Liebsten aufführen, die größte Freude- und Leichtigkeitsbremse ist. Wenn wir da oben auf der Bühne stehen, dann kann die Liebe zwischen den Erwachsenen und den Kindern nicht fließen. Die Liebe ist ja immer da. Sie wird von unserer erlernten Art, immer wieder ein Drama aufzuführen, irgendwo ausgebremst.

Fließen kann die Liebe leichter, wenn wir dieses Theaterstück durchschauen. Als Erwachse bin ich in der Verantwortung das bewusste Heruntersteigen von der Bühne zu praktizieren, damit mein Kind nicht gezwungen wird pausenlose Aufführungen zu haben.

Ich hoffe, das mein kleine Analogie für dich hilfreich ist. In meiner Beratung und meinen Seminaren habe ich weitere erprobte und nützliche Inspirationen, um deinen Familienalltag leichter und freudvoller zu gestalten.

 

Die alltäglichen Dramen. Wie wir sie mit den Kindern bühnenreif machen.


Erziehung im Wandel und ich (du) mitten drin.

Boah! Wir haben schon so viel geschafft. Heute möchte ich einfach mal meine Anerkennung aussprechen für all das, was sich in der Vergangenheit zu Gunsten mancher Kinder verändert hat. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um einen Blick in die Vergangenheit und einen Ausblick in eine mögliche Zukunft zu kreieren.
Damit möchte ich verdeutlichen, dass Bewusstsein in stetiger Entwicklung ist und damit auch die Fragen um Erziehung und Lernen.
Ich möchte einen anderen Blick auf die Dinge gewähren, damit Eltern sich neu ‚verrorten’ können.
Die Veränderungen der Sichtweisen von Eltern sind stetig in Veränderung. Derzeitige Eltern befinden sich irgendwo mitten drin in einem Fluß der Veränderung. Nichts ist starr. Auf Sicht gesehen bewegt sich alles. Auch wenn es mir manchmal viel zu langsam geht und ich am liebsten mit einem Fingerschnippen für eine Verbesserung sorgen möchte, so muss ich mich selbst immer daran erinnern, dass ich ein Teil des großen Ganzen bin.
Es ist noch gar nicht so lange her, da war es für Erwachsene das Normalste der Welt ein Kind zu schlagen. Im Grunde ist die Geschichte der Erziehung eine Geschichte der Gewalt gegen Kinder. Vor nicht all zu langer Zeit, waren die Kinder der Eigentum des Vaters. Man hat von ihm erwartet, die Kinder körperlich zu züchtigen, damit sie sich unterordnen und einfügen.

Viele Erwachsene haben diesen Ansatz längst gewandelt. Doch es gibt auch noch eine Menge Menschen, die der Meinung sind, dass es die Aufgabe der Erwachsenen ist, ein Kind durch ihre Macht und Körperstärke in eine bestimmte ‚Form‘ zu bringen. Es gibt leider auch noch viele Erwachse, denen Kinder sch’….egal sind.

Ob bewusst oder unbewusst kursieren noch immer Ansätze, dass Kinder unreif und unfähig sind, das man sie nicht für voll nehmen kann und das sie den Erwachsenen untergeordnete Wesen sind, die es nachzubessern gilt.

Du kennst sicher auch diese Rechtfertigungen, mit denen Erwachsene ihren Machtmissbrauch , Manipulation und Gewalt gestalten. Der Satz „ …das geschieht nur zu deinem Wohl…“ zeigt die Willkür und die dahinter verborgene Haltung.

Diese und viele andere, alten Strömungen durchziehen noch immer unsere heutigen Haltungen und Vorstellungen zu Erziehung und Lernen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich diese Strömungen der Vergangenheit wie Zeitstrahlen oder Pfeile, die in eine Zukunft weisen. Sie durchsetzen und durchdringen noch immer einen großen Teil der Menschen.

In meiner Vorstellung ist der Zeitstrahl von Gewalt und Maßbrauch aber noch lange nicht zu Ende.

Gerade jetzt im Moment senden viele Menschen hingegen neue Pfeile in die Richtung einer erdachten Zukunft.

Diese Zeitstrahlen sind noch klein und zart. In dieser, meiner Lebenszeit los gesendete Pfeile sind noch schmale Pfade und Wege. Nicht so wie die breiten Zeitstrahlen von Gewalt und Manipulation, die uns seit Jahrhunderten begleiten. Auch zurück liegend gab es natürlich schon Denker und Praktiker ,die ihre Pfeile abgesendet haben. So haben sich schon früher Eltern gegen Gewalt und für mehr emotionale Wärme zu Gunsten der Kinder entschieden und damit Grundlagen für etwa, meine heutigen Vorstellungen gelegt.

Dicke Pfeiler oder Zeitstrahlen sind noch immer Ansätze wie (emotionale) Gewalt; Züchtigung, Manipulation, Bevormundung und Machtmissbrauch. Sie durchziehen noch immer unser Denken und Handeln bis in die Hirnwindungen der Erwachsenen. Ob die Menschen nun selbst verletzt sind oder wenig reflektiert, ihre Taten tradieren sich weiter. Die Pfeile und Zeitstrahlen bewegen sich weiter durch die Generationen, bis sie von den neuen Strömungen flankiert werden und irgendwann ihr Flug zu Ende sein wird. Vielleicht fragst du dich, was genau diese jetzt los gesendeten Zeitstrahlen sind, die ich überall beobachte und die mir in Gesprächen und Handlungen der Erwachsenen auffallen.

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Doch bevor ich dir Gelegenheit geben mag, diese Pfeile und Zeitstrahlen in deinem Leben selbst zu benennen, möchte ich auf einen anderen Umstand in dieser Entwicklung aufmerksam machen.

Mitten in meinem Bild aus Pfeilen und Strömungen, sehe ich die Entwicklung der Kinder. Kinder sind heute ‚anders‘. Die Tatsache, dass sie so anders sind, ist für mich ein wesentlicher Faktor dieses Zeitphänomens.

Mehr und mehr der heutigen Kinder kannst du durch Macht, Manipulation und Gewalt nicht mehr führen und leiten. Sie lassen es nicht mehr zu. Sehr vehement fordern sie eine andere Haltung von uns Erwachsenen. Sie fordern uns regelrecht heraus, mit Ihnen eine andere Form von Beziehung zu führen.

  • Könnte es sein, dass es etwas mit Wohlwollen zu tun hat?
  • Könnte es sein, dass diese Kinder sich schon von Geburt an nicht mehr als untergeordnete Wesen empfinden?
  • Könnte es sein, dass sie gnadenlos einfordern, wie Liebe für sie spürbar gemacht werden kann?
  • Ist es denkbar, dass sie uns Erwachsenen zur Nachentfaltung verhelfen?
  • Ist es vorstellbar, dass Kinder eine Art Schlüssel bei sich tragen, der uns hilft eine nächste Stufe der Entwicklung zu nehmen?

Ich sehe uns alle, Erwachsene wie Kinder, gemeinsam unterwegs auf einer Reise, die uns bei voller Fahrt rausfinden lassen will, was noch alles möglich ist. Wie eine Zukunft ausschauen kann, die jeder auf diesem Weg mit erschaffen kann. Wir Erwachsenen sind also gefragt selbst Schöpfer dieser Zukunft zu sein.

Es ist eines jeden Aufgabe, eine Vorstellung zu gewinnen, wie eine lebenswerte Zukunft gestaltet sein könnte. Es ist von Bedeutung, die dicken Pfeile und Strömungen durch unser Sein und unsere Vorstellungen zu flankieren und auszubremsen.

Welche Pfeile oder Strömungen möchtest du in diesem Zusammenhang kraftvoll auf den Weg bringen? Was haben dich deine Kinder bis dato gelehrt? Bis wohin fliegen deine Pfeile?

Unser geplantes EduWorkCamp, am 17.+18. November 2107 möchte Gelegenheit geben, Pfeile auszusenden, mit anderen ins Gespräch zu kommen, aktiv zu werden. Und mein nächstes Tagesseminar am 28.10.17 möchte dir Gelegenheit geben mehr Klarheit über deine persönlichen Fragen zu Erziehung und Lernen zu erhalten. Vielleicht sehen wir uns ?

 

 

 


Unbefangen sein dürfen als Grundlage für Lernen verstehen.

wundersameslernen-unbefangenUnbefangen sein dürfen als Grundlage für Lernen verstehen. Wie Kleinkinder Lernen lernen.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich mit einer vorgestellten Lupe etwas tiefer in die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern hineinschauen. Ich will mit dir untersuchen, welche Bedeutung die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern hat, damit sich Lernen weiterhin gut entfalten kann.

In den letzten Wochen hatte ich insbesondere Anfragen von Eltern mit Kleinkindern. Eltern beschreiben, wie sie in der Begegnung mit ihrem Kleinkind in die Enge geraten. Ruckzuck fällt immer das Wort Trotzphase und wie anstrengend es mit dem Kind sei. Wenn ich den Geschichten zuhöre, dann sehe ich vor meinem geistigen Augen zwei Parteien, die sich, bis unter die Arme bewaffnet gegenüber stehen.

  • Da ist, das Kind, dass getragen werden möchte, aber die Eltern nicht können, oder wollen.
  • Da ist das Kind, dass nicht in s Bett gehen möchte.
  • Da ist das Kind, dass diese Jacke nicht anziehen möchte.
  • Da ist das Kind, dass nicht in den Kindergarten möchte.
  • Da ist das Kind dass die Wurst ohne Brot essen möchte.
  • Da ist das Kind, dass nicht in das Tragetuch möchte.
  • Da ist das Kind, dass ausschliesslich von Mama dies und das möchte.
  • ...

Demgegenüber die Eltern, die aus Sorge von diesen Forderungen aufgefressen zu werden, ihrerseits in die Trickkiste greifen. Sie reagieren ebenfalls mit mehr oder weniger Manipulation auf diese intensiv und oftmals lautstark und unnachgiebig erfragten Forderungen.
Beim Zuhören sehe ich gegnerische Truppen vor meinem geistigen Auge stehen, die auf beiden Seiten versuchen mehr und mehr aufzurüsten.
Eltern berichten mir, wie sie seit Wochen oder Monaten im Kampf sind und das Kind doch endlich verstehen müsse. Man könne sich doch den Forderungen eines kleinen Zwerges nicht derart ausliefern. Wo solle das hinführen?

Seit Wochen oder Monaten sind Erwachsene diesen Weg gegangen, aber es hat sich nicht wirklich viel geändert. Vielmehr ist es noch anstrengender geworden. Unmerklich hat man in der Familie seinen Lebensradius eingeschränkt. Man geht dann halt nicht mehr mit Kind in den Supermarkt; man kauft diese oder jene Lebensmittel, die ‚kindgerecht' verpackt sind, bunt und lustig, damit es was ißt; man geht nicht mehr zu diesen Freunden, weil…; das Kind wird dann nur noch von Mama ins Bett gebracht, sie kann dann eben abends nicht mehr weg gehen.
Man lässt sich viele Tricks einfallen oder schränkt sein Leben ein und glaubt auf diese Weise, die ‚Angelegenheit‘ in den Griff zu bekommen.

Leider ist das in den seltensten Fällen so, vielmehr schränkt man sich ein, gerät noch mehr unter Stress und verliert die Geschmeidigkeit und Freude im Alltag mit den Kindern.

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In meinen Augen ist eine mögliche Lösung in diesen Fragestellungen an einer ganz anderen Stelle zu suchen. Erwachsene sollten abrüsten, die Waffen nieder legen und die Lösung langfristig gesehen an einer ganz anderen Stelle suchen.

Gerade im Leben mit Kleinkindern kommt es zu diesen krassen Forderungen, weil sie zu oft in ihrem Tun eingeschränkt werden, Eltern vielleicht geistig nicht präsent sind.

Wir verstehen nicht, dass es nicht nur darum geht, dass sie mit einem relativ großen Maß an Freiheit etwas tun dürfen, sondern auch, dass wir möglichst oft geistig anwesend sind. In Beziehung sind.
Das ist eine Aussage, die auf den ersten Blick nicht sehr einfach verständlich ist, denn Eltern sagen mir: „Wir geben dem Kind doch so viel Freiraum. Es kann doch so viel tun, es kann forschen und untersuchen. Ich verstehe das nicht?“

Ich versuche dann zu erklären, dass es hier darum geht, dass Kinder unbefangen sein dürfen, dass sie sich sicher fühlen dürfen. Nur, wenn sie dieses sichere Gefühl in einer Beziehung haben, ist es ihnen möglich das zu tun, was sie mögen.
Wenn das Kind möglichst oft tun kann, was es mag, ist es in der Lage viel mehr über sich selbst heraus zu finden.
Es geht nicht so sehr, darum, was es alles tun darf, sondern vielmehr darum, dass es sich, wenn es Dinge tut, sicher fühlen kann. Dazu ist es wichtig, gerade mit den kleinsten ‚geistig anwesend‘ zu sein.
Dieser leichte Schlenker ist oftmals sehr schwer zu verstehen, denn gerade  ‚bewaffneten‘ Eltern erklären mir, was das Kind alles tun darf. Und ja, sie haben in der Tat Recht damit. Diese Kinder dürfen sehr viel tun, aber, sie fühlen sich nicht unbefangen und frei. Sie fühlen sich nicht verbunden und unbefangen. Sie sind in gewisser Weise auf der Suche 'eines Geistes' zu sein. Kennst du das Gefühl, wenn du mit jemandem in einem Raum bist, mit dem du dich in dem Moment verstehst? Ihr könnt im Grunde verschiedene Dinge tun und doch seit ihr 'eines Geistes'. Das fühlt sich so gut an. Das ist es, was nährt. Es ist eine Nahrung, die auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt, doch sie hat enorme Wirkung.

Es ist diese Unbefangenheit und das gute Gefühl und die Sicherheit, die eine gute Lerngrundlage ausmacht. Es ist die Geschmeidigkeit, mit der wir Erwachsenen reagieren, wenn wir etwas nicht wollen. Es ist diese Fähigkeit nein sagen zu können und den anderen trotzdem nicht in ein unzulängliches Gefühl zu stellen. Es ist diese Klarheit, dass da ein  -Nein-  kommen kann und der andere schon damit klar kommen wird; dass man ihm zutraut auch mit einem unangenehmen
Gefühl klar zu kommen.

Gerade im Leben mit Kleinkindern ist es sehr wichtig, dass sie in der Beziehung zu den Erwachsenen eine Unbefangenheit entfalten können.
Der enorme Vorteil ist nun, dass ihr Verhalten den Erwachsenen gegenüber nicht von Widerständen und unterdrückten Gefühlen geprägt sein muss. Sie haben es nicht so sehr nötig impulsiv zu reagieren, sondern können in ihrem Spielraum sicher agieren, aktiv tätig sein, viel über sich selbst herausfinden, ohne von Erwachsenen ‚erzogen‘ zu werden. Dieses ‚bei-sich-sein-dürfen‘ hat eine enorme Auswirkung auf den Alltag. Bis in die Situation des zu Bett gehen am Abend hinein macht sich dieses unbefangen sein können deutlich bemerkbar.

Die Auswirkung einer auf Vertrauen basierenden Beziehung ist für den Lebens-Lernweg von so großer Bedeutung. Es erleichtert den Umgang miteinander ungemein. Ein Kind, dass sich sicher fühlt, drückt auf seine Weise Respekt aus.
Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Lernen überhaupt.

Ich hoffe, dass ich mit dem Beitrag zum Ausdruck bringen konnte, wie unmittelbar Lernen und Beziehung zusammenhängen. Ein möglichst geschmeidiges Miteinander mit den Kleinsten ermöglicht, dass sie nicht in so großem Maß Widerstände und ihre angestauten Gefühle bearbeiten müssen. Diese gebundene Kraft fehlt ihnen beim Lernen und wachsen im Alltag und macht das Familienleben starrer, eingeschränkter, gestresster und freudloser für alle Beteiligten.

Wie so oft liegt die Lösung für eine fette Herausforderung im Leben mit den Kleinsten genau in der Richtung, wo wir sie so gar nicht vermuten würden.

Hast du ein Thema dieser Art mit deinem Kleinkind. Ich helfe dir gerne mit einer ‚Taschenlampe' an einer anderen Stelle nach Lösungen zu suchen. Erwachsene schätzen mein Fähigkeit quer zu denken und Lösungen an den tollsten Stellen zu suchen.  Hier findest du meine Kontaktdaten.

 Das nächste Seminar, in dem wir Themen dieser Art praktisch erfahrbar machen, so dass du sie in anderer Form in deinen Alltag integrieren kannst findet am Sa  18.02. 17  hier bei mir in der Köttingermühle statt. Info dazu findest du auch hier.  


Warum Schubladendenken Lernen verhindert und Liebe ermöglicht.

Schubladendenken verhindert. Liebe 1ermöglicht 1Was ich an Moshe Feldenkrais besonders geschätzt habe, war, dass er im Besonderen in der Lage war über Kategorisierungen oder Schubladendenken hinauszusehen. Wenn Menschen zu ihm in Behandlung kamen, so hatte er die besondere Gabe das im Menschen zu sehen, was ‚tiefer‘ liegt. Er konnte für Möglichkeiten schauen. Er hat nicht in Defiziten gedacht. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes ERMÖGLICHT.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass er den Rollstuhl eines Menschen, der zu ihm kam, in gewisser Weise nicht ‚gesehen' hat, sondern in der Begegnung mit diesem Menschen ständig nach Möglichkeiten gesucht hat.
Moshe Feldenkrais und seine Arbeit, noch immer einzigartig. Ich bewundere diese Meister ihrer Arbeit, die in welchem Bereich auch immer, in der Lage sind den Menschen in seinem Potential zu sehen und nicht in seinen Schwächen.

Schaue ich mir hingegen an, welchen Kurs in Erziehung und Lernen genommen wird, dann erschrecke ich mich. Das, was momentan üblich ist, ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was Kinder, gerade auch die mit Besonderheiten, benötigen, um in ihr eigenes, persönliches Potential zu steigen.

Störung, Entwicklungsstörung, Defizit, ADHS, Dyskalkulie, schon sauber, Erstklässler, Freilerner, noch nicht so weit, Schulkind, behindert, Scheidungskind, Tragekind, Autist, hochbegabt, hochsensibel, aggressiv, Legastheniker, auffällig, praktisch bildbar, hörgeschädigt, sehbehindert, Kindergartenkind, ….

Nicht enden will meine Aufzählung der Kategorien, unter der wir Kinder einordnen und bewerten.

In meinen Augen haben wir uns verrannt.
Irgendwo auf dem Weg ist es geschehen, dass wir meinten, wenn wir nur alles untersuchen, kategorisieren und bewerten würden, dann könnten wir gezielter fördern und bessere Unterstützung geben.

Da mag einiges dran sein und hier und da mag die Hilfe angemessen und wohldosiert ankommen.

Doch in dieser Zeit erscheint es mir eher kontraproduktiv und extrem, welcher Apparat sich vor mir aufplustert.
Vielen Themen um Erziehung und lernen lastet eine ungeheure Schwere, Unbeweglichkeit und Bürokratie auf. Nichts geht einfach. Alles braucht eine riesige Organisation und Papierarbeit.

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Das Selbstverständliche, das Simple und das Naheliegende ist verloren gegangen. Der gesunde Blick auf die Dinge, das ‚Normale‘ fehlt. Spontanität und Kreativität mit Kindern in Institutionen zu leben, ist denkbar schwierig. Konsequent weitergedacht fehlt darüber hinaus das, was Moshe Feldenkrais’ Stärke war.
Die Fähigkeit von Erwachsen für Möglichkeiten zu schauen. Die Fähigkeit das Simple und das Naheliegende zu tun. (Damit meine ich das es simpel ist, nicht unbedingt einfach.)

Um diese Fähigkeit hervorbringen zu können, ist es notwendig, die Liebe zu den Kindern an die erste Stelle zu rücken. Wir haben das vergessen. Wir sind dermassen im Tun und in der Zeitfalle verhaftet, dass wir Liebe unter Umständen nur noch portionsweise zu geben vermögen. Sie ist zu einer Art Ware geworden, die man dem Kind dann gibt, wenn man Zeit hat. Wenn man mit der Arbeit fertig ist, wenn man den Haushalt erledigt hat, wenn man Abends von der Arbeit kommt, wenn man eben zuvor noch etwas anderes zu tun hat.

Zuvor müssen zunächst die ‚wichtigen‘ Dinge erledigt werden.
Viele Erwachsene haben mit einer Menge Schuldgefühlen zu tun, nicht etwa, weil sie den Kindern keine Liebe geben würden, sondern weil sie ständig meinen, dass es zu wenig sei.
Dieses Empfinden können wir als Eltern nur haben, wenn sich der Schwerpunkt und die grundlegenden Dinge zu stark verlagert haben. Wir sind dann der Meinung, dass es nicht genug ist, was wir geben. Es kostet enorm viel Kraft. Wir haben den Blick darauf verloren, wie das Naheliegende geht.

Wir haben es geschafft Kindheit in einer Weise zu organisieren, dass das Wesentliche an zweiter Stelle kommt. Wir sind in dieser schnelllebigen Zeit so sehr damit beschäftigt zu tun, zu unterscheiden, einzuordnen und zu bewerten, dass das Bedeutsamste hintenan kommt.
Die Liebe steht nicht an erster Stelle.

Das Geben der einfachen Gesten ist im Trubel der Zeit verschüttet.

Wie nun könnte der Alltag aussehen, wenn die Liebe wahrlich an erster Stelle stehen würde?
Eine ziemlich unbequeme Frage. Sofort türmen sich vor mir alle JA-ABER dieser Welt auf.

  • Wie soll das gehen?
  • Ich muss doch arbeiten?
  • Ich hätte es ja gerne anders, aber mein Partner.
  • Wir leben nun mal in dieser Gesellschaft.
  • Wie mache ich das, wenn ich mehrere Kinder habe?
  • Ich muss das Haus abbezahlen.
  • Was ist denn Liebe überhaupt?

Und wie so oft, liegen die Antworten für mich in den Kleinigkeiten, in den normalen, zwischenmenschlichen Gesten, im Wohlwollen, in Zeit, in nicht fordernder Berührung, in der Art, wie ich meinen Blick benutze, in der Art, wie ich meine Stimme benutze, in der Art, wie ich loslasse…

Es ist für mich ein nicht aufhörender Prozess mich täglich und ständig daran zu erinnern, was an erster Stelle kommt und mich darin zu schulen genau das (die Liebe) in meinem vielschichtigen Alltag zu geben. (vor allem auch mir selbst)
Mal fällt es mir schwerer, mal fällt es mir leichter.

Ist das für dich eine Option?

Gerne lese ich von dir dazu , gleich hier unten oder bei Facebook / google+. Freue mich, wenn du meine Gedanken teilst.


Liebe praktisch treiben.

Wundersames Lernen Liebe praktisch treibenIn der Küche meiner Eltern hängt, seit ich denken kann, ein Wandteller aus Porzellan. Er trägt folgende Aufschrift:

Liebe kann man nicht beschreiben, Liebe muss man praktisch treiben.

Seit meiner Kindheit habe ich diesen Satz immer mit einer anderen Bedeutung versehen. Der Teller hängt seit eh und je dort, aber auf wundersame Art lese ich die Aufschrift mit einem sich wandelnden Verständnis.

 

  • Ich erinnere mich, dass es in meiner Kindheit Zeiten gab, in denen ich mit dem ganzen Wandteller und erst recht mit seiner Bedeutung gar nichts anfangen konnte.
  • Es gab Zeiten, da habe ich den Teller einfach nur als kitschig betrachtet.
  • Später dann, in meiner Jugend war ich dann eher peinlich berührt, denn plötzlich rückten die Worte „… es treiben….“ in den Vordergrund meiner Betrachtung und ich konnte zu dieser Zeit überhaupt nicht verstehen, wieso meine Eltern, einen Teller dieser Art, in ihrer Küche hängen haben.
  • Wenige Zeit später wandelte sich die Bedeutung dieses Tellers wieder. Mein Fokus lag nun auf dem Unerklärlichen in der Liebe, dem Mysterium der Liebe. Bei der Betrachtung des Wandschmucks begann ich nun eher zu philosophieren und mich und mein unbedeutendes, kleines Dasein im großen und ganzen Universum zu beleuchten.

Es mag gut sein, dass ich mich an dieser Stelle nicht an alle Interpretationen erinnere. Das ist auch gar nicht schlimm, denn der Teller hängt weiterhin an der Wand und inzwischen betrachte ich ihn wie ein Spiegel, der mir aufzeigt, wie sich meine Sicht auf die Dinge ändert, wie ich mich ändere, meine Betrachtungsweisen und Handlungsweisen.

Heute nun, liegt der Schwerpunkt meiner Betrachtung auf dem Wort „…praktisch…“.

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*Wenn du dich für meinen Newsletter einträgst erhältst du meine News direkt in dein Emailfach. Derzeit schreibe ich sehr unregelmäßig. Es kann also gut möglich sein, dass etwas Zeit vergeht, bis du von mir liest. Neben Informationen und Inspirationen rund um das wundersame Lernen und wundersameVerLernen, weise ich auf meine Beratung, meine Seminare, Einzelbehandlungen, meine Möglichkeiten für Übernachtung in der Mühle sowie aktuelle Angebote hin.


Der Zeit beackere ich innerlich das Wort ‚praktisch‘ in Zusammenhang mit dem Wort ‚Liebe‘.

Mir fallen sofort viele kluge Sprüche bezüglich der Liebe ein. Und da ich ja hier über Kinder, Lernen und Erziehung schreibe, will ich den Satz -Liebe kann man nicht beschreiben, Liebe muss man praktisch treiben - auf das Leben mit Kindern beziehen.

Ich lasse dich ein Stück teilhaben an meiner derzeitigen Erkenntnissen dieses Wandzitats in der Küche meiner Eltern.

  • Es gibt keine Worte für die Liebe zu meinen Kindern.
  • Die Liebe zu den Kindern ist für mich still und ohne Tamtam.
  • Die ganze Liebe, die ich in Momenten in mir trage ist wenig von Bedeutung, wenn ich es nicht vermag, sie durch meine Taten und Worte, durch meine Haltung praktisch spürbar zu machen.
  • Ich habe den Eindruck, dass ich mich ständig dehnen und weiten muss, um auch Umstände zu bewältigen, die ich als nicht so knackig empfinde, damit Liebe fliessen kann.
  • Das Wort ‚praktisch‘ in Zusammenhang mit der Liebe zu den Kindern hat mehr mit ‚geben‘ zu tun.
  • -Liebe praktisch treiben- hat für mich mit aktiv weitergeben, Liebe versprühen zu tun.
  • Wie ich Liebe betrachte und auszudrücken vermag wandelt sich. (Schau dir das kleine Video am Ende an, was Kinder unter Liebe verstehen....)
  • Die Liebe geben, um sie erfahren zu können.
  • Liebe erfahrbar machen/wahrnehmbar.

Gerade lausche ich einem berühmten Musiker. Er vermag durch die Art und Weise, wie er das Klavier spielt, die „Liebe praktisch zu treiben“. Er berührt dadurch Millionen Menschen. Liebe-praktisch-treiben!
Ich gehe fest davon aus, dass Kinder die Möglichkeit dazu hätte, ihr inneres Instrument derart fein zu spielen, wie Horowitz. Wenn wir Erwachsenen den Kindern gestatten können, ihre Einzigartigkeit zu leben, statt Einzigartigkeit auszugleichen und anzugleichen. An was eigentlich? Die Liebe ausgleichen, ausbremsen?

Vielen Dank, dass du mich bei meinem kleinen philosophischen Ausflug begleitet hast.

-Hier findest du den Link zu meinem nächsten Tagesseminar im September. Hier am Kraftort Köttingermühle lade ich dich ein eine völlig andere Betrachtung auf dich und das Leben mit deinem Kind zu bekommen.

-Nimm dir 8 min. und du spürst vielleicht wovon ich heute schreibe, zauberhaft: Horowitz spielt Schubert

-In diesem Video beschreiben Kinder,  was für sie Liebe ist (sehenswürdig)


Bedingungslos Lernen

first_stepBedingungslos Lernen, inspirierend, entstaubt und positiv

Im gestrigen Tagesseminar hatten wir alle die Gelegenheit die ganzen alltäglichen Herausforderungen im Leben mit Kindern aus einer anderen Perspektive, mit wohlwollenden Blicken und wirklich zuhörenden Ohren zu betrachten. Für mich war es ein schönes, nährendes Wir-gefühl. Wie so oft im Leben fanden sich die Ansätze für eine mögliche Lösung zu den Fragestellungen der TeilnehmerInnen an ganz anderen Stellen, als ursprünglich vermutet.

WundersamesLernen hat ganz viel mit uneingeschränktem Lernen zu tun. Einem Lernen oder sich entwickeln, dass möglichst frei von Bedingungen ist.
Beim gestrigen Seminar zum WundersamenLernen ist es mir ganz besonders deutlich geworden, wie wichtig es ist, dass wir Erwachsene für die Kinder Räume und Möglichkeiten kreieren, die möglich frei von Bedingungen und Bewertungen sind. Das ist aber eine echte Herausforderung für uns Erwachsene, da unsere Lernprozesse ja nun sehr stark von Bedingungen und Bewertungen geprägt wurden.
Und mit Räumen meine ich nicht nur die äußeren Räume von Schule, Kindergarten oder Hort, sondern insbesondere die inneren Räume der Erwachsenen, die mit den Kindern zu tun haben.

Hast du je darüber nachgedacht, was genau es ist, dass dir so gut tut, wenn du durch den Wald läufst, oder Zeit in der Natur oder mit Tieren verbringst? Neben den üblichen Antworten, von Sauerstoff und das Grün und die Stille etc. so ist der Wald auch ein Ort, der mich nicht bewertet oder eine Meinung von mir hat. Ich darf einfach sein. Das ist sehr wohltuend und entspannend. Ich betrete also im Wald einen Raum, der unter normalen Bedingungen erst mal nicht s von mir will, ich darf einfach sein.

In den Seminaren und Treffen zum WundersamenLernen kreiere ich mit meinen Gästen einen Raum, in dem sie einfach sein dürfen. Von dieser Perspektive her kommend öffnen sich für die alltäglichen Herausforderungen mit unseren Kindern ganz andere Türen. Neue Perspektiven dürfen entstehen. Lernen darf unkompliziert sein.
Im gemeinsamen Treffen verwandeln sich Gedanken wie

  • Mein Kind respektiert mich nicht.
  • Ich bin als Elternteil nicht gut genug
  • Andere Eltern werden mich nicht anerkennen, wenn ich das meinem Kind durchgehen lasse.
  • Wenn mein Kind nicht frühzeitig lernt gehorsam zu sein, wird es mir später auf der Nase rumtanzen
  • Wie soll das Kind später im Leben klar kommen, wenn es nicht frühzeitig lernt, Regeln zu befolgen

auf wundersame Art in stärkende Grundhaltungen, die sich entspannend auf die alltäglichen Probleme auswirken.

  • Es ist gut zu erfahren, dass mein Wohlbefinden nicht abhängig von dem ist, was andere über mich denken.
  • Ich bin größer als das. Ich bin kraftvoller als dieser Umstand
  • Mein Kind erinnert mich daran, dass Macht über andere haben nicht so von Bedeutung ist.
  • Ich erkenne an, dass mein Kind kein gedankenloser Wurm ist, hinter dem ich laufend hinter her sein muss.
  • Mein Kind lernt schon seinen Weg zu finden.
  • Ich mag es sehr, dass mein Kind im Grunde genau weiß. was es will
  • Ich bin dankbar für mein Kind, dass mich durch seine einzigartige Art immer wieder daran erinnert, dass ich meine bedingte Sichtweisen wundersam erweitern sollte.
  • Ist es das wert, dass ich meinen inneren Frieden dafür opfere?

Im Grunde haben wir uns mit dem inneren Job von Erwachsenen beschäftigt, der es erst ermöglicht, dass Kinder freudvoll und unbegrenzt lernen können. Dazu gab es gutes Essen, entspannte Atmosphäre, Kaminfeuer und wirklich nette Begegnungen.

Das nächste Tagesseminar zu diesem Thema findet am 14. März 2015 statt?

Bist du dabei?

Info findest du hier: www.wundersameslernen.de/termine/