Deine Manipulation raubt deine Freiheit

Image-1Warum du dir durch subtile Manipulationen deiner Kinder selbst die Freiheit raubst.

Unseren Kindern zu ermöglichen ,einfach die zu sein , die sie sind, wird eines Tages unser ganzes Bild von Erziehung und Lernen verändern. Davon bin ich fest überzeugt.

Der Zeit ist es so, dass Mütter große Ängste in sich tragen, dass ihr Kind in dieser Gesellschaft nicht bestehen können wird, wenn die Mutter nicht dafür sorgt, dass ihr Kind „funktioniert“.
Im Grunde beginnen diese Ängste schon unmittelbar nach der Geburt zu greifen. Junge Mütter machen sich endlos Gedanken, ob sie dieses und jenes richtig machen. Die innere Kritikerin ist sehr stark und bewertet alles, was wir als Mutter tun.
Später dann, am Beispiel der Bedeutung und Notwendigkeit der Hausaufgaben, zeigt sich das ganze Drama.

Es gibt Mütter, die fest davon überzeugt sind, dass Kinder keine Hausaufgaben und erst recht keine Schule benötigen, um ein wertvolles, eigenständiges, glückliches Mitglied in dieser Gesellschaft zu werden.

Es gibt andere Mütter, die sind der festen Überzeugung, dass Kinder ein gewisses Maß an Stumpfsinn im Üben und Lernen zugemutet werden muss, damit sich das Kind schon mal daran gewöhne, denn später müsse es ja auch damit klar kommen. Frei nach dem Motto: „Das Leben ist kein Pony-Hof“.

Dazwischen gibt es allerlei Nuancen.

Wir haben als Mütter so unsere Strategien entwickelt. Diese wenden wir an, aus der festen Überzeugung heraus, dass unsere Grundannahme genau die Richtige ist, die das Kind, möglichst problemlos, in einen Haufen von weiteren Problemen integriert.

  • Beispielsweise arbeiten wir mit Lob, um Interessen und Verhalten in bestimmte Richtungen zu bugsieren.
  • Wir haben auch Strategien entwickelt, um den Kindern die emotionale Unterstützung zu entziehen, wenn sie Dinge tun, die wir für nicht so wertvoll halten.
  • Auch können wir zu Furien mutieren, wenn nichts mehr klappt.

Kinder sind so ungeheuer flexibel, dass sie in der Lage sind, sich anzupassen. Sie finden Ruck Zuck heraus, was ihre Eltern mögen und was nicht.
Ich denke, dass das ein Stück weit normal ist und in dieser Form wahrscheinlich in fast jede Eltern-Kind Beziehung gehört.

Was mich dabei eher nachdenklich stimmt, ist, dass Kinder neben dieser enormen Anpassungsleistung, auch noch heraus finden müssen, wer sie selbst sind und was sie selbst benötigen und mögen, um ein gesundes, freudiges und glückliches Leben zu führen.

Zu groß ist die Gefahr, wenn sie zu sehr unter unserer ‚Überpädagogisierung‘ und ständigen Kontrolle leiden, dass sie selbst nicht heraus finden, wer sie sind und was sie benötigen.
Zu groß ist die Gefahr, dass sie in unserer Erziehung lernen, ihre Zufriedenheit und ihr Glück, über äußeren Erfolg und äußere Bestätigung, zu erfahren.

Die Kinder lernen leider, sich in großem Maße durch uns Eltern und Pädagogen, von ihren inneren Bedürfnissen und Erfordernissen abbringen zu lassen.

Das fängt mit solchen Kleinigkeiten an, ein Kleinkind nach 16 Uhr nicht mehr schlafen zu lassen, damit es um 8 auch gut ins Bett geht. Geht weiter mit diesen 3 Löffelchen (‚sättigendem Abendbrei‘) Brei, die es noch in den Mund gesteckt bekommt, obwohl es schon satt ist, damit es vielleicht doch mal durchschläft. Bis hin zu unseren Mittelchen, die wir als Mütter entwickelt haben, damit wir beeinflussen können, mit wem unser Kind sich nachmittags verabredet und mit wem nicht….

Ich halte es für eine echte Kunst, all das nicht zu tun. Ich weiß, wovon ich rede. Ich hatte und habe schließlich lange Jahre Gelegenheit, mich selbst zu beobachten, wie ich manipuliere, steuere und lenke. Dann habe ich die Notwendigkeit erkannt, diese stillen Manipulationen möglichst in großem Maße einzustellen. Warum?

               D e i n e   M a n i p u l a t i o n  r a u b t  d e i n e  F r ei h e i t

 

Ich habe über die Jahre die Bedeutung darin erkannt, wie ausgesprochen wichtig es ist, Kinder in ihrem eigenen Körper, in ihren eigenen Empfindungen, Entscheidungen und Prozessen möglichst ungestört zu lassen. Irgendwann auf meinem Weg mit den Kindern ist es mir wichtig geworden, diesen leidenschaftliche lebenden Kinder, die ihre Zufriedenheit und Freude aus ihren inneren Prozessen ziehen, nicht im Weg zu stehen.
Ich habe erkannt, wie ich sie durch meine subtilen Manipulationsversuche auf ein Abstellgleis sende und den Weg dafür öffne, dass sie Bestätigung und Zufriedenheit immer von außen erwarten und nicht mehr aus sich selbst heraus ziehen können.
Wenn ich als Mutter nicht mehr so oft im Weg stehe und über mein Einmischen über Erfolg und Misserfolg oder gutes Gelingen, entscheide, dann hat es mein Kind nicht mehr so nötig, nach Aufmerksamkeit und Anerkennung der Erwachsenen zu ringen.

Die große Anstrengung, die einige Mütter empfinden, ist in meinen Augen durch diese nicht enden wollende Kontrolle und Manipulation selbst gemacht. Diese kleinen Manipulationen und Beeinflussungen machen die Kinder abhängig von außen und Mütter und Kinder unfrei und angestrengt.
Je weniger ich das tue, so kann das Kind einfach mit sich selbst verbunden bleiben und kann damit durch seine unverstellte Art, selbst in der Welt stehen.
Wenn ich mich als Mutter nicht so oft einmische, dann bekommen vermeintliche Fehlschläge oder Misserfolge eine ganz andere Bedeutung im Leben der Kinder. Sie sind einfach was sie sind. Fehlschläge und Misserfolge.

Schon wenn dem Kleinkind der selbst gebaute Turm umfällt, muss ich dies nicht mit meiner gespielten Betroffenheit kommentieren, ich kann warten, welches die eigene Reaktion des Kindes sein wird.

Durch ein kleines Beispiel dieser Art, will ich dir verdeutlichen, wie ich schon dem Kleinkind die Gelegenheit gebe, den inneren Eindruck seines eigenen Herzens erkunden zu dürfen - einfach sein zu dürfen. Mir ist es total wichtig, schon den aller kleinsten Gelegenheit zu geben den Kontakt zu ihren eigenen Herzen in Takt zu halten. Ich halte Verhaltensweisen dieser Art für eine wesentliche Zutat, um den Kindern einen möglichst unverstellten Start in diese komplexe Zeit zu geben, damit sie sich selbst und ihre natürliche Art „haben“ können, um in diesen turbulenten Zeiten sicher navigieren zu können.

Eine wesentliche Grundlage meiner Beratung besteht darin, Erwachsene darin zu unterstützen, ein möglichst großes Maß an Freiheit für sich und die Kinder ermöglichen zu können und im selben Moment den Erfordernissen dieser Zeit gerecht zu werden.

 

 

Info zum nächsten T a g e s s e m i n a r, dass dich darin unterstützt in deine eigene Kraft zu gelangen, Bewusstheit über deine Herangehensweisen in den alltäglichen Erfordernissen in der Familie zu bekommen und positive Veränderungen einzuführen, damit du wieder mehr Leichtigkeit und Freude empfinden kannst, erhältst du hier :

www.wundersameslernen.de/termine/


Wenn du was erleben willst, dann schreib was zum Thema "Kinder" und „Grenzen."

Wenn du was erleben willst, dann schreib was zum Thema "Kinder" und „Grenzen."

Wenn du mal richtig was erleben willst, dann musst du im Internet einfach irgendetwas veröffentlichen, was die folgenden zwei Worte enthält: „Kinder“ und „Grenzen“.

Du wirst es nicht für möglich halten, was dann geschieht. Als ob diese beiden Worte , miteinander in Verbindung gebracht und mit dem Katalysator Sozialmedia vermischt, eine explosionsartige Reaktion hervorrufen.

Wenn du dir dann etwas Mühe machst und versuchst die aufgewirbelte Reaktion der Menschen weiter zu untersuchen, dann wirst du folgendes Feststellung machen:

Du wirst das Ergebnis anschauen, alle Reaktionen und Kommentare analysieren und wirst zu dem Schluss kommen, dass du keine vordergründige Erklärung dafür hast, warum die Reaktion so heftig ist. 
Obwohl du dich, als die Person, die die Reaktion ausgelöst hat, nicht frei machen kannst von der Tatsache, dass du keine neutrale Beobachterin bist, bist du über folgendes Ergebnis total erstaunt.

Die Menschen reagieren so emotional, teilweise geladen und haben in vielen Fällen vielleicht gar keine unterschiedliche Meinung. Das ist das Merkwürdige? Du wirst dich dann fragen, wo eigentlich das Problem ist?

Warum lösen die beiden Worte „Kinder“ und „Grenzen“ diese energiegeladenen Reaktionen aus?

Ja natürlich kollidieren hier auch die Extreme aufeinander. Da sind Menschen, die die sogenannten Grenzen immer sofort und mit aller Macht und Klarheit durchsetzten wollen, da kann auch mal ein ‚kleiner Klaps‘ nicht schaden. Auf das die Brut nicht übermütig wird.

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Und da sind die, sozusagen im anderen Reagenzglas, am anderen Ende des Tisches, die der Meinung sind, dass sich schon alles regeln wird, die alleine das Wort „Grenzen“ schon in Wallung bringt und die meinen: „Nu lass sie doch, die lieben Kleinen.“

Die entgegengesetzten Einstellungen und deren Extreme sind dir ja seit langem bekannt. Die Diskussion ist ja nicht wirklich eine Neue. Da stellt sich dir vielleicht die Frage:

Warum ist die Reaktion der Menschen immer so heftig und aufgebracht, wenn die Worte „Grenzen und „ Kinder“ ins Spiel kommen?

Sind es die Bestandteile des Katalysators? Sind es die dann immer scharf formulierten Anmerkungen, die mit Ausrufezeichen versehen werden !!! Sind es die Worte „muss“ und „sollte“, die auftauchen und persönliche Meinungen unterstreichen? Sind es diese Kommentare, die mit erhobenem Zeigerfinger daher kommen?

Mir kommt es so vor, als ob die Worte „Kinder“ und „Grenzen“ irgendwie den Menschen dazu verleiten, Schützengräben auszuheben und in Stellung zu gehen.

Und dann laufen da ein paar Mutige auf dem Anfeindungsschauplatz umher. Sie haben weiße Fahnen in der Hand, auf denen steht mit zittriger Schrift das Wort „Integrität“.

Sie werden aber wenig beachtet, denn die einen wissen nicht recht, was das ist und finden schon gar nicht, dass das komplizierte Wort in den Zusammenhang mit Kindern gebracht werden sollte.

Die anderen explodieren auch munter weiter, denn sie müssen immerhin in Stellung gehen, sich gegen die anderen behaupten, sich entgegenstemmen. Integrität ist zwar wichtig, aber man weiß nicht, wie man sich in einer anderen Haltung behaupten soll. Man ist des Kämpfens müde, doch den Schauplatz verlassen, kann man auch nicht so einfach.

Vielleicht fragst du dich wie ich, ob man in Erziehungsfragen mit der flächendeckenden Verteilung von Löschdecken gut beraten ist? Oder ob es vielleicht sinnvoller ist weiter zu forschen, nach dem einen Reagenz, dass die explosionsartigen, emotionalen Reaktionen in Erziehungsfragen so beeinflussen würde, dass etwas Wertvolles dabei rauskommen kann? Zum Wohle aller.

Ich würde gerne wissen, was hier deine Empfehlung ist? Ich bin manchmal ein wenig ratlos.

 

Ich möchte dich auf zwei Veranstaltungen aufmerksam machen, die zeitnah stattfinden. Da ist zunächst unser  EduWorkCamp im November 2017, das erscheint mir ein gutes Forschungsfeld zu sein, um mit Fragestellungen dieser Art zukunftsfähig umzugehen. Ich würde mich auch freuen, wenn du bei meinem nächsten Tagesseminar dabei bist.

 

Wenn du was erleben willst, dann schreib was zum Thema "Kinder" und „Grenzen."