Wenn Detailverliebtheit der Erziehung im Weg steht

Wenn Detailverliebtheit der Erziehung im Weg steht

Unsere wissenschaftlichen Errungenschaften ermöglichen uns auch im Bereich Erziehung und Lernen einen Blick in Feinheiten. Ungezählte Fragen über die kindliche Entwicklung wollen beantwortet sein. Spezialbereiche zur kindlichen Entwicklung sind entstanden.

Die unterschiedlichsten Bereiche geben uns inzwischen Informationen, die uns helfen, die Entwicklung eines jungen Menschen besser zu verstehen.

Die Hirnforschung kann Hinweise geben und Erwachsene darauf aufmerksam machen, dass gewisse Ansätze und Erziehungspraktiken vielleicht besser überdacht werden sollten. In anderen Bereichen gibt es Langzeitstudien, die Kinder und deren Entwicklung über Jahrzehnte untersucht hat. Man weiß nun viel mehr darüber, wie die kindliche Entwicklung zu verstehen ist, was es zu beachten gibt. Es gibt Kurzzeitstudien, die Hintergründe über kindliches Verhalten aufdecken, beispielsweise in der Psychologie. Die Medizin erlaubt uns den mehrdimensionalen Blick in den Mutterleib. Geschichte und Archäologie geben ebenfalls Hinweise über bedeutendste Zusammenhänge. Da wäre noch die Anthropologie, die ebenfalls so viele Informationen beisteuert, die Erwachsenen helfen kann, damit Kinder gesund und kraftvoll aufwachsen. Zu guter letzt die Kenntnisse der Pädagogik. Man glaubt zu wissen.

Der Mensch baut so viel an Information auf, in dem er sich immer mehr in die Tiefe eingräbt, immer kleinere Teilchen entdeckt. Dann findet man ein Elementarteilchen, dass noch kleiner als klein ist. Vermutlich geht es immer so weiter.
Vermeintlich in die entgegensetzte Richtung, in den fernen Kosmos, findet man ebenfalls immer mehr heraus, was hinter dem letzen Stern am Himmel, da ganz in der Ferne, auch noch zu ist. Wir bewegen uns forschend in die weite Ferne und in die Tiefe der Materie. (vielleicht ist es die gleiche Richtung??)

Die Ergebnisse all dieser Bemühungen finden sich dann auch in Produkten wieder, die man eigens kreiert, damit Kinder sich besser entfalten können. Das glaubt man.

Von der Linkshänderschere, über den ergonomisch angepassten Schulranzen bis hin zu dicken Buntstiften für Kleinkinder, sowie das bunte Einschlaflicht. Bequem geformte und super saugstarke Windeln, das Fläschchen mit dem Kiefer angepassten Sauger, in der Größe S-L.
Schuhe, mit dem richtig geformten Fußbett und den Kinderstuhl, der mit wächst.

Wir finden Dinge heraus und kreieren immer mehr Details, um der Entwicklung eines Kindes immer mehr entgegen zu kommen. Ist das ein Weg, der Kinder wirklich unterstützt?

Heute, mit diesem Beitrag möchte ich die Frage stellen, ob dieses Detailwissen und deren Umsetzung in ‚Zeug‘ und Wissensakkumulation wohl immer der eigentlichen Entwicklung eines jungen Menschen beiträgt ? Ich frage mich, an welcher Stelle, all diese 1000 Details, die angeblichen Notwendigkeiten, die aufgebracht werden, wohl einen signifikanten Unterschied für die Entwicklung unserer Kinder macht? Ich frage mich, ab welchem Punkt die Feinheiten im Weg stehen und diese wundersame kindliche Entwicklung fesseln und behindern?

Wo hat das Leben Gelegenheit ungebremst, ohne Mikroskop und Rakete, seinen Ausdruck zu finden? Wo bleibt die Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens?

Ich frage mich, bei aller Anerkennung für die Ergebnisse der mannigfachen Forschung rund um das Kind, ob es dem eigentlichen Leben, dem kindlichen Leben dienlich ist?
Vielleicht ist uns bei all dem Interesse und all dem Forscherdrang um die kindliche Entwicklung einfach nur das Simple, das Einfache, das Naturnahe aus den Händen geflutscht?
Vielleicht benötigen wir hier und da ein paar deutliche und gesunde Schritte hin zurück zur Einfachheit der Dinge, zur Natur der Dinge.
Letztendlich glaube ich, dass wir den Kindern ein gutes Stück Vertrauen abziehen, wenn wir durch die technischen Möglichkeiten der Unterstützung von kindlicher Entwicklung der eigentlichen Intelligenz, die hinter allem steht, das Wasser abzugraben suchen.

  • Dann passiert es, dass man als Eltern kompliziert wird, indem man 3 Tage damit verbringt, den Kinderwagen zu kaufen, der die ergonomisch angepasste, mitwachsende Rückenschale hat.
  • Man macht sich viel zu sehr einen Kopf, ob dieser oder jener Schnuller, den Kiefer ungünstig beeinflussen könnte.
  • Man glaubt, dass man dem Kind ein Schaden zufügt, wenn man heute keine Lust hat, eine Gutenachtgeschichte zu erzählen.
  • Man glaubt, dass die Zukunft des Kinder verloren ist, wenn es mit 8 Jahren noch nicht gut genug lesen kann.
  • Man kann Stunden damit verbringen, die richtige Nahrung für das Kind zu kaufen oder zuzubereiten, weil man alles so richtig machen will.

Die entdeckten, angeblich notwendigen Details aus Wissenschaft und Forschung können uns eben auch fehlleiten, sie können uns verunsichern und die Scheinwirklichkeit aufbauen, dass man als Eltern versagen würde, wenn man sich nicht daran hält, wenn man etwas tollkühn anders macht.

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Dann stellt sich unmittelbar die nächste Frage:

Wo findet man die Unterstützung und Kraft, wenn man seine Sicherheit als Eltern und die Zukunft der Kinder nicht mehr in so großem Maß von den äußeren, angeblichen Erfordernissen abhängig machen möchte ? Wo findet man wieder ein Quentchen mehr Vertrauen in die natürlichen Ablaufe und simplen, naheliegenden Dinge?
Wer setzt das Maß für die wirklichen Notwendigkeiten und wo macht man einfach nicht mehr mit?

Ich weiß nicht genau, was es für dich sein könnte?

Für mich ist es das Draußen sein und die Beobachtung der Natur. Dabei kann ich immer ganz gut wahrnehmen, was es alles nicht braucht, um Kinder aufzuziehen. Draußen kann ich auch beobachten, was es braucht, vor allem,  wie wenig das alles mit dem zu tun hat, was ein Menschenskind angeblich benötigt, um gut aufzuwachsen.

Natur und Stille verbinden mich in gewisser Weise direkt mit dem, mit dem auch die Kinder verbunden sind.

Für mich beutetet es, je weniger Gedöns, desto besser bin ich verbunden, mit dem was mich und die Kinder stärkt.
Denn das, was alles über mich herfallen will und mir seine angebliche Bedeutung im großem und ganzen Bild der Kindererziehung aufdrücken will, wird plötzlich klein und weniger bedrängend, vor allem aufdringlich.

Ich bitte dich, dein Vertrauen in das Leben der Kinder freizuschaufeln von allen angeblichen Notwendigkeiten. Denn das, was die Kinder wachsen läßt, liegt letztendlich ‚Jenseits aller Erziehungsvorstellungen‘.  Das was die Kinder gut gedeihen läßt, ist in vielen Fällen nicht das, was Wissen anhäuft, sondern die Weisheit der Erwachsenen, die sich durch gelebte Erfahrung entwickelt. Das meiste spielt sich nun mal zwischen den Zeilen ab.

Oder, wie es Antoine de Saint-Exupéry so treffend sagt:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“


Warum in Zyklen denken für Erziehung und Lernen so wichtig ist

Warum in Zyklen denken für Erziehung und Lernen so wichtig ist

Es gibt Zeiten, da fällt es mir ungeheuer schwer darauf zu vertrauen, dass Entwicklung und Lernen sich in Zyklen abspielt. Wenn ich meine Kinder betrachte und beobachte, dann ist es mir leichter diese Zyklen wahrzunehmen und das nötige Vertrauen aufzubringen. Das Vertrauen, dass alles gut sein wird.

Es ist in unserer Gesellschaft ungeheuer schwer Lernprozesse und Entwicklungsprozesse als zyklisch zu verstehen.

Gesellschaft ist mit ungeheuerer Macht darauf ausgerichtet, uns lineare Entwicklungsprozesse weismachen zu wollen. Man glaubt so gerne an Wachstumskurven, die einen steten und ungebrochen Aufstieg zur Folge haben. Man möchte auch gerne glauben, dass ein vermeintlicher Stillstand in Entwicklungsprozessen durch mehr Krafteinsatz, ein geeignetes Seminar, einen Besuch beim Therapeuten oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten wieder auf volle Kraft ‚getuned’ werden könnte. Wenn Zyklen und Instabilität nicht beachtet werden, dann unterliegen wir dem ständigen Zwang zum Tun. Der Gefahr ist dann groß, dass ich meinen Selbstwert (und den Selbstwert der Kinder) von positiven und ständigen Ergebnissen abhängig mache.

Das lineare Denken und das Denken in Fortschritt und Optimierungszwang läßt mich defizitär erscheinen, wenn es mal nicht so klappt. Ich suche immer Konzepte zu erstellen, die unter dem Aspekt der Effizienz funktionieren. Wenn ich keine Kraft habe, nicht kreativ bin, wenn ich Ruhe und Stille brauche, dann kann ich schnell den Eindruck haben, dass ich nicht in Ordnung bin.

Das ist mir schon damals in den Stillbeziehungen zu meinen Kindern aufgefallen. Nichts bleibt wie es ist. Alles ist im Fluss. Kaum habe ich gedacht, dass sich ein bestimmter Stillrhythmus eingestellt hat, auf den ich mich hätte verlassen können, kam eine Wendung, die meine volle Aufmerksamkeit erfordert hat.
Habe ich dann vielleicht gedacht, dass dieser Rhythmus nun so bleibt, bis das Kind sich abstillt (oh ja, grins ), schon hat der Säugling einen Entwicklungsschub gemacht und benötigte aus unerklärlichen Gründen mehr Nahrung. Vielleicht zeigte sich das Instabile und nicht Vorhersehbare auch darin, dass das Kind plötzlich viele Stunden durchschlief und meine 'Brust in Erwartung' war, nun endlich geleert zu werden.
Vielleicht wurde das Kind krank und brauchte aus irgendwelchen Gründen mehr von mir, was ich aber in diesen Minuten nicht wahr haben wollte. Ich wollte mit meinem Verstand ein Konzept bauen, wollte das Kind dort hineinzwängen, damit ich meine Leben leben konnte, dass Kind ‚organisieren‘ wollte. Das hat aber nicht funktioniert. Vielmehr brauchte es eine ganz andere Haltung.

Diese bedeutet, dass ich mich diesem instabilen und ständig im Fluss sein von Entwicklung und Entfaltung hingebe. Als Mutter bin ich gefordert immer am Zahn der Zeit zu sein. Nicht etwa an dem Zahn, den ich meine, sondern an dem Zahn der Zeit, den das Kind vorgibt. Meine Kinder sind inzwischen groß. Ich lerne trotzdem weiterhin achtsam zu sein.

Alles andere führt in meiner Erfahrung zu großen Schwierigkeiten im Alltag.

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Als Mutter finde ich es bedeutsam, die zyklische Natur der Dinge in allem zu beobachten und auch zu ermöglichen. Es hat viel mit der Gesundheit der ganzen Familie zu tun.
Das ist in diesen Tagen ausgesprochen schwer. Denn, die Art, wie auch mein Verstand geschult wurde, hat die Zyklen und natürlichen Zusammenhänge einbetoniert. Ich habe regelrecht gelernt, dass Flüsse in gerade Flussbetten gerichtet werden müssen, damit sie ‚effektiv’ Wasser transportieren können. Wie vor einigen Jahrzehnten in Deutschland Flüsse begradigt wurden, so wurde auch mein Verstand begradigt. Das Mäandern eines Flusses, hat man zu dieser Zeit als ineffektiv und Zeitraubend und unnütz verkauft.

Ich dem menschlichen Geist ist das Mäandern nicht mehr gestattet. Kinder müssen effektiv lernen und Ergebnisse produzieren.
Bei den Flüssen hat man den tieferliegenden Sinn hinter den Floßbiegungen vergessen. Bei der kindlichen Entwicklung hat man ‚das Kind sein dürfen‘ vergessen.

Die Grundvoraussetzungen für Entwicklung und Lernen wurden einem patriarchalen Ansatz von messbaren Ergebnissen und Effizienz untergeordnet. Meine eigene Kindheit und Erziehung sind ganz eindeutig das Ergebnis dieses Ansatzes.

Und nun ist die besondere Aufgabe von Müttern, zu erkennen, dass sie selbst in dieser Form als Fluß begradigt worden sind und das gerade darin ein Großteil der Probleme liegen, die sie im Alltag mit den Kindern haben.

Kinder kommen sozusagen von der anderen Seite auf uns zu. Sie sind noch sehr stark mit den inneren und natürlichen Rhythmen der Natur verbunden. Sie haben ihre Bedürfnisse, an Schlaf und Nahrung und Stille, Nähe und Aktivität. Diese laufen den Bestrebungen einer Gesellschaft zu wider, die gerne linear denken möchte und messbare Ergebnisse produzieren möchte.

Es ist also kein Wunder, dass die sogenannte moderne Erziehung und Bildung einem natürlichen, Lern- und Lebensprozess genau gegenüber steht. Es muss zwangsläufig zu Problemen im Alltag führen, wenn Mütter nicht ein Bewusstsein dafür entwickelt haben, wo sie sich in diesem ganzen Spiel befinden.

Und wie schon damals beim Stillen, geht meine Entwicklung und mein Prozess des Nachentfaltens mit der meiner Kinder Hand in Hand. Ich muss weiterhin genau hinschauen um die Bonbons für mich und die Kinder zu finden.

Meine derzeitige Aufgabe besteht darin, das, was ich bei den Kindern wahrnehme und im außen sehen kann, bei mir selbst zur Nachentfaltung zu bringen.

Ich mache dir ein Beispiel bezogen auf Zyklen und Rhythmen von Entwicklung und Beobachtung meiner Kinder:

Die Kinder haben Zeiten, in denen sie eine niedrige Energie haben oder eine hohe Energie. Es gibt Zeiten, in denen sie höchst aktiv sind oder nicht. Sie haben Zeiten, in denen sie kreativ sind und in anderen Zeiten nicht. Es gibt Zeiten, in denen sie etwas erreichen und Zeiten, in denen sie nichts erreichen. Ich beobachte Zyklen, die kurz sind ( Stunden), vielleicht auch länger (mehrere Monate). Nichts ist linear. Alles ist in gewisser Weise instabil und im Fluss. Ich habe beobachtet, dass es von Bedeutung ist, im Fluss zu sein und diesen Zyklen keinen Widerstand zu bieten. Zumindest nicht mehr als nötig. Auch das hat mit Gesundheit und Krankheit in der Familie zu tun.

Und nun beschreibe ich dir, wie ich diese Erkenntnisse nutze, um mich selbst zu stärken und nachzuentfalten.
Ich formuliere alle Sätze auf mich bezogen und schaue, was das mit mir macht. Lies sie einfach durch und beobachte dich beim Lesen.

  • Ich habe Zeiten, in denen ich eine niedrige Energie habe oder andere Zeiten, in denen ich eine hohe Energie habe.
  • Es gibt Zeiten, in denen ich höchst aktiv bin und andere in denen ich nicht aktiv bin.
  • Ich habe Zeiten, in denen ich sehr kreativ bin, zu anderen Zeiten nicht.
  • Es gibt Zeiten, in denen ich nichts erreiche und andere Zeiten, in denen ich viel erreiche.
  • Ich beobachte Zyklen, die relativ kurz sind, vielleicht Stunden, oder ich beobachte Monate oder gar Jahre.
  • In meinem Leben und wundersamen Lernprozess ist vermutlich nichts linear. Ich will es aber nicht ausschließen.
  • In meinem Leben ist vieles instabil und ständig im Fluss.
  • Wenn ich natürlichen Zyklen Widerstand biete, tut es meiner Gesundheit nicht gut.

Meine wachsende Aufmerksamkeit für diese Zusammenhänge gibt mir Gelegenheit wahrzunehmen, was ich mir und auch den Kindern antue, wenn ich nicht bewusst bin und mich dem ganz ‚normalen‘ Wahnsinn hingebe.

Viel Stress, den wir im Alltag mit den Kindern haben, hat im Grunde gar nichts mit den Kindern zu tun, sondern mit den Bestrebungen, Kinder in eine SeinsArt zu zwängen, die nicht dem Leben entspricht. Hier braucht es unsere volle Aufmerksamkeit als Eltern.

Im Rahmen meines Tagesseminars beschäftigen wir uns mit diesen Themen und erfahren direkt, wie mit ein wenig Bewusstheit, eine enorme Schwere von deinen Schultern fallen kann. Freue mich, wenn du das nächste mal dabei bist.


Im Lernprozess wollen auch die Wurzeln genährt werden. Eine persönliche Analogie.

Für das lebenslange Lernen geben die 'Wurzeln' nicht nur die Kraft für den Wachstum, sondern die Wurzeln werden in ganz spezifischen Prozessen genährt, damit die 'Pflanze' wachsen kann. In unserem derzeitigen Bild von Erziehung und Lernen, denken wir leider zu viel an Schub und Kraft aus den Wurzeln. Man vergisst zu schnell, dass die Wurzeln eines Baumes auch den Rückfluss aus den Baumspitzen und den Rückzug der Säfte im Winter benötigen. Eine persönliche Analogie.

Seit einigen Monaten ist es vordergründig stiller um mich und meinen Einsatz für eine Veränderung im Schulsystem geworden.
Das liegt nicht etwa daran, dass ich nicht mehr der Überzeugung bin, dass unser gegenwärtiges Bild von Erziehung und Bildung eine ziemliche Katastrophe ist, sondern ich habe den Eindruck, dass es von mir eine andere Ausrichtung braucht.

Wenn ich es bildlich darstellen würde, dann würde ich es vorsichtig einmal so ausdrücken:

Mich bewegen im Moment nicht die aufsteigenden Säfte in einem Baum, der in Richtung Blüte treibt, sondern ich bewege mich mit den absteigenden Säften in Richtung Wurzelwerk (und das meine ich gar nicht düster). Es ist eine Zeit des Rückzugs und der Stille.

Der Baum lebt durch beide Richtungen seines Flusses und benötigt den Kreislauf für seinen Wachstum.

Es wird mir ganz besonders deutlich, seit ich vor einigen Wochen mit einzelnen Mitgliedern des Schools of Trust in Verbindung bin oder auch Gespräche mit einzelnen Akteuren aus dem Youmove-Project geführt habe.

Beides sind wichtige Bewegungen mit ihrer eigenen, ‚jungen’ Dynamik in eine bestimmte (Fluss)Richtung.

Ich freue mich total für ihre Energie und ihren Einsatz für eine Veränderung in unserem Schulsystem. (Ich freue mich über alle Bewegungen, die ich in dem ganzen Feld beobachte) In all den Gesprächen mit Vertretern dieser Bewegungen, sehe ich mich und sehe auch meine Themen zur Zeit meines Studiums und später. Ich kann deren Widerstand verstehen, deren Unzufriedenheit, Wünsche und Vorstellungen für ein geändertes Schulsystem nachempfinden. Es geht darum Strukturen zu schaffen, die dem Menschen wirklich dienen und ihn wachsen läßt. Traumhaft wäre es, wenn junge Menschen darüberhinaus auch erblühen könnten.

Ich erinnere mich an diese enorme Energie, den Aufbruch und das ungestüme nach vorne gehen für Veränderung. Das Bild mit einem Baum, der im Frühjahr die Säfte nach oben steigen läßt, passt hier zufälligerweise gut.

Ich lasse mich davon inspirieren und erfreue mich.

Im selben Moment habe ich mich seit Monaten gefragt, warum mein Schub ein anderer wird? Warum bewege ich mich mehr in eine Stille, als in eine nach außen drängende Kraft? Veränderung in Erziehung und Lernen ist mein Thema. Warum habe ich das Bedürfnis nach Rückzug und Stille und im selben Moment den Drang anders zu wirken?

Zunächst dachte ich, dass es Resignation sei, doch dann habe ich festgestellt, dass sich mein Blick auf die Dinge wandelt und ich andere Wege gehen muss, um mein Licht zu scheinen.

Schaue ich in der Geschichte zurück, so frage ich mich im Moment sehr intensiv, was sich bezüglich einer gewissen Zufriedenheit und eines friedvollen Miteinanders im Leben der Menschen geändert hat? Ist der Mensch, mit der jeweiligen Erziehung, die jeder einzelne genossen hat, in der Lage ein glückliches und friedvolles Leben zu führen?

Ganz sicher nicht. Durch dieses Fenster geschaut, hat Erziehung und Lernen Katastrophen produziert und tut es weiter. Viele Leute setzen sich ein und kreieren wundervolle Veränderungen für Kinder, erleichtern deren Leben ungemein. Im selben Moment verändern sich an anderer Stelle die Lebensumstände für Kinder in eine entsetzliche Qual.

Wo gehts lang? Das frage ich dich an dieser Stelle. Braucht es vielleicht einen anderen Blick? Braucht es mehr Wurzelkraft, um mit dem oben aufgezeigten Bild von Bäumen zu sprechen?

Braucht es unsere Fähigkeit als Eltern/ Erwachsene uns mit (unserer) Wurzelkraft zu verbinden? Wenn ja, was bedeutet es denn, mit den Wurzeln verbunden zu sein? Gibt es überhaupt einen gewissen Ur-Grund, der, wenn man sich in diese Richtung bewegt, eine wahrhaft positive Veränderung für Kinder schafft?

Die Säfte eines Baumes können sich nicht immer in einer Aufwärtsbewegung entwickeln. Sie benötigen den Rückfluss zu den Wurzeln, um diese zu stärken. Diese gestärkten Wurzeln geben dann im neuen Jahr den Schub für die neue Entwicklung.

Wie ist es in deinem Leben, drehst du dich in deinen Bemühungen in gewisser Weise im Kreis?

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Viele Gespräche der vergangenen Wochen haben mir ganz deutlich vor Augen geführt, wie sehr die einzelnen daran leiden, sich im Alltag abzumühen, neue Wege zu gehen, Aufbruch und Agilität zu leben um dann ermüdet und erschöpft in einer Erkenntnis zu landen, die etwa folgendes zum Ausdruck bringt:

Ich habe zwar ein neues Essen gekocht, aber wie auch immer, wird es immer wieder mit der selben Sauce serviert.

Was ist also zu tun?

Zu tun?

Die Fragen die ich mir stelle, setzen sich mit einem eben diesem Thema auseinander. In meinem eigenen Prozess bewege ich mich immer wieder dahin, ob ich durch noch mehr tun und in Aktion sein im Prozess der Veränderung für Erziehung und Lernen hilfreich sein kann?

Ich komme im Moment zu dem Schluss, dass es für die Themen, die ich bewegen möchte, hilfreich ist noch etwas mehr in eine horchende und lauschende Haltung zu kommen. Das kann ich nur im ‚Herbstmodus’.

Ich verspürte in den letzten Monaten vermehrt einen Widerwillen gegen Aktionismus, nur des Tuns willen. Vielleicht kennst du das Gefühl auch, wenn du die Aktivitäten deines Alltags hinterfragst.

Diese Qualitäten lasse ich aber mehr und mehr in meine Seminare und Beratungen einfließen. Ich kreiere Gesprächsrunden, die den Beteiligten ermöglichen, sich ‚selbst zu verwurzeln‘ und so die Kraft für den Alltag zu erschließen.

Sowohl in Beratung als auch im Seminar liegt mein Schwerpunkt darin, Umstände zu ermöglichen, in denen Erwachsene lernen können. Ich bin überzeugt, dass auch Erwachsene Pausen und Zugang zu Ruhe benötigen. Das gehört zum Lernprozess wie das Ausatmen zum Einatmen.  Das bedeutet für mich:

Das sie an beide Flussrichtungen 'in einem Baum' angeschlossen sind. Nicht alles dreht sich um höher, größer, schneller, weiter. Es braucht auch die Gegenbewegung, die aber nicht nur in Schlaf und Entspannung münden darf, sondern in eine gewisse Wachheit (Bewusstheit oder auch lauschende Haltung).
Es geht für mich darum SEINsqualitäten zu erforschen und diese zu einer Grundlage für gesunde Lernprozesse für jung und alt zu machen.

Das gibt mir Gänsehaut und macht mir Spaß. Genau das möchte ich gerne mit dir teilen.

Sei es beim EduWorkCamp am 15.+ 16. Juni 2018 oder im Rahmen meiner Angebote für SINNvolle Gespräche. Mit Uta im Dialog. Das ist die Veränderung, die sich abzeichnet. Zu dieser neuen Ausrichtung möchte ich dich einladen. Den intelligenten Dialog zum lebenslangen Lernen mit mir kannst du buchen.

 

 

 

Im Lernprozess wollen auch die Wurzeln genährt werden. Eine persönliche Analogie.


Mein Smartphone und ich. Und jetzt?

Mein Smartphone und ich. Und jetzt?

Die Diskussionen um die Regeln für den Umgang mit den Technologien umfassen nur die Spitze vom Eisberg und damit ein Bruchteil der eigentlichen Herausforderung. Unter der Wasseroberfläche lauern Fragestellungen um den grundsätzlichen ‚Gebrauch‘ unseres menschlichen Potentials. Beispielsweise kann ich das eigen ‚Suchtpotential-Smartphone’ nutzen, um selbst präsenter zu werden.

Kürzlich habe ich im Radio einen Bericht über den Smartphone Konsum von Müttern verfolgt. Kaum eine der befragten Frauen, hat zugegeben, dass sie während sie mit den Kindern zusammen ist, einen Blick auf ihr Telefon wirft.
Alle Befragten haben (pädagogisch wertvoll) in dem Sinne geantwortet, von dem sie vermuteten, das er von ihnen erwartet wurde.

So etwas wie:

  • Wenn meine Kinder im Raum sind, schaue ich nie auf mein Telefon.
  • In Anwesenheit meiner Kinder gehe ich nicht an das Telefon.
  • Beim Stillen bin ich immer zu einhundert Prozent auf mein Kind konzentriert.
  • Wenn mein Kind im Tragetuch ist, benutze ich das Smartphone nicht.
  • Auf dem Spielplatz, am Rande der Sandkiste sitzend, schaue ich grundsätzlich nie auf mein Smartphone. Es liegt zu Hause neben dem Kühlschrank.
  • Während dem Abendessen darf keiner Tablett schauen, auch ich nicht.

Aber wo sind sie, all diese bewussten Konsumenten der modernen Technologie?
Ich finde sie nicht? Ich sehe sie auch nicht? Ich selbst sehe mich auch nicht so recht in dem oben aufgezeichnete Wunschbild.

Seltsam ist, dass die Schreie draußen groß sind und die angemessene Suche nach einem sinnvollen Umgang mit diesem Dilemma. (unserem eigenen Dilemma)

Dann kommen all die Experten zu Wort, die uns mitteilen wollen, wie bedenklich es ist, wenn schon die Kleinsten im Dunstfeld der digitalen Abhängigkeit ihrer Eltern aufwachsen.

Und ja, wir Eltern wissen es, wir spüren es, wir merken es und doch ist der Zug dieses kleinen viereckigen Kästchens so stark. Wohin zieht sie uns denn, diese modernen Technologie?

In jedem Fall zieht sie mich immer aus dem gegenwärtigen Moment hin in eine andere ‚Welt‘, von der ich vermute, dass da in diesen Sekunden mehr los ist oder Wichtiges zu erledigen ist. Auch freue ich mich auf diese kleine Ablenkung, diesen Kick, der mich für Sekundenschnelle aus meinem Gedankenkarussell befreien kann. Aber schon ist er wieder da, der nächste gegenwärtige Moment, der vielleicht nicht so prickelnd ist für mich, die ich da sitze, am Rande der Sandkiste auf dem Spielplatz.

Ich weiß es, ich spüre es, ich bemerke vielleicht sogar diesen Sog der Abhängigkeit. Doch im selben Moment will es mir nicht so recht gelingen, die Sache in den Griff zu bekommen. Das ungute Gefühl klicke ich gerade wieder weg mit dem nächsten Klick auf die Facebook App. Hier kann ich mich ein Weilchen ablenken und mich den wirklich wichtigen Dingen meiner Timeline widmen. So glaube ich für eine Sekunde, bis zur nächsten Sekunde.

Irgendwo bin ich darin verloren und gehe dann zur nächsten Abendveranstaltung, wo es dann um den Medienkonsum meiner Kinder geht. Da sind sie wieder die Experten. Sie haben mir viel zu berichten, über die Gefahren der modernen Technologien und haben allerhand Taschenspielertricks zur Hand, wie das Problem denn in den Griff zu kriegen sei. Sie schreiben Bücher und halten Vorträge und ja, bei ihnen mag es ja funktioniert haben, aber bei mir ?

Was kann ich also tun? Wie kann ich das ganze wertvolle Wissen der Experten auf meine Familie anwenden? Ich fühle mich völlig hilflos. Da sitze ich und schaue zu, wie diese übermächtige Smartphonewelle über meine Familie schwappt und nehme mein Handy zur Hand und Klick…

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Laß uns ein Stück zurückbewegen hin zu den Müttern, von denen ich dir zu Anfang berichtete. Alle die Befragten haben gewusst, dass es sich nicht richtig anfühlt mit ihrem persönlichen Smartphone Konsum. Alle haben bemerkt, welche Antwort beim Interview von ihnen ‚erwartet‘ wurde. Dieses ‚richtige Antworten geben’ ist sicher auch ein Ergebnis unseres derzeitigen Bilder von Erziehung und Lernen.

Keine hat gesagt: „Verdammt, ich habe es nicht im Griff und ich habe keinen blassen Schimmer, wie das mal meinen Kindern klar machen soll?“ Keine hat zum Ausdruck gebracht: „…und weil sich mein Leben so schnell und so getrieben und so SINNlos anfühlt, fliehe ich lieber in mein kleines Kästchen oder zum Vortrag über den Medienkonsum meiner Kinder. Ich vermeide es mit aller Macht in diesem ekligen Gefühl zu sitzen, dass ich diese Leere nicht ertragen kann. Ich wurde so gefüttert mit Denken und Denken und Denken, dass ich innerlich ständig Standgas habe und eine entsetzliche Angst davor, dass es mal einen Moment still wird und ich nichts spüren (denken) könnte. Stattdessen renne ich lieber in die Technologie und in die Vorträge. Ich hasse Stille.“

Für mich ist das ein bedeutsamer Ansatzpunkt. Es ist genau die gute Stelle, um den gewärtigen Moment wahrzunehmen und all den Schlamassel, den ich damit habe. Dann könnte ich mich neu ‚verorten’ und zur Kenntnis nehmen, dass mir hier der Vortrag von Experten wenig nutzt und auch nicht die ganzen Tips der Macher der Radiosendung, die mit erhobenem Zeigefinger daher kommen und uns Eltern noch immer weiszumachen suchen, dass es nur eine Frage, der richtigen Erziehung und Anwendung von diesen und jenen Verhaltensmustern sei, um alles im Griff zu haben.

Nein, sorry, für mich stimmt das nicht.

Für mich sind diese Themen ein riesengroßes Scheunentor. Das Dilemma um Medienkonsum will mich aufmerksam machen, präsent zu werden.

Auch mit den Themen Smartphone und Medienkonsum rund um Kinder,  geht es darum mitzubekommen, wie ich selbst (nicht notwendigerweise meine Kinder) dem gegenwärtigen Moment entfliehe. Es geht darum den Fuß, in die Tür der eigenen Denkaktivität zu bekommen und für Sekunden anzuhalten.

Und das immer wieder am Tag, mal ein oder zwei Sekunden. Dann, über Zeit, stärke ich meinen ‚Präsenzmuskel‘ der mir dann mehr und mehr hilfreich wird.

Und jetzt?

KundINNen, die gerne zu mir kommen, beschäftigen sich gerne mit Fragen der Bewusstheit in Erziehung und Lernen. Sie sind weniger auf der Suche nach der Meinung der Experten zum Thema X und Y, als vielmehr daran interessiert, sich selbst und ihre Vorstellung in Erziehung und Lernen zu erforschen. Sie wünschen sich mehr Klarheit und die Fähigkeit ihre Themen von ''Innen' heraus zu sehen. Hier findest du mein Angebot.

In dem Zusammenhang möchte ich dich auch auf ein Seminar hinweisen, dass am 20. Oktober 2019 zum Thema 'Mobbing und Cybermobbing' stattfindet. Dazu habe ich Christelle Schläpfer aus der Schweiz eingeladen. Hier findest du Informationen zum Tagesseminar bei mir in der Köttingermühle.


Im Grunde ist längst alles gesagt.

Im Grunde ist längst alles gesagt.

Bezüglich Kindererziehung ist so viel zum Ausdruck gebracht, geschrieben und gezeigt worden. Wissenschaftliche hat man inzwischen so viel untersucht, nachgewiesen und auch populärwissenschaftlich dargestellt. Ich gehe davon aus, dass viele Erwachsene wissen, was es eigentlich braucht, damit Kinder gesund aufwachsen können.

Es mangelt also (in vielen Fällen) nicht an Wissen oder Bildung der Erwachsenen, wie der Erziehungsalltag sich leichter, freudvoller und vor allem stressfreier gestalten könnte, sondern an Bewusstheit.

Damit meine ich, dass dein Erziehungsalltag unter Umständen von deinen eigenen Konditionierungen getrieben ist, wenn du nicht ein gewisses Maß an Bewusstheit aufbringst, um die Herausforderungen, die du mit deinen Kindern hast, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Du kennst doch sicher diese Situationen in deinem Alltag, die immer an der selben Stelle abglitschen. Du jeden Abend zum Thema Zähneputzen, Schlafengehen, Aufstehen, Anziehen, Hausaufgaben etc. den Eindruck hast : „Und täglich grüßt das Murmeltier.“

Jeden Tag ist es erneut so, dass zunächst deine Überzeugungen, dann aber auch deine Emotionen und die Herangehensweisen, die du in deiner kulturellen Umgebung aufgesaugt hast, deine sich immer wiederholenden Reaktionen fest im Griff haben. (Bis sie es nicht mehr haben. ;) )

Wenn du der Meinung bist, dass deine Kinder nur nach dieser oder jener Abfolge von Ritualen ins Bett gehen können. Schüler nur und ausschließlich mit fertigen Hausaufgaben in die Schule gehen können, die Kinder sich immer gesund ernähren sollten und sich nie schlecht benehmen sollten. Dann gibt es alleine in dieser kleinen Aufzählung schon unzählige  Handlungsalternativen, die aber erst mal erkannt sein wollen. Wenn diese Ansätze fest in den Klauen von kulturellen oder auch persönlichen Wertvorstellungen liegen, die aber nicht notwendigerweise nah an den eigentlichen Bedürfnissen deines Kindes liegen, dann haben die Sorgen der Vergangenheit und die Ängste vor einer möglichen Zukunft deinen gegenwärtigen Moment mit den Kindern fest im Griff.

In den Gesprächen mit Eltern nehme ich wahr, dass viele sich in dieser „..und täglich grüßt das Murmeltier - Situation" befinden, sich darüber auch oft schlecht und sogar schuldig fühlen. Sie wissen nicht recht, wie sie an die Seite treten und dann vor allem ‚in eine andere Richtung' gehen können, um sich und den Kindern das Leben zu erleichtern.
Ich erfahre einen großen Wunsch nach Veränderung und den Willen sich aus den täglich wiederkehrenden Situationen hinaus zu bewegen.

Doch auf Grund unserer eigenen Erziehung verbinden wir uns immer wieder (auch ein Murmeltier) mit dem Verstand oder in dem ganzen eigenen, selbst gemachten ‚Emotionsgeröll‘ mit den Kindern.

Im Grunde braucht es die Gegenwärtigkeit der Erwachsenen, damit die Kinder sich selbst und die Erwachsenen spüren können. Im Gespräch mit den Eltern beschreibe diesen unglücklichen Zustand der Kinder folgendermaßen.

Die Kinder nehmen uns allzuoft als eine lehre Hülle oder ‚geisterhaft‘ war, weil wir als Eltern so oft durch unsere Emotionen in der Vergangenheit oder in der sorgenvollen Zukunft verhaftet sind. Die Kinder können uns dann nicht spüren. Das merken wir dann an den unerklärlichen Wutausbrüchen der Kleinsten oder an dem ständigen Zerren und Nagen an unseren Nerven.

Im Grunde fordern sie uns auf präsent zu sein, im Hier und Jetzt ‚anwesend‘ zu SEIN.

Die Kinder signalisieren ganz unmißverständlich, dass ihnen etwas fehlt von uns. Es ist nicht nur die körperliche Anwesenheit, oder die Verbindung in Gesprächen und Tagesabläufen, sondern das fehlende Element ist eine Seinsqualität, die nur schwer zu beschreiben ist. Ich bin mir aber sicher, dass du genau weißt wovon ich rede.

Wenn du mit deinem Partner am Tisch sitzt, diese(r) zwar anwesend ist, aber in seinem/ihrem Smartphone aufgeht. Wie fühlt sich das an? Was fehlt dir in diesem Moment? Es ist eine gewisse Zugewandtheit und ‚Bezogenheit’ aufeinander. Du kennst sicher auch den umgekehrten Fall. Das du dich mit deinem Partner in einem Raum befindest. Ihr beide seid mit ganz unterschiedlichen Dingen beschäftigt, aber ihr seid aufeinander bezogen und auch miteinander in Verbindung? Kennst du das? Wie fühlt sich das an? Angenehm? Unterstützend?

Deine Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wenn du nicht wirklich gegenwärtig bist und in deinem Verstand verhaftet und vielleicht auch gefangen bist. Sie spüren, dass du nicht präsent bist.
Hast du von deinen älteren Kindern schon mal gehört: „Du bist ja nie da!“ Sie empfinden es so und du bist sehr verwundert, weil du dachtest, dass du doch den ganzen Tag, oder das ganze Wochenende da gewesen wärest.
Die Kinder spüren ganz unmittelbar, dass du ihnen etwas vorenthältst und reagieren in den meisten Fällen sehr ungehalten oder ebenfalls verletzend.

Ich selbst erwische mich auch dabei ‚nicht anwesend‘ zu sein, doch meine wachsende Bewusstheit darin hilft mir, dass hier beschreiben zu können und auch Wege aufzeigen zu können, um dieser doch meist unbewussten Entfremdung entgegenzuwirken.

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Ein Großteil der Probleme, die Eltern mit ihren Kleinsten haben, sehe ich hier begründet. Wenn die Kinder älter werden, verwandelt sich dieser Mangel an Bewusstheit oder Gegenwärtigkeit mehr und mehr in Desinteresse, Wut oder Widerstand.

Auf deinem Weg empfehle ich dir, Mittel und Wege zu entwickeln, um deine Bewusstheit zu verfeinern. Die Herausforderungen mit deinen Kindern sind keine Kriegserklärungen. Ich verstehe sie vielmehr als klare, unmißverständlichen Aufforderungen, in den Spiegel zu sehen und die Tatsachen anzuerkennen, dass Kinder dir die Gelegenheit geben, dich nachzuentfalten, während diese sich entfalten. Lernen gemeinsam zu wachsen und dies zu ermöglichen, scheint mir eine wachsende Notwendigkeit und Qualität dieser Zeit zu sein.

Für mich hat sich diese Haltung in fast 25 Jahren, als sehr bereichernd erwiesen.

Schreib mir oder rufe mich an, wenn ich dir auf deinem Weg behilflich sein kann.

 


Fortschrittliches Unternehmen stellt 2-jährige Kinder ein.

Fortschrittliches Unternehmen stellt 2-jährige Kinder ein. Utopisch?

Aktuellen Presseberichten zur Folge, hat ein junges, dynamisches, europaweit agierendes Unternehmen 2-jährige Kinder unter Vertrag genommen.
Nach der Ausschreibung waren die Stellen in Kürze vergeben. Man war auf der Suche nach den Persönlichkeiten, die im Unternehmen zukunftsweisende Neuerungen einleiten und vor allem begleiten sollten.
Aus der großen Menge an Bewerbungen hat man sich für sieben 2-jährige Kinder entschieden. Diese zeigten am eindrücklichsten die gesuchten Qualitäten, die das Unternehmen in das 21. Jahrhundert führen sollten.

Aus vertraulicher Quelle konnten wir in Erfahrung bringen, dass man Querdenker und Zukunftsmacher für diese verantwortungsvolle Position suchte.

Von den verantwortlichen Mitarbeitern in der Personalabteilung wurden wir in Kenntnis gesetzt, dass unter dem Aspekt ‚Querdenker‘ diese Bewerber für besonders geeignet gehalten wurden, die einen ausgeprägten Eigenwillen hatten. Man schätze Interessenten, die auf unverwechselbare Art und Weise verstanden hatten, sich für ihre Interessen einzusetzen. Man war genau nach diesen Mitarbeitern auf der Suche, die ein gutes Gespür dafür hatten, wie man durch gezieltes ‚dagegen sein‘ und kraftvolles in eine andere Richtung aufbrechen, ein ganzes Unternehmen wach und präsent halten kann.

Für die Herausforderungen des modernen Unternehmens in dieser hochkomplexen Zeit, war man darüber hinaus auf der Suche nach ‚Zukunftsmachern‘.

Nachdem die betriebsinternen Forschungsabteilung zu der Erkenntnis gekommen war, dass der geeignete, gesuchte neue Mitarbeiter ebenfalls in diesem Alterssegment zu finden sei, war man dankbar, denn man konnte das Recruiting in einem Prozess abwickeln.

Die neu unter Vertrag genommenen Mitarbeiter vereinbarten optimale Qualitäten eines Zukunftsmachers. Diese jungen Menschen haben folgende Eigenschaften:

  • Wenn man sie frei schöpfen läßt, dann haben sie eine unermessliche Energie, da sie sich selbst im eigenen Schöpfungsprozess wieder ‚aufladen‘ können.
  • Sie verstehen es, Menschen unmittelbar für ihre Interessen zu gewinnen.
  • Sie sind in der Kontaktaufnahme und im Netzwerken unschlagbar.
  • Sie bestechen durch ihre hervorragende Fähigkeit der Problemlösung.
  • Durch ihre authentische Art verstehen sie es Menschen unmittelbar im Herzen zu berühren.
  • Forschertrieb, Leichtigkeit und geistige Flexibilität gehören zu ihren herausragenden Stärken.

Inzwischen ist ein gutes halbes Jahr vergangen. Auch die Eltern der neuen Mitarbeiter im Unternehmen konnte sich mit ihrer neuen Lebenssituation gut arrangieren. Die Zweijährigen verdienen im Unternehmen überdurchschnittlich gut. Ihr Jahreseinkommen liegt im sechsstelligen Bereich.
Damit ist es gegeben, dass sich die Eltern ganz und gar ihrer persönlichen Nachentfaltung widmen können. Sie haben nun Zeit, sich durch die Erziehung der Vergangenheit verloren gegangene Lebensqualitäten und Grundrechte zurückzuerobern. Eltern müssen mit den Kleinsten lediglich 4 Stunden täglich im Unternehmen verbringen und werden angehalten sich liebevoll zurückzuhalten und mehr in eine begleitende und beobachtende Haltung zu gehen. Dafür mussten Eltern zunächst in speziellen Schulungen vorbereitet werden.

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Auch das notwendige Begleiten der Zweijährigen im Unternehmen der Zukunft macht Eltern fit für ihren vielversprechenden, zukunftweisenden Job. Diesen Herausforderungen könnten sie mit den Herangehensweisen aus der Vergangenheit nur schwer standhalten.

Alte Prägungen, die sich durch zu frühe Disziplinierungsmaßnahmen und ein zu frühes Ausrichten auf den Erwerb der Kulturtechniken ausgerichtet waren, müssen für den Job im 21. Jahrhundert langsam abgelöst und verändert werden.
Die Veränderungen der neuen Zeit machen es dringend erforderlich, dass mehr Aufmerksamkeit in die Entwicklung der Herzensqualitäten gelegt werden. Erwachsene benötigen Raum und Zeit für Nachentfaltung. Durch den vergleichsweise guten Verdienst der Zweijährigen kann das nun gewährleistet werden.

Die Eltern können sich nun primär auf ihre Liebesbeziehungen und das Heilen ihrer Verletzungen konzentrieren.

Die Last der Erwachsenen, sich um den Familienunterhalt zu kümmern entfällt nun und sie können sich endlich dem widmen, was von ihrer Seite getan werden muss, um neue Strukturen zu kreieren, die ein gesundes Zusammenleben aller gewährleisten.

 

Wahr, unfassbar oder frei erfunden? Gerne lese ich deine Ideen dazu?

 

 

 

 

 

 


Was sich hinter deinem Rücken abspielt, ist von größerer Bedeutung, als du denkst.

Hast du eine Aufmerksamkeit für den Raum hinter dir? Hast du eine Vorstellung zu dem, was sich in diesem Moment hinter dir befindet. Kannst du erspüren, was sich im Raum hinter dir abspielt, während du diese Zeilen liest. Schließ gerade für einen ganz kleinen Moment die Augen und spüre nach?

Ich habe dir diese Fragen gestellt, um dir die Möglichkeit zu geben für einen kleinen Moment den ‚Modus‘ zu verlassen, in dem du vermutlich für gewöhnlich operierst und aus dem heraus du den Alltag mit den Kindern zu regeln suchst.
Kannst du auch wahrnehmen, wie du für gewöhnlich sehr stark nach ‚vorne’ orientiert bist, wie du deinen Sinne benutzt, um zu lesen, im Smartphone oder am Computer ein Wissen zu erhaschen, von dem du gerade im Moment meinst, dass es notwendig wäre. Kennst du es, dass du in Gedanken schon viele Schritte voraus bist, weit voran, im ‚Geiste vor dir‘, vor dem Moment , der gerade eben ist.

Und genau da, da vorne, suchen wir die Dinge zu regeln und unsere Herausforderungen mit den Kindern zu stemmen.

  • Noch schnell im Stehen einen Biß in den Kuchen, während du die SMS beantwortest, dein Kind neben dir, frei schwebend im deinem gestressten geistigen Universum.
  • Während der Autofahrt gerade noch da vorbei fahren, damit man noch schnell was erledigen kann.
  • Dein Kind sitzt im Auto angeschnallt, während du mal eben schnell in den Laden springst. Du als ‚Geist‘ unterwegs , in Gedanken bei deinem Kind im Auto, aber auch nicht wirklich präsent beim Bäcker, ungeduldig, der Zeit voran. Nicht im Auto und nicht beim Bäcker, schon gar nicht präsent im Körper.
  • Am Abend, du bist gerade dabei deine zwei Kinder ins Bett zu bringen, innerlich verärgert, weil dein Partner noch nicht da ist. In Gedanken weit voraus, eben an dem Punkt, wo du in 40 min. sein möchtest. Ausgerechnet heute klappt es nicht mit der ‚Bettruhe’. Du bist in Gedanken voran.
  • Kennst du diese endlosen Geschichten und inneren Dialoge, die dein Geist konstruiert? Du bist in Gedanken. Du hast ein Probleme mit XY und dein Kopf konstruiert die tollsten Geschichten, bist in Dialoge verwickelt, innere Streitgespräche, gedankliche Kapriolen. Du funktionierst als eine Art unsichtbare Hülle, nicht wirklich präsent in deinem Körper. Dein Kind neben dir, ungebunden in deinem geistigen Gedankenstrudel.

Dein Verstand ist ungezählte Stunden am Tag damit beschäftigt, ganzheitliche Zusammenhänge zu sezieren, in Stücke zu schneiden, Konstrukte und Konzepte zu bauen. Und so sind Erwachsene es gewohnt die Herausforderungen mit den Kindern anzugehen und noch mehr zu lesen, noch mehr Information zu sammeln, noch schnell eine WhatsApp, dass wir nicht bemerken, wie dies ein Spirale ist, die uns immer tiefer in den Sumpf führt. Wir sind so erzogen und hinterfragen diese viel genutzte geistige Betriebsanleitung nicht. Man macht es eben so . Jeder macht es so.

Dies ist die eine Sache und daraus entsteht aber dann auch gleich das zweite Problem. Wir sind es so sehr gewohnt in diesem Modus zu operieren, dass wir die Kinder mitten hinein zerren, in diesen ungesunden und ermüdenden Modus, dem wir im Grunde zu entfliehen suchen.
Unsere Art der Bildung und Erziehung unterstützt leider diesen geistigen, nicht präsenten Modus.

Alle sind irgendwo ‚da vorne‘ unterwegs, aber nicht ‚hier’, schon gar nicht in ihrem Körper.
Kinder, wenn sie denn dürfen und können sind aber in ganz anderen geistigen ‚Räumen‘ unterwegs. Es sind die ‚Räume‘, die sie nähren, kraftvoll aufwachsen lassen und aus denen heraus sie im Grunde eigentlich ihr Potential entfalten könnten.

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Mit meiner Eingangsfrage, was sich hinter dir abspielt, habe ich im Grunde eine Einladung ausgesprochen, sie lautet:

Versuche so oft als möglich am Tag diesen Modus der normalen Betriebsamkeit zu entfliehen.
Das ist ein praktischer Schritt hin zu deinem Vertrauen in dein eigenes Wissen, deine Gespür dafür was für dich und dein Kind richtig ist. Ich gehe davon aus, dass wir durch all die Betriebsamkeit und die Ablenkung weg geleitet werden von dem, was unser inneres Wissen ist. Die Ablenkungen sind so groß, die permanente Funktion im Verstandesmodus stärkt nicht den ‚geistigen Muskel‘, der eigentlich da wäre, der uns verbunden sein läßt mit unserer Weisheit.

Was ich dir vorschlage sind Schritte hin zu dem Empfinden, dass du vielleicht kennest, wenn du auf das Meer schaust. Vielleicht kennest du es auch, wenn du einer Musik lauschst, die dich berührt. Den anderen Modus oder diesen ‚geistigen Muskel’ kann man auch stärken, wenn man mit den Augen in die ‚Weite‘ schaut. Das kann im Grünen oder am Himmel sein. Auch das sekundenweise Schließen der Augen, wann immer es möglich ist, hilft dir eine Verbindung mit deinem Inneren aufzunehmen.

Andere Strukturen im Nervensystem müssen dies dann hervor bringen, man kann es nicht lernen oder darüber lesen. Man kann es nur Empfinden. Ich bin sicher, dass du weißt wovon ich rede. Du kannst es hoffentlich ‚spüren‘. Es ist ein Empfinden, dass sich hier in irgendeiner Form zwischen den Zeilen entfaltet. Man kann es nicht verstehen, man kann es nur SEIN.

Die Power und die Weisheit dessen, was im Leben mit deinem Kind richtig ist, kommt von Innen. Es ist zunächst, so lange dein Kind klein ist, ein tiefes Empfinden dafür, was für dich richtig ist.
Um dem zu lauschen, ist es notwendig, die allgegenwärtigen Geräusche, das Laute, das Vordergründige, das Gewohnte, das, was alle so machen ein wenig zu dimmen.

Ich wünsch dir gute Kraft dafür. Ganz praktisch erfahren kannst du das Dimmen des ganz normalen Alltags, wenn du zu meinem nächsten Tagesseminar kommst. Hier ist ein wundervoller Ort dafür, der diesen ‚Raum‘ öffnet. Informationen findest du hier.

 

 

Was sich hinter deinem Rücken abspielt, ist von größerer Bedeutung, als du denkst.


Auch „dumm sein“ dürfen hat seine Zeit.

wundersames-lernen_unbedarftheitAuch „dumm sein“ dürfen hat seine Zeit. Ich plädiere für mehr Unbedarftheit für Kinder.

Stell dir vor, dass du vor einem Kleinkind stehst. In deiner linken Hand hast du 4 Münzen a 50 Cent. In deiner rechten Hand hast du eine ganze Hand voll 1 Cent Münzen, die einen Gesamtwert von einem Euro haben.
Wenn du das Kleinkind fragst, in welcher Hand du mehr Geld hast, dann wird es höchstwahrscheinlich deine rechte Hand wählen, die einfach voll ist und einen Haufen Geld enthält.
Viele Erwachsene können sich an dieser Stelle über die „Unbedarftheit“ des Kindes freuen. Wir haben Spaß an seiner ‚Blauäugigkeit‘ und haben ein Wissen in uns, dass es in wenigen Jahren ganz automatisch eine andere Sicht auf die Dinge haben wird.

Im Moment mag ich das Wort ‚unbedarft‘ sehr. Es ist ein Wort, dass nicht sehr gebräuchlich ist. Mit dem Wort verbinde ich eine gewisse Naivität und Arglosigkeit.
Und genau davon benötigen unsere kleinen Kinder eine gute Menge. Damit sie frei und selbstbestimmt lernen können, ist es wichtig, dass wir ihnen die Unbedarftheit zugestehen.
Dieses blauäugig sein zu dürfen ist es, was den Kindern den eigenen, selbstbestimmten Lernweg ermöglicht.

Viel zu früh und unaufhörlich wird dieser von Erwachsenen, durch unsere nachhaltige Konzentration auf den rationalen Verstand, korrumpiert.

Dadurch, dass wir schon so früh beginnen den Kleinsten diese Unbedarftheit zu nehmen, manipulieren wir genau das, was sie für den reibungslosen Aufbau ihres eigenen Verständnisses von den Dingen, benötigen.
Fälschlicherweise glauben Erwachsene, dass sie Lernen beschleunigen und optimieren würden, wenn sie eingreifen, korrigieren, erklären oder zeigen, wie es besser gehen würde.

Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Wir verhindern den eigenständigen Aufbau des ureigenen Lernweges dieses Kindes.
Ich mache dir hier ein paar Beispiele, die das verdeutlichen können:

  • Wenn dein Kind beispielsweise die Farben erlernt, so ist es nicht notwendig, dass du seine Farbebezeichnungen korrigierst, sondern es reicht im Grunde, den ganz normalen Alltag mit den Farben zu leben. Damit kann es sein eigenes „Farbgerüst“ aufbauen, dass sich vielleicht ganz anders , unter Umständen viel differenzierter heranbildet, als du vielleicht meinst. Es ist vielmehr spannend zu beobachten, wie das Kind das macht, als es zu korrigieren.
  • Wenn dein Kind noch nicht weiß, dass 2,00 € mehr Geld ist, als eine Hand voll 1 Cent Stücke, dann freu dich, dass es eine Wahl getroffen hat, die für das Kind stimmig ist. Eine gewisse Zeit später kommt es selbst zu Erkenntnissen dieser Art und bis dahin wurde, seine Art zu „rechnen“ nicht korrumpiert. Das gibt dem Kind Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

 

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  • Wenn dein Kind eine Amsel auf einem Dach sitzen sieht und sie als Adler bezeichnet, dann freue dich darüber und mache lediglich eine Bemerkung, dass es ein schöner Vogel ist. Dein Kind wird ganz von alleine herausfinden, was ein Adler ist und was eine Amsel ist. Wir müssen ihnen das nicht beibringen. Bei ganz kleinen Kindern halte ich es für sehr wichtig, einfach ihre Freude und ihre Art der Wahrnehmung anzuerkennen und eben gerade nicht zu korrigieren.
  • Wenn dein Kind Dinge sieht, die für dich unsichtbar sind, dann gib ihm nicht das Gefühl, dass es ‚verkehrt‘ oder ‚unwahr‘ ist, was es wahrnimmt. In „seiner Welt“ ist das in dem Moment so und in „deiner Welt“ ist das in dem Moment nicht so. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich halte es für so wichtig der Unbedarftheit der Kinder eine große Chance zu geben. Vielleicht ist es ja vielmehr so, dass ihre Wahrnehmung viel weiter und geöffneter ist, als je ein Erwachsener erahnen könnte.
Für deren Entwicklung ist es so wichtig, ihnen zu gestatten naiv, arglos und blauäugig zu sein. Von ganz alleine „erarbeiten“ sie sich ihren Weg durch den Dschungel all dessen, was es für sie persönlich zu lernen gilt. Für den Aufbau ihres eignen Lerngerüsts und den Erhalt ihrer Freude am lebenslangen Lernen, benötigen sie in den seltensten Fällen die Korrekturen der Erwachsenen.

Sich diese Dinge zu vergegenwärtigen ist sehr wichtig. Beim Aufwachsen und Lernen geht es um so viel mehr, als den Erwerb der Kulturtechniken und das nahtlose Eingliedern in ein Erwerbsleben.

Letztendlich geht es um das Erforschen des menschlichen Geistes und den Aufbau des selben im gleichen Moment.
Wenn wir uns an die Betrachtungsweise gewöhnen könnten, dass ein jedes Kind ein Flugzeug während dem Flug baut, dann bekommen wir eine Ahnung von dieser enormen Fähigkeit, die es vielmehr anzuerkennen und zu bestaunen gilt.

Diese Wahnsinnsleistung korrigieren zu müssen ist, als ob man dem Meer sagen will, wie Wellen machen geht.

Das nächste Tagesseminar Wie du Stress und ‚genervt sein‘ im Alltag mit deinem Kind in Leichtigkeit und Freude verwandelst findet am 18.02.16 statt. Hier findest du nähere Informationen.


Dein Wille zählt. Wandlung in Erziehung und Lernen selbst gestalten.

wundersames Lernen_‚WilleDer WILLE, in einer anderen Form darüber nachzudenken, wer Kinder sind und was sie benötigen, ist für mich ein Schlüssel, die Herausforderungen dieser Zeit besser bewältigen zu können.

Noch immer ist es tief in den Erwachsenen (Eltern, wie Pädagogen) verwurzelt, dass sie diejenigen sind, die wissen, was richtig und angemessen für Kinder ist.

In der Vergangenheit war es so, dass es ganz klare Vorgaben und Vorlagen gab, wie man mit Kindern umzugehen hat. Es war darüber hinaus klar, wie sich Kinder zu verhalten haben, wenn sie in der Gegenwart von Erwachsen sind.

„Wenn das Brot spricht, dann schweigen die Krümmel.“

Ein Satz dieser Art ist nur ein Beispiel, für die Grundannahmen vergangener Zeiten.

Es gab zwar verschiedenen Ansätze und Empfehlungen, aber der Grundton war der, dass der Erwachsene weiß und das Kind sich danach zu strecken hat. Punkt.

In den letzen Jahren hat sich sehr viel in Familie und Erziehung verändert. In der gesamten Bandbreite von ‚ich sage dir, wo es langgeht‘ und ‚entscheide du selbst‘ ist heute alles möglich und auch in der Tat zu beobachten. Sich vermischende kulturelle Ansätze und Traditionen haben darüber hinaus auch noch einen weiteren Einfluss.

Das Ergebnis ist, dass die Verunsicherung und die Ohnmacht unter Erwachsenen (Eltern wie Pädagogen) sehr groß ist. Man ist so vielen Strömungen, Inspirationen und vor allem wirtschaftlichen Interessen ausgesetzt, dass man im Geiste ständig in Bewegung ist und nervös und kurzatmig auf der Suche, was nun der ‚richtige Weg‘ ist.

Nun gibt es mehr und mehr Kinder, die uns ganz klar verdeutlichen, dass es so nicht oder nicht weiter geht. Begegnen wir diesen ‚Störungen‘ weiterhin mit dem, was wir kennen, wird es enger und stressiger. Die Strukturen von Macht und Kontrolle , von Disziplinierung und Repressalien funktionieren in der Form nicht mehr.

Im selben Moment ist das ‚Neue‘, das andere, dass, was sich gerade entwickelt, noch nicht vollständig geboren.

Ich nehme es in den Strömungen war, ich beobachte, wie viele Eltern und Pädagogen sich aufmachen und diese neuen Strukturen ganz praktisch entwickeln und neue Wege gehen.

  • Ich beobachte Eltern, die sich aufmachen und in anderen Strukturen leben möchten. Es gelten andere Werte als, mein Haus, mein Auto, mein Job.
  • Eltern verkleinern sich, trennen sich von materiellen Gütern, um freier leben zu können.
  • Eltern wollen mit ‚weniger‘ klar kommen.
  • Eltern wollen andere Formen von Zusammenleben und/oder von Leben in Gemeinschaften erfahren, in denen die Erziehung und Begleitung von Kindern wieder eine andere Rolle spielt.
  • Eltern wollen eine zukunftsfähigere Welt gestalten.
  • Eltern packen ihr gesamtes Hab und Gut in ein Wohnmobil, leben und arbeiten unterwegs.
  • Eltern nehmen Kinder aus der Schule und finden neue, andere Formen von Leben und Lernen.
  • Mütter gebären wieder anders. Sie versuchen aus Krankenhäusern und Fremdbestimmung fern zu bleiben. Sie finden und erfinden andere Formen um, mehr das leben zu können, was sie in sich für wahr empfinden.
  • Eltern lassen Kindern in weit entfernten Schulen gehen, sie dort in anderen Familien oder Lebensgemeinschaften leben, damit Kinder sich freier und selbstbestimmter entfalten können.
  • Eltern experimentieren und gestalten neue Formen von Zusammenleben und arbeiten mit Kindern.
  • Eltern und Pädagogen bilden Gemeinschaften, gründen neuere Formen von Schulen, die auf anderen Werten ruhen,  in denen sich die Mitglieder wohler fühlen, es Raum für Entfaltung gibt.
  • Eltern bauen neue Möbel, Möbel, wie etwa Familienbetten, die anderen Werten von Erziehung und Zusammenleben dienlicher sind.

Ich hoffe, dass es für dich dienlich ist, zu erkennen, dass der Wille, sich selbst einer Wandlung zu unterziehen, Unsicherheiten auszuhalten, Ohnmacht zu begegnen in meinen Augen dringend erforderlich ist, um den Herausforderungen dieser Zeit zu begegnen.
Ich spreche mit  Eltern, die sich diesem Prozess stellen und sich wandeln und bewegen und ich spreche mit Eltern, die sich gefangen fühlen in der Masse der Ansprüche, die auf sie einwirken.

Im ersten Fall, haben sich Erwachsene aufgemacht und Kinder und deren wahre Bedürfnisse als eine Art Leitstern gesehen. Sie haben damit begonnen die Bedürfnisse der Kinder sowie ihre eigenen Bedürfnisse überein zu bringen und im zweiten Fall, stecken Eltern mit einem Fuss in einer Art Fusskette fest, die ihnen sagt, dass sie unbeweglich und unmündig sind.

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Ich verstehe, wenn ich unsere Wurzeln des Denkens um Erziehung und Lernen mit einbeziehe, dass es für vielen Menschen eine fette Herausforderung ist, die eignen Gewohnheiten und Ansätze einzutauschen gegen etwas, was in Struktur und Linie nicht messbar ist. Ich verstehe die Unsicherheiten, Ängste und Sorgen, denn das sogenannte Neue entzieht sich den Vorstellungen unseres Verstandes. Es ist ja neu, es ist ja anders, es will noch geboren werden und daher ist es anders und unverständlich. Es ist ein ‚Kind‘ dieser Zeit, das geboren wird. Es ist Veränderung, es ist Transformation. Wir können nicht weiter so tun, als ob sich alles wandelt nur die Themen um Erziehung und Lernen nicht. Wir als Erwachsen sind ein Teil des Wandels, wir bringen ihn hervor, wir reiten die Welle - oder eben nicht.

Somit ist da, wie eingangs erwähnt, zunächst nicht mehr und nicht weniger erforderlich, als der Wille, sich diesen Veränderungen zu stellen. Der Mut, zu lernen, die Welle reiten zu wollen.

Viele haben in meinen Seminaren und Beratungen erfahren, dass schon alleine dein Wille zählt, sich mutig in die Veränderungen zu begeben. In dem ersten Schritt liegt unterstützende Kraft.

Es braucht zunächst nur den Willen, den roten Faden aufzugreifen, der dich persönlich weiterträgt und in gewisser Weise für mehr Leichtigkeit sorgt. Damit bist du in der Lage Wandlung in Erziehung und Lernen selbst zu gestalten. Du machst dich auf den Weg an den Start und gewinnst Kraft.

 

Mein nächstes Tagesseminar findet am So 25.09.2016 statt. Info findest du hier.Ich freue mich, wenn du dabei bist.


Der Verstand ist nicht das Maß aller Dinge

Verstand Wie du die Körperintelligenz deines Kindes entdeckst und wahrnimmst, dass der Verstand nicht immer das Maß aller Dinge ist.

Früher habe ich mir Hautcreme einfach ins Gesicht geklatscht. Heute staune ich über größere Zusammenhänge, die mich mehr und mehr ehrfürchtig erkennen lassen, dass Lernen so viel mehr bedeutet. Bei Babys und Kleinkindern findet dieser subtile Prozess auf Ebenen statt, die wir als Erwachsene nicht unbedingt wahrnehmen. Es sei denn, wir lernen antennig zu werden und genau hin zuschauen. Ich erkläre, warum es gerade im Leben mit Babys und Kleinkindern von Bedeutung ist,  deren Körperintelligenz wahrzunehmen, wertzuschätzen und diese den Kindern zu erhalten. Begleite mich auf meinem kleinen 'Schlenker', aus dem ich folgende Erkenntnis mit nach Hause gebracht habe.

KÖRPERINTELLIGENZ ENTDECKEN - KÖRPERINTELLIGENZ DEN KINDERN ERHALTEN.

Ich habe ein Seminar zum Thema ätherische Öle besucht. In dieser Fortbildung habe ich mich darüber informiert, welche Wirkung die Frequenzen von Farben und Ölen auf auf unsere Körperzellen haben. Bleib dabei, es sieht so aus, als ob ich mich weit vom Thema Kinder und Lernen weg bewege, aber es wird sich dir gleich erschließen, was die faszinierenden Zusammenhänge sind. Unter anderem ging es in diesem Seminar um die besondere Intelligenz unserer Zellen, unserer Haut und unserer Körpers. Inhalt des Seminars war auch das Wissen, dass jede Zelle im Körper über den Gesamtzusammenhang aller Vorgänge in und um den Körper informiert ist. In diesem Zusammenhang hat man mir vier Hautcreme Produkte der selben Firma, auf vier verschiedene Stellen meiner Unterarme aufgetragen.
Was soll ich sagen?  Augenscheinlich war es so, dass meine Haut die Creme ausgewählt hat, die meinem Körper am passendsten erschien.

Creme 1 blieb schlicht und ergreifend auf der Oberfläche und zog nicht ein.
Creme 2 roch sehr unangenehm auf meiner Haut.
Creme 3 zog in Sekundenschnelle unmittelbar ein und roch frisch und angenehm
Creme 4 bildete eine weiße, teigige Schicht auf meiner Haut.

Bei mir war das so. Bei den anderen Teilnehmern des Seminars hatten die selben Hautcremes wieder andere Ergebnisse auf der Haut gezeigt.

Da gibt es also etwas in mir, das sehr genau weiß, was mir gut tut. Sollte es so sein,dass meine Haut ein „Wissen“ darüber hat, was „ihr-mir“ gut tun würde? Kann es sein, dass diese Instanz in mir gehört und wahrgenommen sein möchte? Kann es sein, dass genau diese Instanz in unseren Kindern anerkannt, erhalten und an der Oberfläche ihres Bewusstseins gehalten werden sollte?

Diese Instanz, die weiß, wann das Kind satt ist?
Diese Instanz, die weiß, wann mein Kind Ruhe benötigt?
Diese Instanz, die weiß, welche Menschen ihnen in ihrer Umgebung gut tun?
Diese Instanz, die genau weiß, was sie interessiert und was nicht?
Diese Instanz, die weiß, welche Nahrung ihnen gut tut und welche nicht?

Diese Erfahrung mit der Hautcreme hat sich, wie eine Perle auf der Schnur, eingereiht in meine Erfahrung, dass diese innere Instanz in Kindern unglaublich aktiv ist, dass sie das steuernde Element ist, welches in Kindern unbedingt erhalten werden sollte.
Bei dieser feinen Frequenz,über die unsere Kinder funktionieren, sind wir wahrscheinlich alle mehr oder weniger Helikopter-Eltern, die einen mehr, die anderen weniger.

Als Erwachsene muss ich diese innere Instanz mühsam rück erobern, muss lernen wieder antennig zu werden für diese feineren Frequenzen.
Kinder haben diese feineren Frequenzen oftmals noch und navigieren darüber ihren Alltagsweg.

Viele Probleme, die wir mit Kindern haben, viele Konflikte, die sich in Eltern/Kinde Beziehungen auftun sind in meinen Augen das Ergebnis davon, dass wir dieser inneren, wissenden Instanz in Kindern nicht Rechnung tragen und sie wieder anerkennen und zulassen müssen.

Für unseren Lernprozess ist es damit von besonderer Bedeutung, dass es eine Instanz gibt, die weiß, was ich mir im wahrsten Sinne des Wortes über meine Sinne einverleiben möchte.

Nun, werden einige sagen, dass man ja wohl die Haut und das Aufnehmen von Creme nicht unbedingt mit unserem Gehirn und dessen Lernprozess vergleichen kann. Doch ich möchte diesen Vergleich sehr bewusst aufzeigen, denn es ist in diesem Zusammenhang von Interesse, dass unser Gehirn und unsere Haut in der embryologischen Entwicklung aus dem selben Keimblatt entstanden sind. Gehirn und Haut sind sozusagen gleicher Herkunft. Eine Tatsache, die gerade bezüglich Lernen, Kindern, Hauptproblemen eine Menge Fragen aufwerfen könnte.
Wie oft am Tag bleibt also das, was Kinder lernen sollen, als klebrige, unangenehm riechende Schicht an ihnen haften und verklebt ihren eigenen, natürlichen Zugang zu den Dingen. Die Haut und im übertragenen Sinne das Gehirn kann nicht mehr gut atmen, kann seine natürlichen Prozesse nicht mit einem minimalen Energieaufwand betreiben. Die Haut reagiert mit allerhand Pickeln und Ausschlägen, das Gehirn der Kinder mit Widerstand, sogenannten Lernschwierigkeiten allerhand Problemen, die ich hier nicht weiter auflisten muss.

Auch dieser kleine Ausflug in die Kosmetik und Embryologie dient der Idee, dass ich durch wundersamesLernen unser gängiges Bild von Lernen ausdehnen und weiten möchte,

Ich habe besondere Freude daran, Herausforderungen mit Kindern in unserer komplexen Welt in andere und größere Zusammenhänge zu bewegen, Eltern und Pädagogen zu einem freudvolleren und entspannteren Alltag mit unseren Kindern zu verhelfen.

In diesem Zusammenhang lade ich dich zu meinem nächsten Tagesseminar ein. Es findet schon am 24.01. 15 statt. Hier kannst du am eigenen Körper erfahren, dass der Verstand nicht das Maß aller Dinge ist. Du erfährst, wie hilfreich es sein kann, wenn man sich besser in die Welt der Kinder einfühlen kann und welche wohltuende Wirkung diese Klarheit für den Alltag in der Familie hat.

Diese Seminar findet in kleinem Rahmen statt und bietet daher eine besondere Wohltat für Körper, Geist und Seele. Bitte informiere dich hier:

www.wundersameslernen.de/termine/