Mein Aufruf zurück zur Einfachheit der Dinge.

Mein Aufruf zurück zur Einfachheit der Dinge. Alles abgesichert und gerade deshalb völlig daneben.

„Früher sind wir sogar selbst auf Bäume geklettert, so manche Zeit haben wir einfach nur da oben gesessen, Zeit verdöselt, wir haben Kirschen gegessen und die Steine runter gespuckt und - ja, manchmal sind wir sogar runter gefallen“ sagte der alte Mann mit einem leicht ironischen Unterton.

Ich konnte wahrnehmen, wie er sich innerlich über die Neuerungen der modernen Zeit lustig machte. Auf unserem Spaziergang schlenderten wir an den Besuchern eines Kletterparks vorbei.

Die Menschen standen in einer Schlange vor dem Kassenhäuschen, dann wieder in einer Schlange vor dem Fenster, wo Helm, Sicherheitsgurt und Handschuhe ausgegeben wurden. Nur, um sich dann in die Versammlung einzuordnen, die ihnen das Klettern in den Bäumen fachkundig erklären sollte.
Zuvor hatten sie sich Zeit nehmen müssen, um einen auf einem Klemmbrett befestigten Zettel auszufüllen, der sie über Risiken und Gefahren informierte, sowie Informationen erfragte, die notwendig sein könnten, wenn wider aller Vorkehrungen etwas passieren würde.

Zwischen dem Wunsch, schlicht und einfach einen Baum zu erklettern und der eigentlichen Tat lagen unter Umständen eine Autofahrt, eine Parkplatzsuche, ein Bezahl-Prozess, ein Anpassungsprozess der erforderlichen Sicherheitsstandards, ein geduldiges Rumstehen in einer Schlange, ein Schulungsvorgang und dann erst der eigentliche Annäherungsversuch an den Baum. Der einsprechende Baum, der den Anfang der festgelegten Route markiert, ist mit Seilen umringt, hat Schutzpolster, damit die Drähte ihn (ja, den Baum) nicht verletzten.

Nein, in der Baumkrone sitzen bleiben geht leider nicht, denn vor und hinter dir sind auch Leute, die diesen automatisierten Ablauf durchklettern wollen. Vögel kannst du nicht hören, viel zu laut ist das aufgeregte Geschrei, wenn jemand mit der Seilbahn von einem Baum zum nächsten surrt. Der Blick von oben auf den Kletterpark gleicht vielmehr dem Ausblick aus einer Gondel auf der Kirmes, als das es den Eindruck macht, sich in einem Wald zu befinden.

Was bleibt ist das gesicherte Klettern, der Anstieg und das Abfallen des Adrenalin Spiegels bei der einen oder anderen Herausforderung. Und ja, der Mensch ist auch draußen gewesen, hat mit Jack Wolfskin T-Shirt und einer speziellen Outdoorhose ein Naturerlebnis gehabt.

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Mit diesem Beitrag will ich ganz sicher nicht den Wert und die Möglichkeit für Spaß und Freude minimieren, die ein Kletterpark bieten kann. Ich will mit meinem Beispiel darauf hinaus, wie weit unter Umständen die natürlichen Bedürfnisse und die Möglichkeiten für das Erleben der eigenen Natur, strukturiert und organisiert werden.

Wir halten das heute für völlig normal und natürlich gibt es immer auch einen versicherungstechnischen Grund, der das Denaturieren von schlichten und natürlichen Lernprozessen angeblich notwendig macht.

So geschieht es dann, dass die simplen und bedürfnisnahen Aspekte und Kinderwünsche in gewisser Weise pervertiert werden, das naturnahe und einfache verloren geht.

  • Da dürfen die Kinder im Kindergarten bei einem Ausflug keine Kirschen vom Baum pflücken, aus Sorge, die Kleinsten könnten sich am Stein verschlucken. Mal abgesehen davon das es Kirschflecken auf dem T-Shirt geben könnte.
  • Da kann man mit der Krabbelgruppe keinen Ausflug in die naheliegende Natur machen, weil es keinen Wickeltisch und keinen Wasserhahn gibt. (Auf die Idee auf dem Boden zu wickeln, kommt man nicht)
  • Da dürfen die Kleinsten in einer Einrichtung nicht mit auf dem Spielplatz der Größeren spielen, weil die Klettergerüste keine Zulassung für kleine Kinder haben.
  • Da kann man nicht raus gehen, weil nicht genug Aufsichtspersonal da ist.

Mit diesen durchgeplanten und optimierten Spaß- und Lernstrukturen lernen unsere Kleinsten, sich nicht mehr unmittelbar mit dem auseinander setzten zu können, was ihre Natur ruft. Selbstvertrauen im selbst motivierten Lernen zu erfahren wird quasi ad absurdum geführt. Es gibt immer gute Gründe dafür, warum es nicht möglich sein kann das Schlichte, das Einfache und das Naheliegende zu erfahren.
Durch unsere organisierte, ewig strukturierte und kontrollierte Art nehmen wir den jungen Menschen die Fähigkeit mit dem Simplen klar zu kommen und vor allem, es genießen zu lernen. Sich an dem schlichten und mit wenig ‚tam-tam’ versehenen, orginären Leben/ Lernen einfach zu erfreuen.

Da tut s der Baum in Nachbars Garten nicht mehr, es muss ein ganzer Event daraus gemacht werden. Alle sind beschäftigt und werden (ver)organisiert. Man läuft wenig Gefahr sich einem gewissen Vakuum oder überschaubaren Gefahren auszusetzen. Immer alles auf Kurs und in der Struktur halten, lautet das unausgesprochene, aber wenig stressfreie Motto.

Kinder sehnen sich nach diesen ganz schlichten und ursprünglichen Erfahrungen. Das ganze Gedöns lernen sie von uns Erwachsenen.

Kirschen direkt vom Baum essen können, einfach irgendwo den eigenen Fähigkeiten gemäß klettern können. Pippi in der Natur machen können, statt nur auf ein WC. Mit ungewaschen Händen mal ein Stück Brot essen können, einfach da sitzen können und in die Wolken schauen dürfen.

An den Stellen, an denen es aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, nah an der Natur der Dinge zu bleiben, bleibt für mich trotz allem die Frage: Was  kann ich als Erwachsener im ganz normalen Alltag tun kann, um Ursprünglichkeit in einem großen Umfang zu ermöglichen?

Auch darin liegt für mich ein Schatz verborgen, der Kindern auf lange Sicht einen gesunden Lernprozess ermöglicht und vor allem die Fähigkeit aus sich selber heraus Strategien zu entwickeln und Zufriedenheit überhaupt erfahren zu können.

Damit kann es dann auch mal möglich sein, dass man von einem Baum fällt.

 

Gerne lese ich von dir, was du persönlich im Alltag tust, um Ursprünglichkeit im Leben der Kinder zu erhalten? Wo darf es einfach und unkompliziert sein? Wo braucht es ganz wenig vom großen ‚tam-tam‘?

 

Das nächste Tagesseminar:  "Wie du Stress und ‚genervt sein‘ im Alltag mit deinem Kind in Leichtigkeit und Freude verwandelst." findet schon bald statt. Info dazu findest du hier.

 

Mein Aufruf zurück zur Einfachheit der Dinge. Alles abgesichert und gerade deshalb völlig daneben.


Zwischen ‚do what you love‘ und ‚das Leben ist kein Ponyhof‘

Anhand eines persönlichen Beispiels, beschreibe ich ganz aktuelle, persönliche Herausforderungen, die sich natürlicherweise in einer Familie stellen, wenn man sich aufgemacht hat, einen Weg mit mehr Freiheit und Selbstbestimmung zu gehen.

Das Bedürfnis den Kindern keinen blinden Gehorsam mehr abzuverlangen wird unter vielen Erwachsenen immer größer. Die Rufe nach mehr Selbstbestimmung in Erziehung und Lernen werden lauter. Die Initiativen von Menschen, Kindern mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen werden vielfacher und vielschichtiger. Der Wunsch Bildung und Erziehung nicht mehr zu verordnen, sondern in Beziehung zu gehen und gemeinsam zu wachsen, liegt am Zahn der Zeit.

Nichts desto trotz müssen all diese Schritte erst einmal gegangen werden. Fertige Lösungen sind in Entwicklung, aber keinesfalls fertig. Wie auch?

Die Wege sind alles andere als einfach und auch ganz gewiss keine ausgetreten Pfade. Aber die Luft bei diesem vermeintlichen Aufstieg in etwas Neues wird klarer. Sie riecht gut. Sie nährt den Körper mit frischem Sauerstoff, läßt durchatmen und wenn man dann bei der Wanderung oberhalb der Baumgrenze angekommen ist, dann fühlt es sich gut an. Man hat mehr Überblick und eine Gefühl von Weite in der Brust.

In wenigen Tagen wird meine Tochter sich in einer neuen Initiative umschauen. Sie hat sich auf die Reise gemacht, weil es ihr in der Schule, die sie derzeit besucht zu eng wird. Sie wird im Moment ein beklemmendes Gefühl nicht los, dass sich wie ein Eisenring um ihren Brustkorb schliesst.

Als Kind, dass sich im Leben schon recht früh für einen freien und selbstbestimmten Lernweg aufgemacht hat, ist der nun gewählte Weg in einer Regelschule, mit bestimmten Bedingungen und Sichtweisen, sehr gewöhnungsbedürftig.

Sie, wie viele junge Menschen auf einem von Selbstbestimmung getragenen Weg, hat einige wesentliche Dinge gelernt, von den sie jetzt schmerzlich erfahren muss, dass sie in keiner Weise eine Selbstverständlichkeit sind.

Früher hat sie zu großen Teilen erfahren dürfen, dass Spiel und Lernen keine Gegensätze sind.

Sie ist nun konfrontiert mit der immer noch sehr verbreiteten Ansicht:

Erst die Arbeit dann das Spiel. Das Arbeit etwas anstrengendes ist, dass sie mühevoll ist, dass man da durch muss, dass der Ernst des Lebens irgendwann beginnt und man sich besser darauf vorbereitet. Das das Leben kein Ponyhof ist.

Sie ist nun eingebunden in eine Gemeinschaft, die ihr die Mühen und Lasten des Lernens als Wahrheit verkaufen will. Die ihr sagt, dass sie sich besser mal zusammenrissen solle, dass nun der Spass der Kindheit vorbei sei, dass man sich an ein Druck- und Regelwerk gewöhnen müsse, dass der Stress, den man ihr zufügt, zu ihrem eigenen Besten sei.

Nimmst du diesen perfiden Geruch des emotionalen Missbrauchs wahr, der in diesen Grundeinstellungen liegt?

Da ist dieser junge Mensch, der schon viele Jahre nach einer ganz anderen Grundannahme lebt und es damit ‚weit‘ gebracht hat . Nun ist diese Jugendliche in diesem anderen Lernsetting gefragt, diese wohl funktionierenden Voraussetzungen für ein frei und selbstbestimmtes Lernen zu kreuzigen.

  • Alles, was sie bisher gelernt hat, hat sie in einem sehr großen Maß selbst gewählt. Man hat heraus gefunden, dass ein großes Maß an Selbstbestimmung über das eigene Tun, förderlich für die Gesundheit des Menschen ist (für groß und klein)
  • Sie hat gelernt, was sie gewählt hat auch in einem großen Maß nach ihren Regeln und in ihrer Art durchzuführen. Natürlich gibt es ein Regelwerk, doch darin ist sie völlig frei, es in der Form umzusetzen, wie es ihrer ‚Art‘ entspricht. Dadurch hat sie gelernt ein hohes Maß an Kreativität entfalten und leben zu können.
  • Sie hat erfahren dürfen, dass ihre Entscheidungen für ihr Tun und für den Alltag in großem Maß von innen geleitet sind. Die Freude am eigenen Tun und die Auseinandersetzung mit diesen selbstgewählten Themen geben den Treibstoff. Eine wundervolle Art, die Kräfte aus dem eigenen Inneren zu beziehen und nicht von äußeren Faktoren oder guten Noten abhängig zu machen. Ihr Tun in ihrem Alter war nicht in so großem Maß von der Erlangung eines spezifischen Ergebnisses abhängig. Es ging vielmehr um das Tun, den Prozess und nicht um ein möglichst gutes, fertiges Ergebnis. Auch diese Grundvoraussetzung ist ein unmittelbarer, wichtiger Faktor für Kreativität und Querdenken.

Interessanterweise haben junge Menschen, die diese Wege gehen genau jene Skills, die heute am Arbeitsmarkt gefragt sind. Es sind Jobs, die dieser Qualitäten bedürfen. Es sind Jobs, die in ihren Aufgaben komplex sind. Eine große Flexibilität und Beweglichkeit ist erforderlich. Es sind Jobs, die kein großes Maß an Kontrolle bedürfen, die in der Eigenverantwortung getragen sind.

Ich gehe fest davon aus, dass sich durch diese neuen Wege und Erfordernisse ganz andere Erziehungsstile und Bildungswege entwickeln müssen.
Wenn ich früher mal gedacht habe, dass die Wege für meine Kinder leichter werden, wenn sie freier und selbstbestimmter lernen können, dann weiß ich heute, dass es nur die halbe Wahrheit ist. Die ganze Wucht des anderen Weges kommt nämlich in dieser oder jener Form auf sie zurück. Es wird dann ihre Aufgabe sein, hier neues Verständnis zu bauen. Spannend.

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Ich selbst erfahre mich darin mehr demokratische Strukturen in der Familie etablieren und leben zu wollen. Durch das Ermöglichen eines großen Maßes an Selbstbestimmung, bin ich sensibel darin geworden jungen Menschen keinen blinden Gehorsam abzuverlangen. Insgesamt muss ich mich selbst herausschälen aus einem autoritären Erziehungsstil und hier selbst Brücken in mir selbst bauen. Von meiner Herkunft, hin in ein neues Bild.

Für junge Menschen, die ein gutes Stück in diesen freieren und ‚selbstbestimmteren Wegen gegangen sind, kann es unter Umständen schwierig sein vermeintlich zurück zu gehen. Einmal diesen Weg eingeschlagen, bedeutet im Grunde genommen weiter auf holprigen Wegen zu gehen. Nach meiner Erfahrung mit meinen Kindern, ist der Weg zurück in ein mehr konservatives Lern- und Arbeitsfeld meist schwierig.
Das darf man aber auch nicht so eindimensional sehen, da auch diese jungen Menschen, die dann unter Umständen selbstgewählt in bestimmte Strukturen lernen und arbeiten, dann genau da an einem richtigen Platz sind, um notwendige Veränderungen voran zutreiben.

Wie es mit meiner Tochter weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Sie muss schauen, sie muss sich dort einfühlen. Es sind ganz viele Faktoren mit auf der Waagschale, die sie in ihren selbstgewebten Lebens-Lernweg einbeziehen wird. Faktoren die links und rechts dessen liegen, was ich als Mutter hier zu beschreiben suche. Sie ist nun in einem Alter, in dem sie ihre Entscheidungen sehr eigenständig trifft.

Ich möchte euch ermutigen mit den Kindern gemeinsam diese ‚neuen‘, wenig ausgetretenen Pfade zu gehen. Alles ist im Grunde da, die Herausforderung besteht darin, es zu entdecken und sich zu eigen zu machen.

Junge Menschen tragen so Vieles in sich. Wenn die Älteren beginnen, gemeinsam mit ihnen die Fußfesseln zu entfernen, dann kann was Tolles daraus werden.

 


Wieviel ‚Ungehorsam‘ darf s denn sein?

wundersameslernen Ungehorsam2Wieviel ‚Ungehorsam‘ darf s denn sein?

Ich frage mich, was es denn so schwierig macht, dass die Ungehorsamkeit der Kinder so ein aufreibendes Thema ist? Wieso fällt es uns bloß so schwer Umgehorsamkeit als einen notwendigen Teil der Entwicklung anzusehen? Wieso kennen wir uns in Erziehung und Lernen wesentlich besser mit den Extremen von absolutem Gehorsam und dem Gegenteil davon aus? Wieso ist es so schwierig den Teil, der zwischen den Extremen liegt,  auch als notwendiges  Entwicklungsfeld zu sehen? Wovor haben wir eigentlich Angst, wenn wir dem Kleinkind ein größeres Maß an Spielraum zugestehen? Wieso können wir ein Stück des ungehorsam seins, nicht als einen notwendigen Schritt in der Entwicklung junger Menschen sehen?

Es ist vielmehr so, als ob wir diese notwendigen Schritte des sprengen von Grenzen, durch rigide Maßnahmen zu unterbinden suchen. Würden wir das in kleinem überschaubaren Rahmen erkennen und sehen, dann müssten die Reaktionen der jungen Menschen nicht notwendigerweise immer skurriler und deutlicher werden.
Es ist die notwendige Folge, dem Erwachsenen eine Aufmerksamkeit abzugewinnen, für etwas, dass sich im Kinde ausdehnen möchte.
Könnte es sein, dass es der Identitätsbildung dient, ungehorsam zu sein?
Diese Verhaltensweisen, die du schon bei den Kleinsten beobachten kannst, sind notwendig und ich wette, dass jeder Erwachsene ein kleine Geschichte dazu erzählen kann.

Ich beispielsweise, sollte als Kind meinen Mittagsschlaf halten. Ich war aber nicht müde und so habe ich mich mit einem Stapel Bücher auf dem WC eingeschlossen und dort eine Zeit verbracht, von der ich wusste, dass sie nicht erlaubt gewesen wäre. Ich habe das heimlich getan. (Dies und noch viel mehr)
Auch meine Kinder habe ich über Jahre, bei viel Umgehorsamkeit beobachtet. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was mir die Großen heute erzählen und was ich damals wie heute so gar nicht mitbekommen habe. Fühle ich mich im Nachhinein belogen oder betrogen? Bin ich verärgert, dass sie nicht gehorsam waren? Nein, ich muss eher lachen.

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Mit meinem Text möchte ich mich heute für den kleinen Ungehorsam aussprechen. Ich möchte dich aufmerksam machen und dazu einladen, damit nachsichtig umzugehen. Ihn als wertvoll und stärkend zu betrachten, nicht als den Versuch deine Erziehungsbemühungen zu untergraben, dich zu betrügen und zu hintergehen. Es ist unter Umständen nicht erforderlich, den Ungehorsam als eine Form zu sehen, der aus dem ‚kleinen Verbrecher’ unter Umständen schnell ein 'großer Verbrecher' werden lassen könnte, wenn er nicht sofort mit aller Macht und Deutlichkeit unterbunden wird.

Vielmehr halte ich es für wesentlich förderlicher und stärkender für das Zusammenleben, mit den Kleinsten, wenn du der Situation ein entspanntes Einlenken, ein Lächeln, ein Stück Nachsicht, oder ein verschmitztes Grinsen abgewinnen könntest, wohl wissend, dass der Erwachsene darum weiß, dass hier in einem verträglichen Rahmen gerade eine Umgehorsamkeit stattfindet.
Jeder weiß darum, es wird auch gewisse Konsequenzen haben, aber man lächelt darüber und nimmt das Ganze nicht so bierernst.

Wenn dein Kind ungehorsam ist, dann kratzt es irgendwo an dir? Es reißt vielleicht eine kleine oder große Wunde auf.
Genau dies scheint mir der interessantere Punkt deiner Betrachtung in der Entwicklung aller Beteiligten zu sein.

  • Was genau treibt dich um, wenn dein Kleinkind keine Jacke anziehen will?
  • Was verärgert dich, wenn dein Kind vor dem Essen etwas anderes gegessen hat?
  • Was geschieht in dir, wenn dein Sohn nicht baden will?
  • Was passiert mit dir, wenn dein Kind morgens trödelt, nicht das macht, was du willst?
  • Was genau geschieht, wenn dein Kind partout nicht hinten im Auto sitzen will und du es eilig hast?

Was genau geschieht? Kannst du erkennen, dass es nicht unbedingt etwas mit Jacke, Essen, Baden, Trödeln oder einem Sitzplatz in einem Auto, zu tun hat?
Kannst du sehen, dass es daneben all diese verborgenen, kleinen Heimlichkeiten des Ungehorsams gibt, um diese kleine Person zu einer Persönlichkeit heranwachsen zu lassen?

Es braucht in meinen Augen eine Menge Geschmeidigkeit, Nachsicht und ein inneres Lächeln, manchmal ein Verschließen der Augen, in unserem Verhalten als Erwachsene, damit die Kleinsten Raum gewinnen, und sich herantasten können, an, wer sie sind. Unbeschreiblich, um wieviel sich die Dinge des Alltags entspannen können.

Wieviel ‚Ungehorsam‘ darf s denn sein?

Ich lade dich ein, dich gemeinsam mit mir auf die Reise zu machen, deine Fragestellungen bezüglich Erziehung und Lernen, als interessanten Forschungsweg zu sehen, Schönheit und Einzigartigkeit zu entdecken.
Dazu kannst du mit mir einen unverbindliches Kennenlerngespräch vereinbaren oder zum nächsten Tagesseminar hier zur Mühle kommen, Info findest du hier.

 

Finde hier Teil 2 meiner kleinen Reihe Umgehorsamkeit. Diesmal aus der Sicht der Erwachsenen. Umgehorsamkeit ist in diesen Tagen an vielen Ecken und enden erforderlich. Ich lade zum kleinen und vielleicht auch großen Ungehorsam ein:  Ich war ungehorsam, was für ein Glück


Wenn dein Fass mal wieder überläuft

E M O T I O N E N 1Wenn dein Fass mal wieder überläuft

Da war es wieder, dieses klitzekleine Tröpfchen, was soeben dein Fass zum Überlaufen gebracht hat. Eben ist es wieder passiert. Du hast dein Kind aus dem Nichts heraus angeschrien. Eben war es genug! Eben war Feierabend!

Du fühlst dich vielleicht schlecht, weil du die Tragweite deines Verhaltens auf die goldene Waage legst und das letze Körnchen Wohlwollen mit dir selbst, im Mühlstein der täglichen Ärgernisse zermalmst.

Fast jeden Tag kommst du am selben Punkt an. Es ist so, als ob das Murmeltier dich jeden Tag wach küsst, weil du den Ausstieg aus dieser Endlosschleife nicht zu schaffen scheinst. Vielleicht bist du auch so ungehalten und unzufrieden mit dir selbst, weil es dir nicht zu gelingen scheint, doch endlich mal diese dauerhaft, liebevolle und allzeit ausgeglichene Mutter zu sein. Du glaubst, fast alle anderen Eltern hätten das im Griff.

In deiner Ausweglosigkeit scheint es einfacher zu sein, dass dein Kind und all die schwierigen Umstände, für die Situation verantwortlich sind. Alles ist leichter, als sich nur endlich mit deiner „inneren Technologie“ (Gregg Braden) auseinanderzusetzen.
Im Grunde ist deine Endlosschleife gar nicht verwunderlich, weil du und ich zu einer Generation gehören, in der auf das Erkunden der eigenen Bedürfnisse, wenig Wert gelegt wurde. Somit ist da tief in dir drin unter Umständen eine tiefe Unzufriedenheit und Rastlosigkeit, denn die oder der kleine XY in dir wurde ebenfalls als Kind nicht als Person mit eigenen Bedürfnissen gesehen. Das Zusammenleben mit deinem Kind fordert dieses kleine Wesen in dir, jetzt aber richtig fett heraus.

Wenn hier also zwei oder noch mehr Wesen aufeinander treffen, deren Bedürfnisse, aus was für Gründen auch immer, im Moment nicht gesehen oder gewürdigt werden können, dann kann sich so einiges an ungeklärtem  ‚Emotionsmüll‘  im Alltag aufstapeln. Du erkennst es daran , dass die Luft im Haus dicker wird, oder du mal vor die Tür musst, um diese Tüte Milch zu kaufen, nur, um mal weg zu kommen.
Da liegt er nun dieser ganze Stapel an emotionalen Ungeklärtheiten und wartet darauf mit Besen und Schippe bearbeitet zu werden.
Als Erwachsene habe ich im Haus und im Leben mit den Kindern die Verantwortung diese aufgestapelten Befindlichkeiten immer mal wieder zu klären. Wenn ich das nicht tue, dann verschwindet die Leichtigkeit, die Freude und das angenehme Miteinander immer mehr unter diesem Stapel an Unwohlsein.

Bei mir selbst habe ich lange Zeit die Tendenz beobachtet, diesen Stapel klären zu wollen, in dem ich Unterstützung im Außen gesucht habe. Ich habe Seminare besucht, Beratungen in Anspruch genommen, Bücher gelesen, für Ausgleich und Entspannung an anderer Stelle gesucht.

Es war so, als ob hier auf dieser Seite im Leben mit den Kindern die Anstrengung und der Stress ist und da, auf der anderen Seite, einfach ganz wo anders, die Entspannung und das Auftanken.

Mit den Jahren habe ich bemerkt, dass das nicht die richtige Haltung von mir war. Hier, war ich oftmals gestresst und habe da versucht mich zu entspannen. Ich will gar nicht sagen, dass das keine tolle Sache sein kann und auch nicht manchmal dringend erforderlich sein kann.

An dieser Stelle möchte ich aber darauf hinaus, dass ich irgendwann gelernt habe, hier, jetzt hier, für mich zu sorgen. Ich habe gelernt im Alltag mit den Kindern genauer hin zu spüren und unmittelbarer für meine Bedürfnisse einzustehen, auch wenn es für die Kinder manchmal unbequem war. Das Ergebnis ist, dass ich viel egoistischer geworden bin und mich für meine Wünsche einsetze, dafür sorge, dass ich dies und das bekomme und im selben Moment achtsam bin, das auch für die Kinder zu erspüren und die Diskussion darüber was, wer, wann braucht offen zu halten.
Das ist eine großes Unterfangen, wenn man mit vielen Kindern zusammenlebt. Es ist aber reinigend und vor allem stärkend. Wenn du damit beginnst, dich und deine Bedürfnisse im Alltag mehr und mehr zu erspüren, deine „innere Technologie“ wahrzunehmen und deinen Kindern mit ihrer „inneren Technologie“ Raum gibst, dann erleichtert sich der Alltag ungemein. Ich empfehle dir, nicht unbedingt damit zu beginnen, wenn du gerade kurz vor dem Punkt bist, an dem das Fass überläuft, sondern in den Momenten, in denen es nicht so schwierig ist. Immer wieder spüren, hinein spüren, und genährt werden, durch diese andere Verbindung, die du mit dir und mit deinen Kindern haben kannst.

Im Berufsleben gibt es ganz ähnliche Tendenzen, vielleicht macht der Vergleich dir mein Anliegen deutlicher.
Es gibt Menschen, die arbeiten und arbeiten -hier- um dann irgendwann -da- Urlaub machen zu können und sind dann oftmals hier und da gestresst.

Es gibt andere Menschen, die beschäftigen sich -hier- in einer besonderen Art mit sich und ihrer Arbeits- und Lebenshaltung und der Veränderung ihrer Haltung zu den Dingen, damit sie -da- Spaß, auch im Urlaub haben können.
Die Veränderung und das nachhaltige und nährende suchen sie -hier- und nicht in erster Linie -da-.

Ich hoffe, dass dir mein heutiger Impuls eine nähernde Anregung für deinen Alltag mit den Kindern gegeben hat. Ich freue mich über deine Kommentare und helfe dir auch gerne beim Tanz zwischen hier und da.
Ruf mich einfach an oder schreib mir https://wundersameslernen.de/telefon-coaching/
und vereinbare einen unverbindlichen Kennenlerntermin mit mir.

Ich stärke tolle Eltern und einzigartige Kinder eigenSINNig zu SEIN.

Uta Henrich


Plädoyer für die Unschuld

Plädoyer für die UnschuldPlädoyer für die Unschuld -Warum wir sie die den Kindern erhalten sollten?

Stop! Können wir bitte endlich damit aufhören?

Ich frage mich immer wieder: An welcher Stelle muss ich wohl Hammer und Meißel ansetzen, um einen ganz kleinen Spalt hervorzubringen.
Der Spalt soll gerade ein ganz klein wenig Luft hinein lassen. Belüftet werden soll die Idee, dass wir Erwachsenen schon ganz kurz nach der Geburt damit beginnen die Kinder unseren Vorstellungen vom Leben anzugleichen. Es ist, als ob wir die Unschuld (Ahnungslosigkeit) und die Einzigartigkeit der Kinder in einem üblen Tauschgeschäft gegen sogenannte Gelehrsamkeit und ein theoretisches ‚Wissen‘ eintauschen.

Ich weiß nicht genau, wann es beginnt, aber ich habe den Eindruck, dass die Kleinen noch nicht recht abgenabelt sind und schon startet die unreflektierte Maschinerie ihren vorgestanzten Weg.

Vielleicht ist es menschlich, ich weiß es nicht genau? Was ich weiß ist, dass die Unschuld der Kinder, das Unbedarfte, das Lebendige, das Einzigartige dabei verloren geht. Ich beobachte, wie sehr wir Erwachsenen damit beschäftigt sind zu fördern, zu fordern, zu belehren, sowie angebliche Defizite auszugleichen.
Es sieht so aus, als ob wir verlernt haben genau hinzuschauen, zu beobachten, wertzuschätzen, was für ein absolutes Wunder wir da direkt vor Augen haben.
Stattdessen vergleichen wir, korrigieren wir, erziehen wir ganz nach unserem Bild von dem,  was wir aus unserer eigenen Vergangenheit heraus, gerade mal für wichtig halten.

Aber davor, sozusagen einen Spalt breit, steht doch die Unschuld der Kinder im Raum. Sie ist die tragende und verbindende Kraft. Sie umfasst die Einzigartigkeit in jedem Menschen und im selben Moment einen Kern, der uns alle miteinander verbindet. Viele Erwachsene haben sich auf den Weg gemacht, um diesen Kern zurück zu erobern.
Ich setze mich dafür ein, dass der Kern der Unschuld gesehen wird, dass er so gut als eben geht, erhalten bleiben darf und das er wenn möglich nur in kleinem Umfang der Gegenstand eines Tauschhandels wird.

Mit meinem Hammer und Meißel möchte ich einen Spalt hineintreiben und der Vorstellung Raum geben, dass wir die Unschuld der Kinder möglichst lange, im Minimum aber 7 Jahre, erhalten.

Wir müssen achtsam sein, dass wir nicht versuchen, viel zu früh, wertvolle Unwissenheit gegen eine antrainierte Gelehrsamkeit einzutauschen. Das Wissen, dass die Kinder aus ihrer Unschuld heraus haben ist unbezahlbar. Im Alltag merkst du es immer wieder an den weisen und bedeutsamen Bemerkungen und Aussagen, die sie treffen. Weißt du, diese trockenen, knallharten Anmerkungen und Fragen; wenn du sie hörst, fragst du dich immer wieder, woher oder wie sie das wissen konnten?

Mit meinem Plädoyer für die Unschuld möchte ich dein Augenmerk darauf richten, dass es von Bedeutung ist, die Kinder möglichst lange unbeeinflusst von uns Erwachsenen zu lassen, ihnen Raum zu geben, für ihre eigenen Empfindungen, Erklärungen und Schlussfolgerungen, Interessen und Taten.
Wenn wir zu früh und zu unreflektiert unsere Vorstellungen über sie legen, dann haben sie wenig Chance, zu dem zu werden, was sie sind.

Einzigartig.

 

Ich erlebe viele Eltern im Konflikt ihren Kindern diese Arglosigkeit und Unschuld erhalten zu wollen und im selben Moment macht der 'ganz normale Alltag' es erforderlich Zugeständnisse zu machen. Da ist der Wunsch und da sind die zum Teil stressigen Anforderungen des Familienalltags. Für den Fall, dass du hier eine gute Unterstützung benötigst, dann ruf mich einfach an. Meine telefonische Beratung wird gerne in Anspruch genommen. Vereinbare ein unverbindliches Kennenlerngespräch, indem du dich in dieses Formular einträgst. 

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Die (Selbst)Sicherheit deines Kindes

IMG_7878Wie du von Geburt an für (Selbst)Sicherheit deines Kindes sorgen kannst und dabei Angst in Vertrauen verwandelst.

Wenn es bei meinen Impulsen nur darum gehen würde dir Anregungen zu geben, was du mit deinem Kind machen kannst, damit es sich besser in das derzeitige System einfügt, dann wäre das viel zu kurz gegriffen. Meine Arbeit unterscheidet sich deutlich von Erziehungsmethoden und Lernhilfen, die Eltern und Pädagogen darin unterstützen, dass sich das Kind einfügt und funktioniert. Ich bin eine Querdenkerin und Botschafterin für Kinder. Mein primäres Interesse ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, dass sie möglichst oft bei sich selbst bleiben dürfen, dass sie in einem hohen Maß ihr eigenes Wesen entfalten dürfen und die sein dürfen, die sie sind.

Ich wünsche mir, dass Kinder ihr natürliches ‚Leben/Lernen‘ leben dürfen und das sie genau daraus ihr Kraft schöpfen dürfen und damit ihre Besonderheit und ihre Einzigartigkeit in die Gemeinschaft einbringen dürfen.

Am Beispiel Sicherheit im Haushalt kann ich das recht gut verdeutlichen.

Wenn du deinem Kind gestatten möchtest, dass es Treppenstufen (und andere Hindernisse) sicher und eigenständig überwinden kann, dann braucht es hier eine besondere Haltung von dir. Diese Haltung ist zunächst von deiner Einstellung getragen, dass sich dein Kind Treppenstufen nähern kann, ohne dass du deine Ängste und Befürchtungen an das Kind heran trägst. Du wirst zu einer Art Ermöglicherin und nicht zu einer Art Kontrolleurin. Es setzt voraus, dass du durch die Beobachtung deines Babies Sicherheit und Vertrauen entwickelt hast und genau das  auch deinem Kind zugestehst. Es bedarf einer Art unsichtbarere Nabelschnur, mit der ihr beiden verbunden seid. Diese unsichtbare Nabelschnur ermöglicht es deinem Kind an einer sicheren Leine hinaus in die Welt zu gehen. Das Gegenteil davon ist eine Welt, die nicht auf Sicherheit, Vertrauen und Beziehung aufbaut, sondern auf ein System der Angst und Kontrolle. In diesem System baust du Absperrgitter auf, hast gesicherte Schranktüren, Türstopper und eine unzählige Anzahl von ‚Nein s‘  an dein Kind. Es gibt in deinem Haushalt zahllose Sicherheitseinrichtungen und technologische Raffinessen. Du bist keine Ermöglicherin, sondern in eine permanente Kontrolleurin. Das ist auf die Dauer ungeheuer anstrengend für beide Seiten.

In einigen Fällen können diese Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollideen sehr wertvoll sein, aber sie ersetzen in keinem Fall das allerwichtigste Sicherheitssystem im Leben deines Kindes. In meinen Augen ist es besonders wichtig dieses Sicherheitssystem in deinem Kind ohne Unterlass aufzubauen und zu stärken. Diese elterliche Arbeit beginnt schon mit der Geburt. Wir Erwachsenen unterstützen dieses System, indem wir den Kindern in großem Maße zugestehen, sich auf ihre eigene Wahrnehmung und Intuition zu verlassen. Das führt dazu, dass  die Kinder ihr eigenes inneres Leitsystem (Sicherheitssystem) entwickeln und dies wiederum sorgt für ihre Sicherheit.

Im folgenden gebe ich dir einige Tips, wie du es ermöglichen kannst, dass dein Kind sein inneres Leitsystem entwickeln kann und damit automatisch viel sicherer lebt, als ein Kind dessen inneres Leitsystem unterentwickelt ist:

  • Erkenne an, dass dein Kind ein inneres Leitsystem hat, dass auf vielen Ebenen funktioniert.   Dieses Leitsystem weiß genau, was das Kind von klein auf benötigt; Ruhe, Nahrung, welche Nahrung, wie viel Nahrung, Zuwendung, Bewegung, welche Art von Bewegung, Schlaf, wie viel Schlaf, wann Schlaf, die Hilfe bei anderen Bedürfnissen….
  • Werde zu einer Art wohlwollender Beobachterin deines Babies, statt dich in deinen eigenen Verstandesleistungen zu verstricken, was deine Kind wohl brauchen könnte. Lerne dich auf dein Gespür zu verlassen. Das bedeutet, dass du diejenige bist, die prozesshaft ihr Bestes gibt. Du lernst  das eigene innere Leitsystem zu verfeinert, genau wie dein Kind es auch betreibt. Nicht Oma, Opa, Tante und beste Freundin sind  hier die ‚Wissenden‘.
  • Damit dein Kind sein inneres Leitsystem stark entwickeln kann, muss das Kind Fehler machen dürfen, ohne dass ein Erwachsener kommentiert, bewertet und erklärt, wie etwas besser zu machen wäre.
  • Damit dein Kind lernt sein inneres Leitsystem zu stärken ist es wichtig, zu erkennen, dass diese Entwicklung ihrer eigenen Zeit und ihrem eignen Rhythmus folgt. Lernen ist nicht linear, sondern folgt ganz eigenen Spielregeln.
  • Damit dein Kind sein eigenes Leitsystem entwickeln kann, ist es oftmals notwendig, dem Kind auf gewisse Art und Weise aus dem Weg zu gehen. Es ist wichtig, dass das Kind sein eigenes System ist und sein Job darin besteht, dieses eigene System zu entwickeln. Damit das geschehen kann, muss ich als Erwachsene in meinem System bleiben, ja sogar manchmal aus dem Weg gehen.
  • Damit das Kind sein eigenes Leitsystem entwickeln kann, ist es wichtig zu verstehen, dass das Ganze ein Prozess ist, der nie aufhört, der sich über die Jahre immer verändert und immer verfeinert.

Wenn du spürst, dass der Alltag mit deinem Kind dich sehr stark fordert und anstrengt, dann helfe ich dir richtig gerne im deinem Prozess, dein inneres Leitsystem zu verfeinern, damit du mehr Freude und Leichtigkeit in Leben mit dem Kind erfahren kannst. Das wiederum ermöglicht dasselbe für dein Kind und ihr werdet beide genährt und gestärkt. Der Alltag wird leichter.

Themen dieser Art sind auch Inhalt im nächsten Tagesseminar, So 11.10.15, Info dazu findest du hier:

https://wundersameslernen.de/termine/

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